18. November 2017

Heiße Seelenwärmer für kalte Tage

Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es nichts Schöneres, als ein leckeres und frisch gebrühtes Heißgetränk. Egal ob unterwegs, in der Arbeit oder zu Hause – Tee, Trinkschokoladen und Kaffee haben von November bis Februar Hochsaison. Besonders in der Adventszeit sind vor allem Punsch, Glühwein und die traditionelle Feuerzangenbowle absolute Spitzenreiter. Wussten Sie, dass die Deutschen pro Jahr ungefähr 40 Millionen Liter Glühwein trinken?

Damit Sie Ihren Gästen und Kunden ein einzigartiges Geschmackserlebnis bieten können, haben wir uns passend zur winterlichen Jahreszeit auf die Suche nach etwas ganz Besonderem für Sie gemacht. Unser Tipp: Bratapfel-Punsch

Punsch

Genuss zur kalten Jahreszeit

Sie benötigen:

  • 1,5 L Apfelsaft
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Nelken
  • 2 Zimtstange
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 Zitrone
  • 2 Äpfel

Zubereitung:
Den Apfelsaft langsam in einem Topf aufkochen lassen. Währenddessen Vanilleschote ausschaben. Mark, Schote, Nelken, Zimtstangen, brauner Zucker sowie Schale der Zitrone hinzugeben und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Kurz vor Ende der Garzeit Äpfel waschen, in kleine Würfel schneiden und in den Topf geben. Nach Belieben mit braunem Zucker abschmecken.

Der Stollen – alle Jahre wieder ein Genuss

ChriststollenDer Stollen gehört genau wie Plätzchen oder Lebkuchen zu den beliebten Weihnachtsgebäcken. Doch woher kommt der Stollen eigentlich und was ist der Unterschied zwischen einem Christstollen und einem Stollen?

Als Stollen wird ein Kuchen aus schwerem Hefeteig bezeichnet, der meist eine längliche Form hat. Zudem ist der Teig oft mit Trockenfrüchten wie etwa Sultaninen und etwas Zitronat und Orangeat  versehen und mit Puderzucker gestaubt. Der Stollen wird überwiegend in der Advents- sowie Weihnachtszeit gebacken und als Christstollen oder Weihnachtsstollen bezeichnet.  Der Unterschied zwischen einem Stollen und einem Christstollen beschränkt sich auf den Namen des Gebäcks. Die Rezeptur sowie die Zubereitung unterscheiden sich in keinster Weise!

Einer der ersten Belege für die Herstellung eines Stollens stammt aus dem Jahre 1730. Dieses dort beschriebene Gebäck ist von der Rezeptur dem Stollen, wie wir ihn heute kennen, sehr ähnlich. Er wurde anlässlich einer Truppenschau in Zeithain gebacken und dort an die sächsischen Truppen verteilt. Den Berichten zufolge soll das Gebäck rund 13 Ellen (ca. 6 Meter) lang gewesen sein. Der Teig soll aus 18 Scheffeln Mehl, 4920 Eiern, 3 Tonnen Milch, 1 Tonne Hefe und 1 Tonne Butter zubereitet worden sein. Zucker, Rosinen, Gewürze oder Mandeln werden nicht als Zutaten erwähnt und wurden wohl erst später in die Rezeptur mit aufgenommen.

ChriststollenDie Rezeptur von damals wurde im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert und somit entstanden verschiedene Variationen des Stollens, wie zum Beispiel Mandelstollen, Marzipanstollen, Mohnstollen, Nusstollen, Butterstollen und Quarkstollen. Beim Butterstollen wird fast gänzlich auf Trockenfrüchte verzichtet, Zitronat und Orangeat hingegen werden verwendet. Die Hauptzutat des Quarkstollens ist – wie der Name schon sagt – Quark. Dieser ist dadurch besonders saftig und wird oftmals mit in Rum getränkten Rosinen verfeinert.

Damit der Stollen lange frisch bleibt empfehlen wir, ihn in ein Leintuch einzuwickeln oder in einer Blechdose aufzubewahren. Somit entsteht kein Schimmel und Sie können mit Ihren Liebsten auch am Weihnachtsabend ein leckeres Stück Stollen genießen.

