18. November 2017

Der Kürbis – das Multitalent

Hätten Sie gedacht, dass der Kürbis eine Beere ist? Wir nämlich nicht. Eine Beerenfrucht zeichnet sich durch im Fruchtfleisch eingelegte Samen aus. Der Kürbis ist somit die größte Beere der Welt. Zudem lassen sich Kürbisse bei richtiger Lagerung mehrere Monate aufbewahren. Somit können sie den ganzen Winter über zubereitet werden und uns die kalte Jahreszeit hindurch mit reichlich Vitaminen versorgen.

Kürbiskerne

Kürbiskerne

Doch auch die Kürbiskerne stecken voller Enzyme, Vitamin E und Beta-Carotin, sowie Magnesium, Eisen, Zink und Selen. Kürbiskerne sind vor allem im Müsli oder als Kürbiskernbrot  bzw. –brötchen  sehr beliebt. Aber auch als gesunder Snack zwischendurch werden Kürbiskerne sehr geschätzt. Ob geröstet oder gesalzen – Kürbiskerne sind vielseitig wandelbar.
Durch ihren hohen Ölgehalt von ca. 50% sind Kürbiskerne zudem sehr gut zur Ölgewinnung geeignet. Dazu werden die Kerne getrocknet, gemahlen, geröstet und dann bei 60°C gepresst. Das entstandene Öl ist reich an den Vitaminen A, C, D und E. Das Öl hat eine dunkelgrüne Farbe, welche auf die darin enthaltenen Carotinoide und Porphyrine zurückzuführen ist. Diese unterstützen den Schutz der Haut vor Sonneneinstrahlung und negativen Umwelteinflüssen.

Kürbis-Halloween

Kürbis-Halloween

Doch der Kürbis ist nicht nur gesund, er spielt auch für die Halloweendekoration eine große Rolle. Meist werden sie zu schaurig-schönen Kürbislaternen geschnitzt und sind für Kinder das Highlight des Herbstes. Der Brauch stammt aus Irland und geht auf eine alte Legende zurück. Ein Hufschmied namens Jack soll damals den Teufel überlistet haben und als er starb, bekam er von diesem eine glühende Kohle. Jack steckte diese in eine ausgehöhlte Rübe und soll damit in der Halloweennacht noch heute zu sehen sein. Aus dieser Legende entwickelte sich später der Brauch, dass ein brennendes Stück Kohle in einem ausgehöhlten Kürbis alle bösen Geister abhalte. Heute dient der ausgehöhlte Kürbis an Halloween meist nur noch zur Dekoration. An die alte Legende von Jack O’Lantern erinnern sich dabei nur noch wenige. Wir aber haben uns von Jack´s Legende inspirieren lassen und versüßen Ihnen die Herbstzeit mit unseren Kürbis

Cake-Pop

Cake-Pop

Cake-Pops.

Erdbeeren – Wissenswertes rund um die Powerfrucht

Der Mai ist gerade kurz zu Ende, aber eine Nussfrucht hat gerade Hochsaison: die Erdbeere. Richtig gelesen, die Erdbeere zählt nicht, wie meist angenommen, zu den Beerenfrüchten, sondern tatsächlich zu den Nussfrüchten. Dies liegt an den kleinen gelben Kernen, die sich außen an der Frucht befinden.

Powerfrucht "Erdbeere"

Powerfrucht „Erdbeere“

In Deutschland wird die Erdbeere erst seit dem 19. Jahrhundert gezüchtet, erfreut sich aber seit jeher großer Beliebtheit. Mittlerweile gibt es mehrere tausend Sorten, die sich in Geschmack, Aussehen, Farbgebung sowie Form unterscheiden. Erdbeeren bestehen zu ca. 90 % aus Wasser und sind reich an Vitamin C. Zudem haben sie wenige Kalorien, und können deswegen ohne Sorge um das Gewicht nach Lust und Laune verzehrt werden. Kein Wunder also, dass jeder Deutsche im Schnitt ca. 3 Kilo der roten Frucht pro Jahr verspeist.

 

Die süße Versuchung zum Kaffee - Art. 8102685

Die süße Versuchung zum Kaffee – Art. 8102685

Eine Beere enthält ungefähr 150 von fast 4.000 bekannten Geschmacks- bzw. Aromanuancen und hat einen hohen Eisengehalt. Eine echte Powerfrucht eben. Doch nicht nur der Geschmack der Erdbeere ist breit gefächert, auch die Verarbeitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Ob nun als Kuchen, Marmelade, im Joghurt, als Bowle oder ganz klassisch mit Sahne – Erdbeeren sind auch kulinarisch echte Alleskönner. Auch wir von EDNA sind von der kleinen roten Frucht derart angetan, dass wir sie in einem Rezept für unsere Tartelettes verwendet haben. Der Zubereitung haben wir einen eigenen Produktfilm gewidmet.

