11. Dezember 2018

Sündhaft köstlich | Voll fruchtig #3

„Kinder ratet, was im Ofen bratet …“ – so beginnt ein Gedicht, das um 1900 verfasst wurde. Gemeint ist hierbei nicht der Sonntagsbraten sondern – was könnte es zur Adventszeit anderes sein: der Bratapfel! Er ist mit einer Füllung aus Nüssen und Marzipan schnell gemacht und ein leckeres Dessert zu Weihnachten.

Christliches Symbol

Abgesehen vom herrlichen Duft, der den ganzen Raum erfüllt und sentimentale Gefühle in uns weckt, steckt für das Christentum eine tiefere Bedeutung im „Symbol“ Apfel. So wurde Adam seinerzeit nicht nur von Eva mit einer solchen Frucht im Paradies verführt. Einer Legende nach legte eine alte Frau einen Apfel als Symbol für die Sünden der Welt dem Erlöser neben die Krippe. Jesus lächelte und die Frau (Eva) nickte erleichtert. So wurde der Apfel ein Zeichen für die Hoffnung auf Erlösung. Im Mittelalter wurden dann Paradiesspiele kurz vor Weihnachten aufgeführt – natürlich mit einem Baum, von dem Eva eine Apfel pflücken konnte. Der Baum wanderte allmählich in die Häuser und aus den Äpfeln, die neben anderen Leckereien am Baum hingen, wurden die Christbaumkugeln.

Auf die Sorte kommt es an

Ob man um Christi Geburt schon Bratäpfel kannte ist anzuzweifeln. Auch, ob es damals schon eine so große Auswahl an Apfelsorten gab. Denn wer es schon mal ausprobiert hat, weiß, dass nicht jede Sorte dafür geeignet ist. Am besten verwendet man Boskop. Er wird wegen seiner rauhen, bräunlichen Schale auch Lederapfel genannt und verwandelt sich im Ofen in eine süß-säuerlich musige Konsistenz.

Eine Sünde wert

Weil Bratapfel so lecker ist, findet man ihn an Weihnachten auch in verschiedenem Gebäck wie Stollen, Muffins und Kuchen. Für den puren Genuss setzt man ihn allerdings heiß dampfend direkt auf einen Spiegel aus Vanillesoße mit einer Kugel Eis.

Mit was füllen Sie Ihre Bratäpfel? Schreiben Sie uns – wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Heiße Seelenwärmer für kalte Tage

Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es nichts Schöneres, als ein leckeres und frisch gebrühtes Heißgetränk. Egal ob unterwegs, in der Arbeit oder zu Hause – Tee, Trinkschokoladen und Kaffee haben von November bis Februar Hochsaison. Besonders in der Adventszeit sind vor allem Punsch, Glühwein und die traditionelle Feuerzangenbowle absolute Spitzenreiter. Wussten Sie, dass die Deutschen pro Jahr ungefähr 40 Millionen Liter Glühwein trinken?

Damit Sie Ihren Gästen und Kunden ein einzigartiges Geschmackserlebnis bieten können, haben wir uns passend zur winterlichen Jahreszeit auf die Suche nach etwas ganz Besonderem für Sie gemacht. Unser Tipp: Bratapfel-Punsch

Punsch

Genuss zur kalten Jahreszeit

Sie benötigen:

  • 1,5 L Apfelsaft
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Nelken
  • 2 Zimtstange
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 Zitrone
  • 2 Äpfel

Zubereitung:
Den Apfelsaft langsam in einem Topf aufkochen lassen. Währenddessen Vanilleschote ausschaben. Mark, Schote, Nelken, Zimtstangen, brauner Zucker sowie Schale der Zitrone hinzugeben und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Kurz vor Ende der Garzeit Äpfel waschen, in kleine Würfel schneiden und in den Topf geben. Nach Belieben mit braunem Zucker abschmecken.

Der Stollen – alle Jahre wieder ein Genuss

ChriststollenDer Stollen gehört genau wie Plätzchen oder Lebkuchen zu den beliebten Weihnachtsgebäcken. Doch woher kommt der Stollen eigentlich und was ist der Unterschied zwischen einem Christstollen und einem Stollen?