Weihnachtsmärkte – die Geschichte einer Tradition

WeihnachtsmarktWeihnachten rückt mit großen Schritten näher und die Weihnachtsmärkte haben gerade Hochsaison. Für viele zählt der jährliche Weihnachtsmarktbesuch zu den Weihnachtstraditionen dazu. Doch wer kam auf die Idee, einen Weihnachtsmarkt abzuhalten?

Im 14. Jahrhundert entstand der Brauch, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände auf dem Markt zu errichten und dort Produkte für das Weihnachtsfest zu verkaufen. Zudem gab es auch damals schon Stände, die Nüsse, Mandeln und geröstete Kastanien anboten.
Erst seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Weihnachtsmärkte feste Bestandteile des vorweihnachtlichen Brauchtums und sind heute nicht mehr wegzudenken.

LebkuchenDer wohl bekannteste Weihnachtsmarkt Deutschlands ist der Nürnberger Christkindlesmarkt. Mit über 2 Millionen Besuchern jährlich ist er zudem einer der größten Weihnachtsmärkte hierzulande und weltweit bekannt. Vor allem in Japan scheint der Nürnberger Christkindlesmarkt besonders populär zu sein, denn mit über 7000 Touristen sind die Japaner die größte ausländische Besuchergruppe.
Ungefähr 200 Händler bieten jährlich ihre Waren an, besonders bekannt sind die Nürnberger Lebkuchen sowie die Nürnberger Zwetschgenmännchen. Um die weihnachtliche Atmosphäre nicht zu stören, sind in Nürnberg Tannengirlanden aus Plastik zur Dekoration des Standes verboten.

Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt hingegen ist der Christkindlmarkt am Marienplatz in München. Er wurde 1310 als „Nikolausmarkt“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt und wurde 1806 zum Christkindlmarkt umbenannt. Mit ca. 140 Ständen lockt er pro Jahr im Schnitt 3 Millionen Besucher aus aller Welt nach München. Eine der größten Attraktionen ist der fast 30 Meter hohe Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, der mit rund 2500 Lichtern geschmückt wird. Dieser wird jedes Jahr von einem anderen Ort aus Deutschland, Italien oder Österreich gespendet. Die Wartezeiten hierfür betragen mittlerweile mehrere Jahre.

StollenDoch auch der Dresdener Striezelmarkt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er wurde 1434 erstmals erwähnt und findet in diesem Jahr zum 581. Mal statt. Der Name des Marktes leitet sich vom Dresdner Stollen ab, der in der Region als Striezel bezeichnet wird. Jährlich besuchen rund 2,5 Millionen Besucher den Markt, auf dem ca. 230 Händler ihre Waren anbieten. Zudem steht in Dresden mit 14,62 Meter die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide, die 1999 ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen wurde.

Die Auswahl an Weihnachtsmärkten ist groß und vielleicht ist ja auch in Ihrer Nähe ein Weihnachtsmarkt, der seit mehreren hundert Jahren Bestand hat. Wie auch immer Sie Ihre Adventszeit verbringen, wir von EDNA wünschen Ihnen eine besinnliche und ruhige Vorweihnachtszeit.

Wer knuspert an meinem Häuschen?

Die Lebkuchen stehen schon in den Verkaufsregalen und so langsam macht sich die Weihnachtsstimmung bemerkbar. Was da für viele nicht fehlen darf, ist ein herrlich duftendes Lebkuchenhaus.  Wer das Lebkuchenhaus erfunden hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Art. 54636 Lebkuchenhaus "Nikolaus"

