22. Februar 2019

Strudel – Hauchzart und saftig

Nicht nur zuhause sondern auch auf der Piste beim „Einkehrschwung“ kommen warme Strudel mit Apfel- oder Quarkfüllung gut an. Die „Erfindung“ der gewickelten Mehlspeise wird den Habsburgern zugeschrieben. Ein Beleg dafür ist ein Rezept aus dem Jahr 1696.

Übung macht den Meister

Strudelteig besteht zwar lediglich aus 3 Zutaten, ist allerdings etwas knifflig in der Verarbeitung. Hat man den Dreh aber erst raus, ist man nicht mehr zu stoppen!

Für einen echten, österreicher Strudel benötigt man 300 g Mehl, etwas lauwarmes Wasser sowie 4 EL Öl und verknetet alles fest miteinander. Anschließend muss der Teig eine halbe Stunde lang zugedeckt ruhen, denn nur, wenn er ausreichend Ruhe hatte, kann er hauchfein ausgezogen werden ohne zu reißen. Bevor es dann zur Sache geht, wird der Teig auf einem bemehlten Küchentuch mit einem Nudelholz zu einer flachen Platte ausgerollt. Jetzt kommt echte Handarbeit ins Spiel: man nimmt die Platte auf die Handrücken und zieht sie vorsichtig von innen nach außen mehrmals in alle Richtungen. Das kann eine Weile dauern und erfordert in der Tat etwas Übung und Fingerspitzengefühl. Erst, wenn er so dünn ist, dass man eine Zeitung durch ihn lesen könnte, legt man ihn zurück auf das bemehlte Tuch und zieht ihn noch in Form. Als nächstes wird die Füllung auf dem Teig verteilt und das ganze mit Hilfe des Tuches zu einer Rolle geformt.

Schön saftig

Spätestens jetzt, bei der Frage, wie man die lapperige Rolle auf das Backblech bekommt, wird klar, dass das Tuch der wichtigste Helfer bei der Strudelproduktion ist. Wichtig bei der Platzierung auf dem Blech ist, den Strudel mit der Naht nach unten zu legen, damit die Füllung nicht herausquillt. Bei ca. 200 ° (Umluft 175 °) wird die Rolle dann ca. 30-40 Minuten gebacken und immer wieder mit zerlassener Butter bestrichen – dadurch wird sie wunderbar knusprig und saftig.

Herzhaft oder süß

Unseren Klassiker, den Apfelstrudel mit gehackten Nüssen, Rosinen und Zimt servieren wir am liebsten warm mit einer Vanillesoße. Aber das kommt natürlich ganz auf die Füllung an. Da der Strudelteig neutral ist, kann er mit allen denkbaren Füllungen gemacht werden und ist ganz Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Für süße Strudel kann statt Äpfel praktisch auch jedes andere Obst verwendet werden. Sehr beliebt ist eine Füllung aus Quark und Rosinen. Aber es geht auch herzhaft mit Gemüse, Linsen, Süßkartoffel, Spinat und allem was das Herz begehrt. Für alle, die Lust auf frisch gebackenen Strudel, aber nicht viel Zeit haben, empfehlen wir fertigen Blätter- oder Filoteig.

Haben Sie eine Lieblingsfüllung?
Dann schreiben Sie uns, wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Last-Minute-Dessert

Kurz vor den Feiertagen bricht, ob man will oder nicht, meistens doch noch etwas Hektik aus. Geschenke müssen noch besorgt und auch das Haus soll festlich geschmückt werden. Wer Glück hat schafft den Einkauf für das Festessen noch vor dem großen Ansturm. In all dem Trubel ist es umso wertvoller ein schnelles Dessert parat zu haben, das nicht nur schmeckt, gut vorzubereiten ist sondern auch noch richtig was her macht.

Apfelrosen-Tartelettes

Dieser Eyecatcher sieht beeindruckend aus und ist ganz einfach zu machen. Man braucht dazu fertige Mürbteigförmchen. Diese werden bis zu einem Drittel mit einer Quark-Vanillepuddingmasse gefüllt. Dann wäscht, entkernt und halbiert man Äpfel und schneidet diese in feine Scheiben. Anstatt Äpfel kann man übrigens auch Birnen oder Pflaumen verwenden. Die Apfelscheiben werden anschließend spiralförmig in der Puddingmasse in den Förmchen zu einer Rose angeordnet. Bei ca. 200 °C im Backofen backen, bis die Apfelkanten leicht braun werden. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.