Tartelettes für individuelle Erdbeerdesserts

Tartelettes für individuelle Erdbeerdesserts

Natürlich gibt es auch ein paar Dinge beim Kauf von Erdbeeren zu beachten.
Im besten Fall haben die Erdbeeren beim Kauf noch einen kleinen Stielansatz, eine kräftige Färbung sowie eine glänzende Haut. Vor dem Waschen sollte der Stiel außerdem nicht entfernt werden, da sonst wichtige Aromastoffe beim Säubern verloren gehen.

Nun sollte der Erdbeer-Saison 2015 eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Vielleicht entdecken Sie in diesem Jahr ja ein paar neue Rezepte rund um die Powerfrucht, wir wünschen Ihnen in jedem Falle eine gute Erdbeer-Ernte.

Diagnose Glutenunverträglichkeit – und plötzlich ist alles anders

Diagnose Glutenunverträglichkeit – und plötzlich ist alles anders

Ich liebe Sandwiches. Vor allem meine eigenen Sandwich-Kreationen. Die Ideen für neue Geschmacksvarianten entstehen oft spontan und in den ungewöhnlichsten Momenten, etwa beim Aufräumen, beim Fensterputzen oder während des Telefonierens.

Mit heftigen Bauchschmerzen hat alles begonnen

Seit einigen Wochen ist mir die Lust auf leckere Sandwiches jedoch gründlich vergangen. Dabei dachte ich zunächst an eine Magenverstimmung, als mich wenige Minuten nach dem Verzehr einer Focaccia plötzlich heftige Magenkrämpfe quälten. Später kamen noch Durchfall, Kopfschmerzen und Übelkeit hinzu. Zu meinem Entsetzen hielten die Symptome in den Folgewochen an und wurden massiver, sobald ich etwas aß. Als ich dann schließlich stark an Körpergewicht verlor und mich nur noch müde durch den Alltag kämpfte, suchte ich einen Arzt auf. Seine Diagnose gab mir zunächst Rätsel auf: Glutensensitivität. Aha, und was bitte ist das?

Gluten ist ein Feind meines Körpers

Bei einer Glutensensitivität oder Glutenunverträglichkeit reagiert der menschliche Organismus überempfindlich auf das in vielen Getreidearten natürlicherweise enthaltene Gluten- oder Klebereiweiß. Verantwortlich für diese Reaktion ist meist eine genetische Veranlagung. Bei Kindern und Erwachsenen, die diese Disposition in sich tragen, löst die Aufnahme glutenhaltiger Lebensmitteln eine heftige, oft sehr schmerzhafte Abwehrreaktion im Darm aus. An diese Immunreaktion schließt sich häufig eine Entzündung des Dünndarms an, in deren Verlauf sich die Darmzotten nach und nach zurückbilden. Eine direkte Folge der Entzündung ist, dass die aufgenommene Nahrung größtenteils unverdaut im Darm verbleibt und die im Nahrungsbrei enthaltenen Nährstoffe nicht ausreichend herausgelöst werden.

Einziger Lichtblick: Konsequenter Verzicht auf Gluten

Doch die Darmzotten im Dünndarm haben noch eine weitere wichtige Aufgabe: Sie geben die aus der Nahrung isolierten Nährstoffe an das Blut ab und sorgen letztendlich dafür, dass die Körperzellen im Organismus ausreichend mit Aminosäuren, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Stehen im Verlauf einer Dünndarmentzündung zu wenige Darmzotten für die Nährstoffabgabe zur Verfügung, drohen körperliche Schwäche, Mangelerscheinungen und Unterernährung.
Glücklicherweise können sich Darmzotten gut regenerieren. Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass zunächst die Entzündung des Dünndarmes abklingt. Dieses geschieht in der Regel aber nur dann, wenn der Betroffene konsequent auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet.

Reis, Kartoffeln, Soja, Hirse und Amarant sind glutenfrei

Gluten- oder Klebereiweiß ist aus zwei unterschiedlichen Proteingruppen aufgebaut, Wissenschaftler bezeichnen die Gruppen als Gluteline und Prolamine. Neueste Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Glutenunverträglichkeit vor allem durch Prolamine ausgelöst wird. Eine besonders glutenreiche Getreideart ist der Weizen. Hier steht vor allem das zu den Prolaminen zählende Gliadin im Verdacht, die gefürchtete Darmentzündung hervorzurufen. Aber auch Dinkel-, Gerste-, Roggen- und Haferkörner weisen sehr hohe Glutengehalte auf und können eine Abwehrreaktion im Darm auslösen. Glutenfrei und damit gut verträglich sind dagegen Reis, Kartoffeln, Mais, Soja, Amarant, Buchweizen, Quinoa, Tapioka und alle Hirsearten. Aus diesen Rohstoffen wird die leckere und gesunde Vielfalt glutenfreier Nahrungsmittel hergestellt.