Art. 54636 Lebkuchenhaus „Nikolaus“

Man geht allerdings davon aus, dass der Erfinder sich vom Märchen „Hänsel und Gretel“ inspirieren hat lassen. Das Märchen wurde 1812 von den Gebrüdern Grimm veröffentlicht. Somit könnte das Lebkuchenhaus schon vor gut 200 Jahren gebacken worden sein.  Die ersten Honigkuchen wurden um 350 v. Chr. zum ersten Mal schriftlich erfasst und seitdem immer weiter verfeinert.  Der Grundstein für das Lebkuchenhaus wurde somit schon viel früher gelegt.
Die traditionellen Lebkuchenhäuser werden aus Honiglebkuchen gebacken. Dieser besteht aus Mehl, Honig, Zucker, Wasser und den typischen Lebkuchengewürzen wie z. B. Zimt, Ingwer oder Koriander. Um die Lebkuchenplatten miteinander zu verbinden, werden Puderzucker, Zitronensaft und geschlagenes Eiweiß vermischt und als „Kleber“ verwendet. Damit kann auch die Deko für das Häuschen befestigt werden. Neben Zuckerguss sind Gummibärchen, Schokolinsen, Zuckerstangen und Lakritz als süße Dekoration äußerst beliebt.
Früher wurden Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit verzehrt. In der Fastenzeit dienten Lebkuchen zusammen mit starkem Bier als kräftigende Nahrung.  Die Nürnberger Lebkuchen sind bis heute die bekanntesten Lebkuchen und blicken auf eine lange Geschichte zurück. 1395 wurden sie erstmals schriftlich erwähnt und sind heute weltbekannt. Ziemlich bekannt ist auch ein besonderes Lebkuchenhaus. Das größte Lebkuchenhaus der Welt wurde 2014 aus über 1500 Kilo Honigkuchen gebaut. Am Bau waren 40 Konditoren, Bäcker und Schreiner beteiligt. In 500 Stunden Arbeit wurde das riesige Haus erbaut. Mit solchen Maßen können wir zwar nicht mithalten, aber dennoch haben wir einige Leckereien aus Lebkuchen für Sie im Angebot.

Bratapfelgeschichten aus dem Landcafé

„Apfel, Nuss und Mandelkern mögen alle Kinder gern“, heißt es in einem volkstümlichen Adventsgedicht. Tatsächlich sind Äpfel untrennbar mit der Weihnachtszeit und dem beginnenden neuen Jahr verbunden. Und das hat seinen  gutem Grund…

Bratapfel

Bratapfel

„Wolli, könntest Du bitte die Menükarte für Silvester schreiben?“, ruft mir meine Mutter zu als ich die Küche verlassen und mich in mein Büro zurückziehen will. Ach ja, das Silvestermenü. Vor sechs Wochen hat sie uns erstmals mit ihrer Idee, am Silvesterabend Familienmitglieder und Freunde zu einem großen, festlichen Silvesterdinner ins Landcafe einzuladen, konfrontiert. Mein Vater und ich waren von diesem Plan wenig begeistert, trotzdem haben wir die zukünftige Gastgeberin nicht mehr umstimmen können. Bereits am nächsten Tag hat sie voller Vorfreude mit den ersten Vorbereitungen begonnen, die Tischdekoration für die Festtafel entworfen und die Speiseabfolge des 5-Gänge-Menüs festgelegt.

Nein Mutter, das ist nicht dein Ernst!

Widerwillig nehme ich einige der edlen, einfarbig weißen Menükarten aus der Schutzhülle,  öffne den Federhalter und fülle die schwarze Tinte in das Reservoir. „Rotes Paprikaschaumsüppchen mit Vanille“ lese ich auf dem handgeschriebenen Notizzettel, den mir meine Mutter in der Küche noch rasch in die Hand gedrückt hat. Auch der Hauptgang des Festmenüs klingt wie ein Gedicht: Entenbrust auf Orangenjuice an püriertem Rahmsellerie. Beinahe bieder und gewöhnlich wirkt dagegen die Nachspeise des opulenten Silvestermenüs: Vanilleeis mit heißen Kirschen. Nein Mutter, das ist nicht dein Ernst! Kurz entschlossen greife ich in das Bücherregal, ziehe ein Rezeptbuch mit Dessertideen heraus und beginne ratlos darin zu blättern.

Zu üppig, zu aufwändig zu bieder…

Doch so sehr ich auch auf einen Geistesblitz hoffe, keine der Dessertvorschläge trifft ins Schwarze. An allen Kreationen habe ich etwas auszusetzen. Eine Nachspeise erscheint mir zu süß, die nächste zu üppig, eine dritte Dessertidee ist aufwändig und benötigt sehr viel Vorbereitungszeit. Frustriert lege ich das Buch zur Seite und beschließe in die Küche zu gehen und mir ein Stück Weihnachtsstollen zu holen.