Als Stollen wird ein Kuchen aus schwerem Hefeteig bezeichnet, der meist eine längliche Form hat. Zudem ist der Teig oft mit Trockenfrüchten wie etwa Sultaninen und etwas Zitronat und Orangeat  versehen und mit Puderzucker gestaubt. Der Stollen wird überwiegend in der Advents- sowie Weihnachtszeit gebacken und als Christstollen oder Weihnachtsstollen bezeichnet.  Der Unterschied zwischen einem Stollen und einem Christstollen beschränkt sich auf den Namen des Gebäcks. Die Rezeptur sowie die Zubereitung unterscheiden sich in keinster Weise!

Einer der ersten Belege für die Herstellung eines Stollens stammt aus dem Jahre 1730. Dieses dort beschriebene Gebäck ist von der Rezeptur dem Stollen, wie wir ihn heute kennen, sehr ähnlich. Er wurde anlässlich einer Truppenschau in Zeithain gebacken und dort an die sächsischen Truppen verteilt. Den Berichten zufolge soll das Gebäck rund 13 Ellen (ca. 6 Meter) lang gewesen sein. Der Teig soll aus 18 Scheffeln Mehl, 4920 Eiern, 3 Tonnen Milch, 1 Tonne Hefe und 1 Tonne Butter zubereitet worden sein. Zucker, Rosinen, Gewürze oder Mandeln werden nicht als Zutaten erwähnt und wurden wohl erst später in die Rezeptur mit aufgenommen.

ChriststollenDie Rezeptur von damals wurde im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert und somit entstanden verschiedene Variationen des Stollens, wie zum Beispiel Mandelstollen, Marzipanstollen, Mohnstollen, Nusstollen, Butterstollen und Quarkstollen. Beim Butterstollen wird fast gänzlich auf Trockenfrüchte verzichtet, Zitronat und Orangeat hingegen werden verwendet. Die Hauptzutat des Quarkstollens ist – wie der Name schon sagt – Quark. Dieser ist dadurch besonders saftig und wird oftmals mit in Rum getränkten Rosinen verfeinert.

Damit der Stollen lange frisch bleibt empfehlen wir, ihn in ein Leintuch einzuwickeln oder in einer Blechdose aufzubewahren. Somit entsteht kein Schimmel und Sie können mit Ihren Liebsten auch am Weihnachtsabend ein leckeres Stück Stollen genießen.

Weihnachtsmärkte – die Geschichte einer Tradition

WeihnachtsmarktWeihnachten rückt mit großen Schritten näher und die Weihnachtsmärkte haben gerade Hochsaison. Für viele zählt der jährliche Weihnachtsmarktbesuch zu den Weihnachtstraditionen dazu. Doch wer kam auf die Idee, einen Weihnachtsmarkt abzuhalten?

Im 14. Jahrhundert entstand der Brauch, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände auf dem Markt zu errichten und dort Produkte für das Weihnachtsfest zu verkaufen. Zudem gab es auch damals schon Stände, die Nüsse, Mandeln und geröstete Kastanien anboten.
Erst seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Weihnachtsmärkte feste Bestandteile des vorweihnachtlichen Brauchtums und sind heute nicht mehr wegzudenken.

LebkuchenDer wohl bekannteste Weihnachtsmarkt Deutschlands ist der Nürnberger Christkindlesmarkt. Mit über 2 Millionen Besuchern jährlich ist er zudem einer der größten Weihnachtsmärkte hierzulande und weltweit bekannt. Vor allem in Japan scheint der Nürnberger Christkindlesmarkt besonders populär zu sein, denn mit über 7000 Touristen sind die Japaner die größte ausländische Besuchergruppe.
Ungefähr 200 Händler bieten jährlich ihre Waren an, besonders bekannt sind die Nürnberger Lebkuchen sowie die Nürnberger Zwetschgenmännchen. Um die weihnachtliche Atmosphäre nicht zu stören, sind in Nürnberg Tannengirlanden aus Plastik zur Dekoration des Standes verboten.

Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt hingegen ist der Christkindlmarkt am Marienplatz in München. Er wurde 1310 als „Nikolausmarkt“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt und wurde 1806 zum Christkindlmarkt umbenannt. Mit ca. 140 Ständen lockt er pro Jahr im Schnitt 3 Millionen Besucher aus aller Welt nach München. Eine der größten Attraktionen ist der fast 30 Meter hohe Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, der mit rund 2500 Lichtern geschmückt wird. Dieser wird jedes Jahr von einem anderen Ort aus Deutschland, Italien oder Österreich gespendet. Die Wartezeiten hierfür betragen mittlerweile mehrere Jahre.

StollenDoch auch der Dresdener Striezelmarkt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er wurde 1434 erstmals erwähnt und findet in diesem Jahr zum 581. Mal statt. Der Name des Marktes leitet sich vom Dresdner Stollen ab, der in der Region als Striezel bezeichnet wird. Jährlich besuchen rund 2,5 Millionen Besucher den Markt, auf dem ca. 230 Händler ihre Waren anbieten. Zudem steht in Dresden mit 14,62 Meter die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide, die 1999 ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen wurde.

Die Auswahl an Weihnachtsmärkten ist groß und vielleicht ist ja auch in Ihrer Nähe ein Weihnachtsmarkt, der seit mehreren hundert Jahren Bestand hat. Wie auch immer Sie Ihre Adventszeit verbringen, wir von EDNA wünschen Ihnen eine besinnliche und ruhige Vorweihnachtszeit.

Wer knuspert an meinem Häuschen?

Die Lebkuchen stehen schon in den Verkaufsregalen und so langsam macht sich die Weihnachtsstimmung bemerkbar. Was da für viele nicht fehlen darf, ist ein herrlich duftendes Lebkuchenhaus.  Wer das Lebkuchenhaus erfunden hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Art. 54636 Lebkuchenhaus "Nikolaus"

Art. 54636 Lebkuchenhaus „Nikolaus“

Man geht allerdings davon aus, dass der Erfinder sich vom Märchen „Hänsel und Gretel“ inspirieren hat lassen. Das Märchen wurde 1812 von den Gebrüdern Grimm veröffentlicht. Somit könnte das Lebkuchenhaus schon vor gut 200 Jahren gebacken worden sein.  Die ersten Honigkuchen wurden um 350 v. Chr. zum ersten Mal schriftlich erfasst und seitdem immer weiter verfeinert.  Der Grundstein für das Lebkuchenhaus wurde somit schon viel früher gelegt.
Die traditionellen Lebkuchenhäuser werden aus Honiglebkuchen gebacken. Dieser besteht aus Mehl, Honig, Zucker, Wasser und den typischen Lebkuchengewürzen wie z. B. Zimt, Ingwer oder Koriander. Um die Lebkuchenplatten miteinander zu verbinden, werden Puderzucker, Zitronensaft und geschlagenes Eiweiß vermischt und als „Kleber“ verwendet. Damit kann auch die Deko für das Häuschen befestigt werden. Neben Zuckerguss sind Gummibärchen, Schokolinsen, Zuckerstangen und Lakritz als süße Dekoration äußerst beliebt.
Früher wurden Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit verzehrt. In der Fastenzeit dienten Lebkuchen zusammen mit starkem Bier als kräftigende Nahrung.  Die Nürnberger Lebkuchen sind bis heute die bekanntesten Lebkuchen und blicken auf eine lange Geschichte zurück. 1395 wurden sie erstmals schriftlich erwähnt und sind heute weltbekannt. Ziemlich bekannt ist auch ein besonderes Lebkuchenhaus. Das größte Lebkuchenhaus der Welt wurde 2014 aus über 1500 Kilo Honigkuchen gebaut. Am Bau waren 40 Konditoren, Bäcker und Schreiner beteiligt. In 500 Stunden Arbeit wurde das riesige Haus erbaut. Mit solchen Maßen können wir zwar nicht mithalten, aber dennoch haben wir einige Leckereien aus Lebkuchen für Sie im Angebot.