18. November 2017

Der Stollen – alle Jahre wieder ein Genuss

ChriststollenDer Stollen gehört genau wie Plätzchen oder Lebkuchen zu den beliebten Weihnachtsgebäcken. Doch woher kommt der Stollen eigentlich und was ist der Unterschied zwischen einem Christstollen und einem Stollen?

Als Stollen wird ein Kuchen aus schwerem Hefeteig bezeichnet, der meist eine längliche Form hat. Zudem ist der Teig oft mit Trockenfrüchten wie etwa Sultaninen und etwas Zitronat und Orangeat  versehen und mit Puderzucker gestaubt. Der Stollen wird überwiegend in der Advents- sowie Weihnachtszeit gebacken und als Christstollen oder Weihnachtsstollen bezeichnet.  Der Unterschied zwischen einem Stollen und einem Christstollen beschränkt sich auf den Namen des Gebäcks. Die Rezeptur sowie die Zubereitung unterscheiden sich in keinster Weise!

Einer der ersten Belege für die Herstellung eines Stollens stammt aus dem Jahre 1730. Dieses dort beschriebene Gebäck ist von der Rezeptur dem Stollen, wie wir ihn heute kennen, sehr ähnlich. Er wurde anlässlich einer Truppenschau in Zeithain gebacken und dort an die sächsischen Truppen verteilt. Den Berichten zufolge soll das Gebäck rund 13 Ellen (ca. 6 Meter) lang gewesen sein. Der Teig soll aus 18 Scheffeln Mehl, 4920 Eiern, 3 Tonnen Milch, 1 Tonne Hefe und 1 Tonne Butter zubereitet worden sein. Zucker, Rosinen, Gewürze oder Mandeln werden nicht als Zutaten erwähnt und wurden wohl erst später in die Rezeptur mit aufgenommen.

ChriststollenDie Rezeptur von damals wurde im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert und somit entstanden verschiedene Variationen des Stollens, wie zum Beispiel Mandelstollen, Marzipanstollen, Mohnstollen, Nusstollen, Butterstollen und Quarkstollen. Beim Butterstollen wird fast gänzlich auf Trockenfrüchte verzichtet, Zitronat und Orangeat hingegen werden verwendet. Die Hauptzutat des Quarkstollens ist – wie der Name schon sagt – Quark. Dieser ist dadurch besonders saftig und wird oftmals mit in Rum getränkten Rosinen verfeinert.

Damit der Stollen lange frisch bleibt empfehlen wir, ihn in ein Leintuch einzuwickeln oder in einer Blechdose aufzubewahren. Somit entsteht kein Schimmel und Sie können mit Ihren Liebsten auch am Weihnachtsabend ein leckeres Stück Stollen genießen.