„Kinder lauft schneller,
holt einen Teller, holt eine Gabel
und sperrt auf den Schnabel!
Für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel, den goldbraunen Apfel“,

Bratapfelplunder

Bratapfelplunder
Art. 8201310

wiederholt meine fünfjährige Nichte gedankenversunken, während sie an dem großen, schweren Küchentisch sitzt und malt. Ruckartig bleibe ich auf der Türschwelle stehen. Das ist sie! Das ist die perfekte Dessertidee für Mutters Silvestermenü! Hektisch drehe ich mich auf dem Absatz um, stürme die Treppe hinauf und lasse mich auf meinen Bürostuhl fallen. Vergessen sind Kaffee und Stollen, nun hat auch mich das Menüfieber gepackt. Dabei sehe ich ihn gedanklich schon vor mir, den goldbraun karamellisierten Bratapfel, gefüllt mit einer Mischung aus zerkleinerten Spekulatius oder Lebkuchen, Nüssen, Mandeln, Orangenstückchen, ein wenig Marzipan, etwas Vanille und einem Hauch Zimt. Anrichten werde ich die Äpfel auf einem Spiegel aus kräftiger, dunkler Schokolade, verfeinert mit einem Hauch Chili.  Das Dekor der Bratäpfel wird aus einem feinen Schokoladentopping, etwas Goldflitter und kleinen, aus Schokolade geformten Hufeisen und Kleeblättern bestehen.

Äpfel waren ein Privileg der Reichen

„Apfel, Nuss und Mandelkern mögen alle Kinder gern“, heißt es in einem volkstümlichen Adventsgedicht. Tatsächlich ist der Apfel die älteste kultivierte Frucht der

Bratapfel

Bratapfel

Menschheit. Die ersten Apfelbäume wuchsen vor etwa 10.000 Jahren im heutigen Zentral- und Westasien. Kaufleute brachten die einst holzigen und sauren Äpfel von ihren Handelsreisen mit nach Europa. Im Jahr 813 v. Chr. ließ Kaiser Karl der Große auf seinen italienischen Landgütern die ersten Apfelbäume anpflanzen. Wenige Jahre später waren die Obstbäume auch in den mittelalterlichen Klostergärten weit verbreitet. Der Genuss von Äpfeln blieb jedoch lange Zeit der reichen, gebildeten und einflussreichen Bevölkerung vorbehalten. So ist es zu erklären, dass der Apfel bis heute Macht, Reichtum, Liebe und Fruchtbarkeit symbolisiert.

Schon der heilige Nikolaus brachte am Weihnachtsabend Äpfel und Nüsse

Für die weniger privilegierte, oft Not leidende Bevölkerung war der Apfel ein Hoffnungszeichen und stand für die Überwindung der Armut und den Aufbruch in ein besseres, sorgenfreies Leben. Daher ist auch die Geschichte des heiligen Nikolaus eng mit Äpfeln verknüpft. Er soll jedes Jahr zur Weihnachtszeit durch die Stadt Myra gezogen sein und vergoldete Nüsse und Äpfel vor die Türen der Armen gelegt haben. So entstand vermutlich die enge Verbindung zwischen den Äpfeln und Weihnachten.

Äpfel bringen Glück, Wohlstand und Gesundheit. Diese Überzeugung hat sich bis heute gehalten. So ist es in vielen Regionen Deutschlands noch immer Brauch am Heiligabend einen Apfel oder ein Apfelgericht zu essen. In Nordrhein-Westfalen werden traditionell am Weihnachtsabend Äpfel verschenkt. Wichtig ist, dass die Beschenkten ihre Glücksäpfel sofort nach dem Erhalt verzehren. Nur dann lassen Wohlstand, Glück und Gesundheit im neuen Jahr nicht lange auf sich warten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2014!

Von Kardamom bis Zimt – Wollis Reise in die Welt der Lebkuchengewürze

Wie wäre es mit einem Orangen-Spekulatius-Dessert? Oder soll ich doch ein winterliches Tiramisu mit Lebkuchen und Orangen auf die Karte setzen? Leicht ist sie nicht, die Suche nach dem besten Winterdessert

Gewürzmischung

Gewürzmischung

„Wolli!“ Energisch hallt die Stimme meiner Mutter aus der Küche des Landcafés. „Was ist denn jetzt passiert“, denke ich und springe von meinem Bürostuhl auf. „Stell dir vor, wir haben bereits fünf Aufträge für die Ausrichtung von Weihnachtsfeiern erhalten“, ruft mir meine Mutter freudig zu und schwenkt übermütig unseren Terminkalender. „Jetzt schon?“, frage ich ungläubig, „wir haben doch erst Anfang November!“ „Was heißt hier erst?“, entgegnet die Wächterin unserer Termine. „In drei Wochen feiern wir den ersten Advent. Es wird dringend Zeit, dass Du winterliche Desserts auf unsere Speisekarte setzt“, mahnt meine Mutter.