Die Glutenunverträglichkeit ist weit verbreitet

Eine Glutenunverträglichkeit selbst ist nicht heilbar und klingt auch nicht selbstständig wieder ab. Der sicherste Schutz vor den schmerzhaften und gefährlichen Darmentzündungen ist und bleibt der konsequente Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel. Ich werde mich nun ebenfalls für immer glutenfrei ernähren müssen. Dieses Schicksal teile ich übrigens mit vielen anderen Bundesbürgern. Namhafte Wissenschaftler gehen davon aus, dass deutlich mehr Menschen unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, als allgemein bekannt ist. Wesentlich seltener tritt dagegen die Zöliakie als schwerste Krankheitsform der Glutenintoleranz auf. Die Zöliakie wird auch als Sprue bezeichnet und kann im Gegensatz zur Glutenunverträglichkeit zweifelsfrei über entsprechende Antikörper im Blutserum des Erkrankten nachgewiesen werden. Dennoch ist nicht jeder Betroffene, der unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, gleichzeitig von der Zöliakie betroffen. Auslöser beider Krankheitsformen ist jedoch die Glutenintoleranz.

Meine Favoriten sind glutenfreie Sandwiches

Um die glutenfreie Ernährung sicherzustellen, muss ich mich wohl zwangsläufig von meinen geliebten Sandwiches verabschieden oder? Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Inzwischen gibt es viele glutenfreie Backwaren, die ausgezeichnet schmecken und sich bestens für neue, leckere und gut verträgliche Sandwich-Ideen eignen. Also rein in die Küche und einfach mal ausprobieren!

Glücksbringer – Aberglaube oder wirken sie tatsächlich?

Vierblättrige Kleeblätter, rosa Schweinchen, lachende Kaminkehrer, blankpolierte Pfennige oder kunstvoll geschmiedete Hufeisen: Sind Glücksbringer noch angesagt? Und warum verbinden wir diese Symbole mit Glück?

Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, weiß der Volksmund und hat damit gewiss recht. Der Glücksbringer meiner Mutter dagegen ist ein schlichter, silberner Armreif, den sie als Kind von ihrer Patentante erhielt. Meine Großmutter vertraute in schwierigen Situationen auf ihren kühlen Kopf – und den blank polierten Glückstaler in ihrer Handtasche. Und ich hätte ohne meinen Talisman vermutlich bis heute keinen Führerschein.
Glücksbringer sind so individuell wie die Menschen selbst. Oft verbinden wir die außergewöhnlichen Dinge mit Glück, dazu zählen das vierblättrige Kleeblatt oder die Sternschnuppen am Nachthimmel. Aber auch Gegenstände, die an einen lieben Mitmenschen oder an ein schönes Ereignis erinnern, können zu Glücksboten werden.

Glauben versetzt Berge – Aberglauben auch

Glücksschwein

Glücksschwein

Rein wissenschaftlich ist das Glück „ein kurzweiliges, subjektives Gefühl, das in unserem Inneren entsteht und wenig von außen beeinflusst wird. Trotz dieser rationalen Erkenntnis bleiben wir unseren ausgewählten Glückbringern treu. Ein Widerspruch? Nein, denn Glücksbringer wirken tatsächlich! Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Studie, die drei Psychologen im Jahr 2005 an der Universität Köln durchführten. Für die wissenschaftliche Untersuchung ließen die Wissenschaftler 141 Studenten mehrere schriftliche Leistungs- und Konzentrationstests durchführen. Als Hilfestellung durften alle Testpersonen ihre Glücksbringer mitbringen. Die Hälfte der Gruppe musste ihre Talismane dann jedoch vor der Prüfung abgeben. Als die Studenten später über ihre Gefühle während der Prüfung berichteten, stellte sich heraus, dass die Testpersonen mit Talisman ihre Aufgaben deutlich ruhiger und konzentrierter bewältigt hatten. Auffällig war auch, dass diese Gruppe die erbrachten Prüfungsleistungen wesentlich positiver einschätzte als die Vergleichsgruppe. Nicht zu Unrecht. Die Studenten mit Glücksbringer schnitten deutlich besser ab. Später wiederholten die Wissenschaftler die Testreihe noch dreimal in jeweils leicht abgewandelter Form. In allen Versuchsreihen hatten Personen, denen ein Glücksbringer zur Seite stand, mehr Erfolg.

Hufeisen sind die ältesten Glückssymbole

Kaminkehrer

Kaminkehrer

Doch wie wurden das Hufeisen, der Kaminkehrer, das rosa Schweinchen oder die Sternschnuppe eigentlich zu Glückssymbolen?
Zu den ältesten Glücksboten gehört das Hufeisen. Schon die alten Germanen nahmen an, dass Hufeisen, die sie in freier Wildbahn fanden, von einem Pferd des sagenumwobenen wilden Heeres stammten und daher dem Finder Glück bringen. Auch Menschen in anderen Kulturkreisen glaubten an die positive Kraft des Hufeisens: Sie sollten den Finder vor Krankheiten und Unfällen bewahren und die Bewohner eines Hauses vor Feuer schützen.