PS: Ansatt Mürbteigförmchen oder Tartelettes geht auch Filoteig, den man zurechtschneidet und in die Form drückt.

Viel Spaß beim ausprobieren wünscht Ihnen Ihr EDNA-Blog-Team!

 

Sündhaft köstlich | Voll fruchtig #3

„Kinder ratet, was im Ofen bratet …“ – so beginnt ein Gedicht, das um 1900 verfasst wurde. Gemeint ist hierbei nicht der Sonntagsbraten sondern – was könnte es zur Adventszeit anderes sein: der Bratapfel! Er ist mit einer Füllung aus Nüssen und Marzipan schnell gemacht und ein leckeres Dessert zu Weihnachten.

Christliches Symbol

Abgesehen vom herrlichen Duft, der den ganzen Raum erfüllt und sentimentale Gefühle in uns weckt, steckt für das Christentum eine tiefere Bedeutung im „Symbol“ Apfel. So wurde Adam seinerzeit nicht nur von Eva mit einer solchen Frucht im Paradies verführt. Einer Legende nach legte eine alte Frau einen Apfel als Symbol für die Sünden der Welt dem Erlöser neben die Krippe. Jesus lächelte und die Frau (Eva) nickte erleichtert. So wurde der Apfel ein Zeichen für die Hoffnung auf Erlösung. Im Mittelalter wurden dann Paradiesspiele kurz vor Weihnachten aufgeführt – natürlich mit einem Baum, von dem Eva eine Apfel pflücken konnte. Der Baum wanderte allmählich in die Häuser und aus den Äpfeln, die neben anderen Leckereien am Baum hingen, wurden die Christbaumkugeln.

Auf die Sorte kommt es an

Ob man um Christi Geburt schon Bratäpfel kannte ist anzuzweifeln. Auch, ob es damals schon eine so große Auswahl an Apfelsorten gab. Denn wer es schon mal ausprobiert hat, weiß, dass nicht jede Sorte dafür geeignet ist. Am besten verwendet man Boskop. Er wird wegen seiner rauhen, bräunlichen Schale auch Lederapfel genannt und verwandelt sich im Ofen in eine süß-säuerlich musige Konsistenz.

Eine Sünde wert

Weil Bratapfel so lecker ist, findet man ihn an Weihnachten auch in verschiedenem Gebäck wie Stollen, Muffins und Kuchen. Für den puren Genuss setzt man ihn allerdings heiß dampfend direkt auf einen Spiegel aus Vanillesoße mit einer Kugel Eis.

Mit was füllen Sie Ihre Bratäpfel? Schreiben Sie uns – wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Heiße Seelenwärmer für kalte Tage

Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es nichts Schöneres, als ein leckeres und frisch gebrühtes Heißgetränk. Egal ob unterwegs, in der Arbeit oder zu Hause – Tee, Trinkschokoladen und Kaffee haben von November bis Februar Hochsaison. Besonders in der Adventszeit sind vor allem Punsch, Glühwein und die traditionelle Feuerzangenbowle absolute Spitzenreiter. Wussten Sie, dass die Deutschen pro Jahr ungefähr 40 Millionen Liter Glühwein trinken?

Damit Sie Ihren Gästen und Kunden ein einzigartiges Geschmackserlebnis bieten können, haben wir uns passend zur winterlichen Jahreszeit auf die Suche nach etwas ganz Besonderem für Sie gemacht. Unser Tipp: Bratapfel-Punsch

Punsch

Genuss zur kalten Jahreszeit

Sie benötigen:

  • 1,5 L Apfelsaft
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Nelken
  • 2 Zimtstange
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 Zitrone
  • 2 Äpfel

Zubereitung:
Den Apfelsaft langsam in einem Topf aufkochen lassen. Währenddessen Vanilleschote ausschaben. Mark, Schote, Nelken, Zimtstangen, brauner Zucker sowie Schale der Zitrone hinzugeben und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Kurz vor Ende der Garzeit Äpfel waschen, in kleine Würfel schneiden und in den Topf geben. Nach Belieben mit braunem Zucker abschmecken.