Sommergenuss ade!

Und so sitze ich wenig später in meinem Büro und nehme wehmütig Abschied vom Sommer. Ade ihr kühlen Fruchtsorbets, leckeren Erdbeer-Trifles, köstlichen Beerenobst-Kompositionen und erfrischenden Obstsalate. Bis nächstes Jahr!
Besonders lange hält meine Abschiedsmelancholie allerdings nicht an, dazu sind die Aromen des Winters viel zu verlockend: fruchtige Orangen, mild-würzige Vanille, aromatische Gewürznelken, fruchtig-scharfer Ingwer oder der nach Lakritz duftende Sternanis. Unverzichtbare Winter- und Weihnachtsboten sind vor allem Zimt und Kardamom.

Im Schatten der Tropenbäume

Kardamom

Kardamom

Der grüne Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist ursprünglich in den tropischen Bergwäldern Süd-Indiens und Sri Lankas zu Hause. Da die etwa 2,5 Meter hohe Pflanze besonders gut im Schatten großer Tropenbäume gedeiht, gehören auch die Ausläufer der Urwälder Malaysias, Papua-Neuguineas, Kambodschas, Tansanias und Guatemalas zu den bedeutenden Kardamom-Anbaugebieten. Kardamom zählt zu den ältesten und wertvollsten Gewürzen der Menschheit. Seine Verbreitung ist eng mit dem Warenaustausch zwischen Asien, der arabischen Halbinsel und dem heutigen Europa verknüpft. Schon die alten Babylonier (2.000 Jahre v. Chr.) brachten Kardamomsamen aus den Gewürzregionen Asiens in das damalige Mesopotamien und machten sie als Würz- und Heilmittel in ihrer Heimat bekannt. Später zogen immer mehr Karawanen auf den alten Handelswegen, die Asien mit der arabischen Halbinsel verbanden. Durch diese Warenströme breitete sich Kardamom rasch in den arabischen Ländern aus und gelangte schließlich ab dem 12. Jahrhundert über Süditalien auch nach Mittel- und Nordeuropa.

Klein und kostbar

Da sich das wertvolle Kardamomöl ausschließlich in den Samenkörnern befindet, werden zunächst die Fruchtkapseln der Pflanze gesammelt und getrocknet. Während der Trocknungsphase reißen die Kapseln auf und entlassen jeweils 20 kleine, unscheinbare Samenkörner. Meist werden diese Körner sofort vermahlen. Um jedoch das leicht flüchtige Kardamomöl zu schützen, bringen einige Erzeuger die getrockneten Fruchtkapseln und die darin enthaltenen Kardamomsamen in den Handel. Dieses Gewürz gilt dann als besonders hochwertig.
Zimt dagegen wird nicht aus den Samen sondern aus der Rinde des Ceylon-Zimtbaumes (Cinnamomi Cortex) gewonnen. Dabei schälen die Erntehelfer eine meist dünne Schicht zwischen der Borke und der Mittelrinde jedes Zimtbaumes heraus. Diese Schicht rollt sich sofort nach dem Abtrennen zu einer schmalen Röhre zusammen. Für die bekannten Zimtstangen werden später sechs bis zehn dieser dünnen Röhren ineinandergeschoben. Weitaus häufiger kommt Zimt jedoch in gemahlener Form in den Handel.

Einst ein beliebtes Fastengebäck

Lebkuchen-Elch

Lebkuchen-Elch

In Deutschland sind Zimt und Kardamom wichtige Zutaten der schon im Mittelalter bekannten Lebkuchenbäckerei. Leb- und Pfefferkuchen waren ursprünglich kein Weihnachtsgebäck sondern galten als beliebtes Fastengebäck der Mönche. Da die Gewürzkuchen auch unter den damaligen Verhältnissen sehr lange haltbar waren, wurden sie in den Klosterbäckereien auf Vorrat gebacken und in Notzeiten an die hungernde Bevölkerung verteilt. Aus dieser Mildtätigkeit entstand vermutlich der Brauch, Lebkuchen in den entbehrungsreichen Wintermonaten und während der vorweihnachtlichen Fastenzeit zu essen. Da die Lebkuchengewürze sehr teuer und nicht auf jedem mittelalterlichen Markt erhältlich waren, konnten nur reiche Klöster, die außerdem an bedeutenden Handelsknotenpunkten lagen, die wertvollen Lebkuchengewürze erwerben. Zu ihnen gehörten insbesondere Klöster in Aachen, Nürnberg, Köln, Augsburg, Ulm und München. Die dort im Mittelalter begonnene Lebkuchentradition setzt sich bis heute fort.