Wer den Pfennig nicht ehrt…

Der Glückspfennig ist ein Symbol für Reichtum. Viele sahen ihn als kleinere Ausgabe des Tauftalers oder Weihgroschens an, den früher jeder Täufling von seinem Paten erhielt. Glückspfennige sollten Hexen, böse Geister und Krankheiten abhalten, daher wurden sie in Geldsäckchen mitgeführt, an der Kleidung befestigt oder an die Stalltüren genagelt.
Im wahrsten Sinne Glück hatte, wer ein Schwein besaß und damit auch in kargen Zeiten genug zu essen hatte. Der Schornsteinfeger oder Kaminkehrer ist ein Glücksbote aus jüngeren Tagen. Noch vor knapp 100 Jahren sehnten ihn die Menschen buchstäblich herbei, wenn der Kamin nicht mehr zog, das wärmende Feuer erlosch und keine warme Mahlzeit mehr zubereitet werden konnte. Vor allem in den Wintermonaten war ein gut geschürtes Herdfeuer überlebenswichtig. Mit der Reinigung befreite der Kaminkehrer den Schlot auch von feinen Rußpartikeln und verhinderte damit so manch verheerenden Brand.

Einmal im Jahr Glück verschenken

Kleeblatt

Kleeblatt

Glücksbringer sind also keinesfalls out. Im Gegenteil: Wer an seinen Talisman glaubt, denkt meist positiv, wird oft mutiger und verfolgt seine gesetzten Ziele. Kommt jetzt noch das berühmte Quentchen Glück dazu, steht dem inneren Glücksgefühl nichts mehr im Weg. Und genau diese Glücksgefühle möchte ich zu Beginn eines neuen Jahres verschenken. Als kleine Marzipan-Schweinchen, als Glücksklee oder in Form von kleinen Geschenken, die ich liebevoll mit Hufeisen oder kleinen Kaminfegern dekoriere. Wer weiß, was daraus wird…

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche Weihnachtstage und ein gutes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2012.

Von Kardamom bis Zimt – Wollis Reise in die Welt der Lebkuchengewürze

Wie wäre es mit einem Orangen-Spekulatius-Dessert? Oder soll ich doch ein winterliches Tiramisu mit Lebkuchen und Orangen auf die Karte setzen? Leicht ist sie nicht, die Suche nach dem besten Winterdessert

Gewürzmischung

Gewürzmischung

„Wolli!“ Energisch hallt die Stimme meiner Mutter aus der Küche des Landcafés. „Was ist denn jetzt passiert“, denke ich und springe von meinem Bürostuhl auf. „Stell dir vor, wir haben bereits fünf Aufträge für die Ausrichtung von Weihnachtsfeiern erhalten“, ruft mir meine Mutter freudig zu und schwenkt übermütig unseren Terminkalender. „Jetzt schon?“, frage ich ungläubig, „wir haben doch erst Anfang November!“ „Was heißt hier erst?“, entgegnet die Wächterin unserer Termine. „In drei Wochen feiern wir den ersten Advent. Es wird dringend Zeit, dass Du winterliche Desserts auf unsere Speisekarte setzt“, mahnt meine Mutter.

Sommergenuss ade!

Und so sitze ich wenig später in meinem Büro und nehme wehmütig Abschied vom Sommer. Ade ihr kühlen Fruchtsorbets, leckeren Erdbeer-Trifles, köstlichen Beerenobst-Kompositionen und erfrischenden Obstsalate. Bis nächstes Jahr!
Besonders lange hält meine Abschiedsmelancholie allerdings nicht an, dazu sind die Aromen des Winters viel zu verlockend: fruchtige Orangen, mild-würzige Vanille, aromatische Gewürznelken, fruchtig-scharfer Ingwer oder der nach Lakritz duftende Sternanis. Unverzichtbare Winter- und Weihnachtsboten sind vor allem Zimt und Kardamom.

Im Schatten der Tropenbäume

Kardamom

Kardamom

Der grüne Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist ursprünglich in den tropischen Bergwäldern Süd-Indiens und Sri Lankas zu Hause. Da die etwa 2,5 Meter hohe Pflanze besonders gut im Schatten großer Tropenbäume gedeiht, gehören auch die Ausläufer der Urwälder Malaysias, Papua-Neuguineas, Kambodschas, Tansanias und Guatemalas zu den bedeutenden Kardamom-Anbaugebieten. Kardamom zählt zu den ältesten und wertvollsten Gewürzen der Menschheit. Seine Verbreitung ist eng mit dem Warenaustausch zwischen Asien, der arabischen Halbinsel und dem heutigen Europa verknüpft. Schon die alten Babylonier (2.000 Jahre v. Chr.) brachten Kardamomsamen aus den Gewürzregionen Asiens in das damalige Mesopotamien und machten sie als Würz- und Heilmittel in ihrer Heimat bekannt. Später zogen immer mehr Karawanen auf den alten Handelswegen, die Asien mit der arabischen Halbinsel verbanden. Durch diese Warenströme breitete sich Kardamom rasch in den arabischen Ländern aus und gelangte schließlich ab dem 12. Jahrhundert über Süditalien auch nach Mittel- und Nordeuropa.