Der Stollen – alle Jahre wieder ein Genuss

ChriststollenDer Stollen gehört genau wie Plätzchen oder Lebkuchen zu den beliebten Weihnachtsgebäcken. Doch woher kommt der Stollen eigentlich und was ist der Unterschied zwischen einem Christstollen und einem Stollen?

Als Stollen wird ein Kuchen aus schwerem Hefeteig bezeichnet, der meist eine längliche Form hat. Zudem ist der Teig oft mit Trockenfrüchten wie etwa Sultaninen und etwas Zitronat und Orangeat  versehen und mit Puderzucker gestaubt. Der Stollen wird überwiegend in der Advents- sowie Weihnachtszeit gebacken und als Christstollen oder Weihnachtsstollen bezeichnet.  Der Unterschied zwischen einem Stollen und einem Christstollen beschränkt sich auf den Namen des Gebäcks. Die Rezeptur sowie die Zubereitung unterscheiden sich in keinster Weise!

Einer der ersten Belege für die Herstellung eines Stollens stammt aus dem Jahre 1730. Dieses dort beschriebene Gebäck ist von der Rezeptur dem Stollen, wie wir ihn heute kennen, sehr ähnlich. Er wurde anlässlich einer Truppenschau in Zeithain gebacken und dort an die sächsischen Truppen verteilt. Den Berichten zufolge soll das Gebäck rund 13 Ellen (ca. 6 Meter) lang gewesen sein. Der Teig soll aus 18 Scheffeln Mehl, 4920 Eiern, 3 Tonnen Milch, 1 Tonne Hefe und 1 Tonne Butter zubereitet worden sein. Zucker, Rosinen, Gewürze oder Mandeln werden nicht als Zutaten erwähnt und wurden wohl erst später in die Rezeptur mit aufgenommen.

ChriststollenDie Rezeptur von damals wurde im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert und somit entstanden verschiedene Variationen des Stollens, wie zum Beispiel Mandelstollen, Marzipanstollen, Mohnstollen, Nusstollen, Butterstollen und Quarkstollen. Beim Butterstollen wird fast gänzlich auf Trockenfrüchte verzichtet, Zitronat und Orangeat hingegen werden verwendet. Die Hauptzutat des Quarkstollens ist – wie der Name schon sagt – Quark. Dieser ist dadurch besonders saftig und wird oftmals mit in Rum getränkten Rosinen verfeinert.

Damit der Stollen lange frisch bleibt empfehlen wir, ihn in ein Leintuch einzuwickeln oder in einer Blechdose aufzubewahren. Somit entsteht kein Schimmel und Sie können mit Ihren Liebsten auch am Weihnachtsabend ein leckeres Stück Stollen genießen.

Weihnachtsmärkte – die Geschichte einer Tradition

WeihnachtsmarktWeihnachten rückt mit großen Schritten näher und die Weihnachtsmärkte haben gerade Hochsaison. Für viele zählt der jährliche Weihnachtsmarktbesuch zu den Weihnachtstraditionen dazu. Doch wer kam auf die Idee, einen Weihnachtsmarkt abzuhalten?

Im 14. Jahrhundert entstand der Brauch, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände auf dem Markt zu errichten und dort Produkte für das Weihnachtsfest zu verkaufen. Zudem gab es auch damals schon Stände, die Nüsse, Mandeln und geröstete Kastanien anboten.
Erst seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Weihnachtsmärkte feste Bestandteile des vorweihnachtlichen Brauchtums und sind heute nicht mehr wegzudenken.

LebkuchenDer wohl bekannteste Weihnachtsmarkt Deutschlands ist der Nürnberger Christkindlesmarkt. Mit über 2 Millionen Besuchern jährlich ist er zudem einer der größten Weihnachtsmärkte hierzulande und weltweit bekannt. Vor allem in Japan scheint der Nürnberger Christkindlesmarkt besonders populär zu sein, denn mit über 7000 Touristen sind die Japaner die größte ausländische Besuchergruppe.
Ungefähr 200 Händler bieten jährlich ihre Waren an, besonders bekannt sind die Nürnberger Lebkuchen sowie die Nürnberger Zwetschgenmännchen. Um die weihnachtliche Atmosphäre nicht zu stören, sind in Nürnberg Tannengirlanden aus Plastik zur Dekoration des Standes verboten.

Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt hingegen ist der Christkindlmarkt am Marienplatz in München. Er wurde 1310 als „Nikolausmarkt“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt und wurde 1806 zum Christkindlmarkt umbenannt. Mit ca. 140 Ständen lockt er pro Jahr im Schnitt 3 Millionen Besucher aus aller Welt nach München. Eine der größten Attraktionen ist der fast 30 Meter hohe Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, der mit rund 2500 Lichtern geschmückt wird. Dieser wird jedes Jahr von einem anderen Ort aus Deutschland, Italien oder Österreich gespendet. Die Wartezeiten hierfür betragen mittlerweile mehrere Jahre.

StollenDoch auch der Dresdener Striezelmarkt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er wurde 1434 erstmals erwähnt und findet in diesem Jahr zum 581. Mal statt. Der Name des Marktes leitet sich vom Dresdner Stollen ab, der in der Region als Striezel bezeichnet wird. Jährlich besuchen rund 2,5 Millionen Besucher den Markt, auf dem ca. 230 Händler ihre Waren anbieten. Zudem steht in Dresden mit 14,62 Meter die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide, die 1999 ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen wurde.

Die Auswahl an Weihnachtsmärkten ist groß und vielleicht ist ja auch in Ihrer Nähe ein Weihnachtsmarkt, der seit mehreren hundert Jahren Bestand hat. Wie auch immer Sie Ihre Adventszeit verbringen, wir von EDNA wünschen Ihnen eine besinnliche und ruhige Vorweihnachtszeit.

Wer knuspert an meinem Häuschen?

Die Lebkuchen stehen schon in den Verkaufsregalen und so langsam macht sich die Weihnachtsstimmung bemerkbar. Was da für viele nicht fehlen darf, ist ein herrlich duftendes Lebkuchenhaus.  Wer das Lebkuchenhaus erfunden hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Art. 54636 Lebkuchenhaus "Nikolaus"

Art. 54636 Lebkuchenhaus „Nikolaus“

Man geht allerdings davon aus, dass der Erfinder sich vom Märchen „Hänsel und Gretel“ inspirieren hat lassen. Das Märchen wurde 1812 von den Gebrüdern Grimm veröffentlicht. Somit könnte das Lebkuchenhaus schon vor gut 200 Jahren gebacken worden sein.  Die ersten Honigkuchen wurden um 350 v. Chr. zum ersten Mal schriftlich erfasst und seitdem immer weiter verfeinert.  Der Grundstein für das Lebkuchenhaus wurde somit schon viel früher gelegt.
Die traditionellen Lebkuchenhäuser werden aus Honiglebkuchen gebacken. Dieser besteht aus Mehl, Honig, Zucker, Wasser und den typischen Lebkuchengewürzen wie z. B. Zimt, Ingwer oder Koriander. Um die Lebkuchenplatten miteinander zu verbinden, werden Puderzucker, Zitronensaft und geschlagenes Eiweiß vermischt und als „Kleber“ verwendet. Damit kann auch die Deko für das Häuschen befestigt werden. Neben Zuckerguss sind Gummibärchen, Schokolinsen, Zuckerstangen und Lakritz als süße Dekoration äußerst beliebt.
Früher wurden Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit verzehrt. In der Fastenzeit dienten Lebkuchen zusammen mit starkem Bier als kräftigende Nahrung.  Die Nürnberger Lebkuchen sind bis heute die bekanntesten Lebkuchen und blicken auf eine lange Geschichte zurück. 1395 wurden sie erstmals schriftlich erwähnt und sind heute weltbekannt. Ziemlich bekannt ist auch ein besonderes Lebkuchenhaus. Das größte Lebkuchenhaus der Welt wurde 2014 aus über 1500 Kilo Honigkuchen gebaut. Am Bau waren 40 Konditoren, Bäcker und Schreiner beteiligt. In 500 Stunden Arbeit wurde das riesige Haus erbaut. Mit solchen Maßen können wir zwar nicht mithalten, aber dennoch haben wir einige Leckereien aus Lebkuchen für Sie im Angebot.