Lebkuchen- vielseitiger als man denkt

Auch ich möchte an der schönen Gewürzkuchen-Tradition festhalten. Nach einigem Suchen werde ich schließlich auf eine leckere Lebkuchenmousse aufmerksam. Treffer! Genau danach habe ich gesucht! Nun brauche ich noch eine Dekorationsidee, mit deren Hilfe sich die optisch unscheinbare Mousse in eine Augenweide verwandeln lässt. Sofort fällt mir der filigrane Schokoladentropfen aus Zartbitterschokolade ein, den ich vor kurzem im EDNA Onlineshop gesehen habe. Dazu dekoriere ich noch ein paar kleine Marzipansterne und setze einige Tropfen dunkle Schokoladensauce auf den Tellerand, – fertig ist das Winterdessert! Vielversprechend klingt auch der Pfannkuchen mit Spekulatiusfüllung. Dazu gesellen sich noch eine Kugel Vanilleeis, etwas Schlagsahne, einige Tropfen Schokoladensauce und feine EDNA-Schokodekore.

Weihnachtsmarkt im Landcafé – der Countdown läuft!

Ein köstlicher Duft nach karamellisierten Mandeln dringt durch das geöffnete Fenster der Backstube in den alten Obstgarten. Verzaubert vom Geruch meiner Kindertage halte ich inne: Wenn meine Mutter ihre berühmten Florentiner-Plätzchen backt, ist Weihnachten nicht mehr fern.

Erster eigener Dorfweihnachtsmarkt

Draußen im alten Obstgarten vor dem Landcafé haben Akkuschrauber, Hammer, Sägen und Wasserwaagen das Sagen. Selbst die klirrende Kälte hat die Bewohner meines Dorfes nicht davon abgehalten, beim Aufbau des ersten ortseigenen Weihnachtsmarktes zu helfen. Die Idee, einen Advents- und Weihnachtsmarkt im alten Obstgarten vor dem Landcafé zu organisieren, ist schon vor Monaten entstanden. Jetzt, nach vielen Wochen Vorbereitungszeit hat der Countdown begonnen. Pünktlich am zweiten Adventssonntag wird unser Dorf-Weihnachtsmarkt öffnen.

Endlich, der Weihnachtsbaum steht!

Während die Frauen und Männer der freiwilligen Feuerwehr in Rekordzeit einen selbstgebauten Weihnachtsstand nach dem anderen aufbauen, mühen sich die Mitglieder des Kirchenchores redlich, die meterlangen Lichterketten in den knorrigen, schneebedeckten Apfel- und Kirschbäumen zu befestigen. Eifrig laufen Kinder zwischen den Weihnachtsständen hin und her und schmücken die Wände der rustikalen Holzbuden mit gesammelten Fichtenzweigen, Tannenzapfen und selbstgebastelten Papiergirlanden. Die zweifellos unangenehmste Aufgabe haben die Mitglieder des Schützenvereins und der Jagdgenossenschaft zu bewältigen: Schon seit über einer Stunde versuchen sie die vom Ortsbürgermeister gestiftete, zehn Meter hohe Weißtanne aufzurichten. Ein letztes Mal widersteht die Tanne den Kräften des Krans, dann ist es geschafft: Der Weihnachtsbaum steht.

Brottöpferl

Brottöpferl

Werden die Brottöpferl „Terrinette“ ihre Geschmacksprobe bestehen?

„Wolli!“, ruft meine Mutter aus der Backstube, „komm schnell, die Suppe ist fertig“. Mit vereinten Kräften tragen wir einen riesengroßen Topf Gulaschsuppe aus der Backstube in den Obstgarten. Dazu gibt es frischen Sauerrahm und würzige, feingehackte Kräuter aus Mutters Bauerngarten. „Jetzt bin ich gespannt wie deine Gulaschsuppe in den Brottöpferl von EDNA schmeckt“, sage ich zu meiner Mutter, während ich die dampfende Gulaschsuppe in die aus herzhaftem Brotteig gebackenen Töpfe fülle. Optisch sehen die Brottöpferl mit ihrem dekorativen Brotdeckel jedenfalls klasse aus.