Klein und kostbar

Da sich das wertvolle Kardamomöl ausschließlich in den Samenkörnern befindet, werden zunächst die Fruchtkapseln der Pflanze gesammelt und getrocknet. Während der Trocknungsphase reißen die Kapseln auf und entlassen jeweils 20 kleine, unscheinbare Samenkörner. Meist werden diese Körner sofort vermahlen. Um jedoch das leicht flüchtige Kardamomöl zu schützen, bringen einige Erzeuger die getrockneten Fruchtkapseln und die darin enthaltenen Kardamomsamen in den Handel. Dieses Gewürz gilt dann als besonders hochwertig.
Zimt dagegen wird nicht aus den Samen sondern aus der Rinde des Ceylon-Zimtbaumes (Cinnamomi Cortex) gewonnen. Dabei schälen die Erntehelfer eine meist dünne Schicht zwischen der Borke und der Mittelrinde jedes Zimtbaumes heraus. Diese Schicht rollt sich sofort nach dem Abtrennen zu einer schmalen Röhre zusammen. Für die bekannten Zimtstangen werden später sechs bis zehn dieser dünnen Röhren ineinandergeschoben. Weitaus häufiger kommt Zimt jedoch in gemahlener Form in den Handel.

Einst ein beliebtes Fastengebäck

Lebkuchen-Elch

Lebkuchen-Elch

In Deutschland sind Zimt und Kardamom wichtige Zutaten der schon im Mittelalter bekannten Lebkuchenbäckerei. Leb- und Pfefferkuchen waren ursprünglich kein Weihnachtsgebäck sondern galten als beliebtes Fastengebäck der Mönche. Da die Gewürzkuchen auch unter den damaligen Verhältnissen sehr lange haltbar waren, wurden sie in den Klosterbäckereien auf Vorrat gebacken und in Notzeiten an die hungernde Bevölkerung verteilt. Aus dieser Mildtätigkeit entstand vermutlich der Brauch, Lebkuchen in den entbehrungsreichen Wintermonaten und während der vorweihnachtlichen Fastenzeit zu essen. Da die Lebkuchengewürze sehr teuer und nicht auf jedem mittelalterlichen Markt erhältlich waren, konnten nur reiche Klöster, die außerdem an bedeutenden Handelsknotenpunkten lagen, die wertvollen Lebkuchengewürze erwerben. Zu ihnen gehörten insbesondere Klöster in Aachen, Nürnberg, Köln, Augsburg, Ulm und München. Die dort im Mittelalter begonnene Lebkuchentradition setzt sich bis heute fort.

Lebkuchen- vielseitiger als man denkt

Auch ich möchte an der schönen Gewürzkuchen-Tradition festhalten. Nach einigem Suchen werde ich schließlich auf eine leckere Lebkuchenmousse aufmerksam. Treffer! Genau danach habe ich gesucht! Nun brauche ich noch eine Dekorationsidee, mit deren Hilfe sich die optisch unscheinbare Mousse in eine Augenweide verwandeln lässt. Sofort fällt mir der filigrane Schokoladentropfen aus Zartbitterschokolade ein, den ich vor kurzem im EDNA Onlineshop gesehen habe. Dazu dekoriere ich noch ein paar kleine Marzipansterne und setze einige Tropfen dunkle Schokoladensauce auf den Tellerand, – fertig ist das Winterdessert! Vielversprechend klingt auch der Pfannkuchen mit Spekulatiusfüllung. Dazu gesellen sich noch eine Kugel Vanilleeis, etwas Schlagsahne, einige Tropfen Schokoladensauce und feine EDNA-Schokodekore.

Drunch – eine Idee wird Trend

„Einladung zum Drunch“, lese ich auf der liebevoll gestalteten Karte einer Freundin. Ein Rechtschreibfehler? Nein, keineswegs. Ein Drunch verbindet Lunch und Dinner und steht für eine gesellige, legere und kreative Esskultur. Eine Idee, die immer mehr Anhänger findet.

Es ist kurz nach 17.00 Uhr als ich die Altbauwohnung der Gastgeberin betrete. Aus der Küche duftet es herrlich und im Esszimmer ist der Tisch festlich gedeckt. Trotzdem erwartet mich heute kein feierliches Drei-Gänge-Menü. Stattdessen werde ich zum ersten Mal „drunchen“, und diese Kombination von Lunch und Dinner hat eigene, unkonventionelle Eigenschaften. Soviel haben mir die anderen Gäste schon mal verraten.

herzhafte Tartelettes

herzhafte Tartelettes

Im Gegensatz zum weithin bekannten Brunch, einer Kombination aus Frühstück (Breakfast) und Mittagessen (Lunch) beginnt ein Drunch immer erst zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr. Das hat ihm den etwas saloppen Beinamen ‚Brunch für Langschläfer‘ eingebracht. Dabei gehören nicht nur schlafbedürftige Partygänger und sofaverliebte Faulenzer zur wachsenden Drunch-Community. Vor allem Eltern und Kinder wissen die neue Esskultur zu schätzen. Familienausflüge und gesellige Stunden im Freundeskreis lassen sich so leicht miteinander verbinden. Hoch im Kurs steht das Event auch bei allen, die den Lifestyle lieben und beruflich Vollgas geben: Da jede Drunch-Party spätestens um 21.00 Uhr endet, muss kein Mitglied der Tafelrunde am nächsten Morgen mit Katerstimmung zum Arbeitsplatz taumeln. Vermutlich finden deshalb die meisten Lunch-Dinner an Sonntagen statt.

Die neue Esskultur kam, wen wundert’s, aus den USA nach Deutschland. Besonders populär ist das Drunchen in Frankreich. Die Franzosen gelten sogar als Vorreiter der europäischen Drunchkultur. Doch warum ist diese eher lässige Form des Speisens in Frankreich so beliebt? Einem Land, das immerhin als Wiege der Haute Cuisine gilt?

Petits Fours

Petits Fours

Die Antwort auf meine Frage liegt sprichwörtlich auf dem Silbertablett. Staunend betrachte ich die kunstvoll arrangierten Canapés, belegt mit Räucherlachs, Chorizo oder Ziegenkäse. Außerdem stellt unsere Gastgeberin kunterbunt gemischte Schälchen mit Salat, Rosmarinkartoffeln, kleinen Frikadellen, gegrillten Maiskolben, Pflaumen im Speckmantel und unterschiedlichen Dips auf den Tisch. Zum Verlieben lecker sind auch die Involtini mit Auberginen und Parmaschinken, die herzhaften Tartelettes und die Mini-Quiches. Zum Abschluss gibt es typisch amerikanische Mini-Cupcakes frischen Obstsalat, Käse und kleine Petits Fours.

Bei einem Drunch werden alle Gerichte als kleine Portionen serviert und auf Tablettes, Servierplatten oder in kleinen Schalen angerichtet. Damit erinnern die Speisen stark an spanische Tapas oder italienische Antipasti. Auf die Farben und Formen des verwendeten Tafelgeschirrs kommt es nicht an, der lebhafte Stilmix gibt dem Drunch seine legere, unkomplizierte Note. Viel Fingerspitzengefühl und Kreativität sind dagegen beim Arrangieren und Dekorieren der Speisen gefragt. Mehr denn je gilt: Das Auge isst mit. Zur Kreation des Abends wählen wir die Servierlöffel, auf denen unsere Gastgeberin die Pflaumen im Speckmantel angerichtet hat. Die kunstvoll geschwungene Form der Löffel erinnert an die Rialtobrücke in Venedig. Eine weitere Augenweide sind die farbigen, mit süßen Cremes und Obststückchen gefüllten Miniwaffeln.

Löffel Rialto

Löffel Rialto

Ein Drunch ist, abgesehen vom festen Start- und Finish, frei von Regeln und Einschränkungen. Es gibt keinen Dresscode und alle Traditionen, die sonst bei der Planung und Gestaltung eines modernen oder klassischen Menüs Beachtung finden, sind außer Kraft gesetzt. Auf die Drunch-Tafel kommt, was der Kühlschrank bietet. Hier reicht das Repertoire von schnell zubereiteten Snacks bis hin zu deftigem Fingerfood und feinen, anspruchsvollen Gerichten à la Haute Cuisine. Im Vordergrund steht die Geselligkeit, daher dürfen Gäste gerne ihr persönliches Lieblingsgericht zur Drunch-Party beisteuern. Es ist wahrlich keine Überraschung, dass die Franzosen diese schöne und zugleich zwanglose Art des Speisens so lieben!

Weckgläschen

Weckgläschen

Ortswechsel. In einem spanischen Szene-Restaurant haben sich vier befreundete Paare zum gemeinsamen Sonntagsdinner versammelt. Gespeist wird nicht à la carte, stattdessen stehen bunte Schälchen, ausgefallene Gläschen und Platten mit kunstvoll verzierten spanischen Spezialitäten auf dem Tisch. Ja, die Drunch-Gemeinschaft wächst und beschränkt sich längst nicht mehr auf Privathaushalte. Immer mehr Bar- und Restaurantbesitzer entdecken die neue Esskultur und nehmen sie in ihr Angebot auf. Vielleicht treffen wir uns ja demnächst an einem solchen Ort, in diesem Sinne: Happy Drunch!