Bei Mutters deftiger Gulaschsuppe greift jeder zu

Vielleicht hätte ich die Suppe und die Brottöpferl sofort probieren sollen. Denn schon nach wenigen Minuten haben die fleißigen Weihnachtsmarkt-Helfer alles restlos aufgegessen. „Wolli, wir sollten die Gulaschsuppe und die Brottöpferl auch auf unserem Weihnachtsstand anbieten“, meint meine Mutter und steckt sich genüsslich das letzte Stück ihrer Terrinette in den Mund. „Das hat richtig gut geschmeckt“, sagt sie kauend. „Ja, das ist sicher eine gute Idee“, erwidere ich. „Bitte lass uns heute Abend in Ruhe überlegen, was wir noch alles für den Stand organisieren müssen“, rufe ich ihr zu und laufe zu meinen Feuerwehr-Kameraden. Die haben frisch gestärkt damit begonnen, den nächsten Weihnachtsstand aufzustellen.

„Wolli, das dürfen wir nicht vergessen!“

Als ich am Abend in meine Backstube zurückkehre, empfängt mich meine Mutter mit einem großen Becher heißen Früchtepunsch: Trink Wolli, den hast du dir verdient“. „Vielen Dank, aber der Punsch erinnert mich an etwas“, erwidere ich und nehme dankbar einen großen Schluck von dem warmen Getränk. „Erinnerst Du Dich, wir brauchen noch Thermo-Gefäße für den Glühwein-, Tee- und Kaffeeausschank“. „Stimmt!“, ruft meine Mutter, „das dürfen wir nicht vergessen“. Eilig folgt sie mir in mein Büro.

 

Waffeln

Großeinkauf für den Weihnachtsmarkt

Dort starten wir den Computer und rufen die Seiten des EDNA Online-Shops auf. „In der EDNA Service-Welt gibt es eine Kategorie Saisonartikel. Dort finden wir unter dem Stichwort „Alles für den Weihnachtsmarkt“ bestimmt auch die Thermogefäße für Glühwein, Kaffee und Tee“. Wir einigen uns darauf, drei Glühwein-Töpfe zu bestellen. Außerdem überredet mich meine Mutter, ein neues Waffeleisen anzuschaffen und die Waffelmix-Backmischung von EDNA auszuprobieren. Hinzu kommen drei Kisten Brottöpferl „Terrinette“, ein Karton mit Glühweinschnitten und ein Karton Apfelküchle.
Zusätzlich bestellen wir für alle Schleckermäuler noch verschiedene Sorten Baumkuchen, einzeln verpackte Nürnberger Elisenlebkuchen, die die Besucher des Weihnachtsmarktes gut mit nach Hause nehmen können, und für den Sohn meiner Jugendfreundin Susanne und für alle anderen Allergiker noch einen glutenfreien Gebäck-Mix.

„Advent ist, was wir daraus machen“

Wenig später sitzen wir bei Kerzenlicht an dem großen Eichentisch in der Backstube, trinken heißen Früchtepunsch und füllen Mutters frischgebackene Weihnachtsplätzchen in die Folienbeutel ab. „Weißt du, was ich richtig schade finde?“ fragt meine Mutter und verziert den soeben gefüllten Beutel mit einer großen Schleife. „Nein, was meinst Du?“ antworte ich. „Ich finde es schade, dass Du vor lauter Pflichten die stimmungsvolle Adventszeit in diesem Jahr vermutlich gar nicht richtig genießen kannst“. Erstaunt schaue ich meine Mutter an. Dann habe ich eine Idee. „Advent ist, was wir daraus machen“, rufe ich ihr zu und eile mit großen Schritten in den Obstgarten.

Der Obstgarten erstrahlt

Ein paar Minuten später erstrahlt der alte, tief verschneite Obstgarten im zauberhaften Licht von unzähligen Lichterketten. Es ist mir sogar gelungen, die Kerzen in den Weihnachtsständen anzuzünden und eines der vorbereiteten Schwedenfeuer zu entfachen. Still und nachdenklich betrachten wir das wunderschöne Lichterspiel. „Du hast recht Wolli, Advent ist, was wir daraus machen“, sagt meine Mutter leise.