 

Wolli und die Königin der Beeren

Genug geschlafen! Voller Tatendrang springe ich um fünf Uhr morgens aus dem Bett. Ein kurzes Duschbad, ein rasches Frühstück- und dann nichts wie weg! Hinein in den ersten freien Tag seit Wochen.

Endlich mal frei haben. Einen Tag Abstand vom Arbeitsalltag gewinnen, ausgiebig relaxen und ohne schlechtes Gewissen etwas Schönes unternehmen. Viele Wochen habe ich darauf verzichten müssen. Heute gönne ich mir diese Auszeit und mache das, worauf ich Lust habe. Ganz oben auf meiner Wunschliste steht ein Besuch des Bauernmarktes, der einmal in der Woche in der nahegelegenen Kreisstadt stattfindet. Viel zu selten habe ich Gelegenheit, ohne Zeitdruck über den Marktplatz zu schlendern, die üppig gefüllten Verkaufsstände zu betrachten oder einzelne Marktbesucher beim Feilschen zu beobachten.

Erdbeertag am Obsthof

Gourmet-Strawberry-Cake

Gourmet-Strawberry-Cake

Beinahe magisch zieht es mich zu einem Verkaufsstand in der Mitte des Marktplatzes. Er gehört Jakob, dem Inhaber des größten und bekanntesten Obst- und Gemüsebaubetriebes in unserer Region. „Hallo Wolli“, begrüßt mich Jakob fröhlich, „Du hast aber früh Feierabend!“ „Oh nein, ich habe mir heute freigenommen und überlasse das Backen ausnahmsweise einmal anderen“, erwidere ich gut gelaunt und deute auf die sattroten und lecker duftenden Erdbeeren, die vor mir auf dem Verkaufstisch liegen. „Wiegst Du mir bitte zwei Kilo Erdbeeren ab?“ „Gerne“, antwortet Jakob. „Was willst Du an Deinem freien Tag denn unternehmen?“, erkundigt er sich, während er die Früchte in die kegelförmige Papiertüte füllt. „Mal sehen“, entgegne ich, „so genau habe ich mich noch nicht entschieden“. „Am Obsthof veranstalten wir heute einen großen Erdbeertag“, erzählt Jakob. „Da kannst Du viel über den Anbau von Erdbeeren erfahren, selber auf dem Feld pflücken und zusammen mit Spitzenköchen neue Erdbeerrezepte ausprobieren. Vielleicht hast Du ja Lust teilzunehmen?“ „Das klingt toll“, erwidere ich, „vielen Dank für den Tipp!“ Als ich eine Stunde später zum Parkplatz zurückkehre, ist meine Entscheidung gefallen. Gespannt steuere ich den Kleintransporter in Richtung Obsthof.

Die Königin der Beeren ist in Wahrheit eine Nuss

„Für viele ist die Erdbeere die Königin der Beerenfrüchte“, erzählt Jakobs Sohn, während er die zwanzig Zuhörer über die Erdbeerfelder des Obsthofes führt. „Doch haben Sie gewusst, dass die Erdbeere im botanischen Sinne gar keine Beere ist?“ Nein, das ist mir neu. Aufmerksam lausche ich den Ausführungen von Jakobs Sohn. Botanisch korrekt ist die Erdbeere eine Sammelfrucht, da sie sich aus vielen kleinen Samen zusammensetzt. Die eigentlichen Samen der Erdbeere sind nämlich die kleinen, bräunlich-gelben Kerne, die wir auf ihrer Oberfläche sehen. Jeder dieser zahlreichen Kerne besitzt eine harte äußere Schale, die einen weichen, empfindlichen Samen im Inneren schützt.

Harte Schale weicher Kern

Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

Die Beschreibung ‚harte Schale und weicher Kern‘ passt also nicht nur auf einige unserer Mitmenschen, sie ist auch charakteristisch für Nüsse. Beerenfrüchte dagegen besitzen eine fleischige, saftige und weiche Schale. Typische Beeren sind daher Kirschen, Pflaumen, Auberginen und Gurken. Erstaunlich ist auch, dass Erdbeeren zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschen gehören. So fanden Archäologen heraus, dass schon unsere Vorfahren in der Steinzeit Erdbeeren verzehrten. Diese Steinzeitfrüchte waren zwar sehr klein, schmeckten aber trotzdem aromatisch süß. Sie müssen optisch und geschmacklich der weitverbreiteten Walderdbeere sehr ähnlich gewesen sein. Unsere heutige Gartenerdbeere entstand vor mehr als 200 Jahren aus der kleinen, aromareichen Scharlacherdbeere aus Amerika und der großfruchtigen, weniger geschmacksintensiven Chilierdbeere.

Erdbeercreme mit Basilikum und Chili- das schmeichelt dem Gaumen

„Erdbeeren sind äußerst druckempfindlich und verderben sehr schnell“, erklärt Jakobs Sohn und ermahnt uns, beim Pflücken äußerst behutsam vorzugehen. Eine Stunde später ist mein Weidenkörbchen randvoll mit Erdbeeren gefüllt, Gott sei Dank, denn eine Wonne für meinen Rücken war die gebückte Pflückhaltung nicht. Erwartungsvoll eile ich in die große Hofküche, die Jakob vor einigen Monaten an das Hauptgebäude angebaut hat. Hier werde ich schon vom Küchenteam des Obsthofes erwartet. Während wir unsere frisch gepflückten Erdbeeren waschen, zerkleinern und würzen, berichten uns die Experten wie vielseitig Erdbeeren verwendet werden können und wie gesund sie sind. Insgesamt vier Hauptgerichte, mehrere Salatvariationen, unterschiedliche Kuchen und köstliche Desserts bereiten wir aus den gesammelten Erdbeeren zu. Am besten schmeckt mir eine Erdbeercreme aus Joghurt mit Amaretti, frischen Basilikumblättern, Mandelplättchen und einer kleinen roten Chilischote. Noch auf der Heimfahrt liegt mir diese grandiose süß-scharfe Geschmackskombination auf der Zunge.

Viele Zutaten für die anspruchsvolle Küche

Chipotle-Marinade

Chipotle-Marinade

Inspiriert vom Erdbeertag auf dem Obsthof habe ich eine Idee: Warum organisieren wir nicht eine Erdbeerwoche im Landcafé? Kaum im Landcafé angekommen ziehe ich mich sofort in mein Büro zurück und beginne, die Speisekarte für eine Erdbeerwoche im Landcafé zu entwerfen. Eine gute Hilfe ist mir dabei der Flyer Fruchtige Erdbeerzeit von EDNA. Besonders die Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung und die Erdbeer-Sahnerolle haben es mir angetan. Außerdem finde ich im EDNA Online-Shop viele Zutaten, die ich für die Zubereitung der Gerichte benötige. Für die richtige Schärfe sorgt die Chipotle-Marinade, eine Sauce mit geräuchertem Chili und Sambal Oelek. Eine schöne Idee für Desserts sind die vielseitigen Schoko-Cups, hier entscheide ich mich für den Cup Fleur Chocolat Sophie. Ideal zum Verfeinern sind die Gewürzzucker-Mühle und die hauchzarten Chilifäden.

Angekommen

Dichte Staubwolken vernebeln den Parkplatz. Endlich hat der letzte Handwerker die Baustelle im Bauernhaus meiner Eltern verlassen. Unsere Spannung steigt. Heute treffen die ersten Pensionsgäste ein.

Noch ist der Geruch nach frischer Farbe, Reinigungsmitteln und neuen Möbeln allgegenwärtig. Doch schon in wenigen Stunden werden zum ersten Mal die Stimmen von Übernachtungsgästen durch das frisch renovierte Erdgeschoss im alten Bauernhaus meiner Eltern schallen. Nach über zwei Monaten Bauzeit kehren wir zur Normalität zurück, dann endlich gehören Staub, Lärm und Bauschutt der Vergangenheit an.
Es war ein langer Weg bis zur Fertigstellung der Frühstückspension. Mühsam kämpften Schlagbohrer gegen den Widerstand der massiven, zweihundert Jahre alten Wände, dagegen ergaben sich die blassblauen Bad- und Küchenfliesen schnell der brachialen Maschinengewalt. Alte Fenster wichen, neue, weiße Zimmerwände entstanden. Und unter der altersgrauen, verkratzten Oberfläche des Parketts schimmerte nach dem Abschleifen ein makelloser, honigfarbender Eichenboden hervor. Schritt für Schritt erhielt das 160 Quadratmeter große Erdgeschoss ein völlig neues Gesicht.

„Beeil Dich, in drei Stunden treffen die ersten Gäste ein!“

Cremeweiß, zartgelb oder hellapricot? Lange diskutierten meine Eltern über den Farbton der Wände in den neuen Gästezimmern. Schließlich entschied sich meine Mutter für mintgrün, außerdem erhielten die zehn Räume sattgrüne Vorhänge und passendfarbige Tagesdecken.
„Wolli, ist die Lieferung von EDNA schon da?“, ruft meine Mutter während sie die frisch gestärkte Tischwäsche im Frühstücksraum ausbreitet. „In drei Stunden treffen die Gäste ein!“ Tatsächlich ist es meiner Mutter bereits am Eröffnungstag gelungen, alle zehn Gästezimmer ihrer Pension zu vermieten. Geholfen hat ihr dabei eine Tourismusagentur aus unserer nahegelegenen Kreisstadt. „Ja“, antworte ich und versuche das Getöse des Staubsaugers zu übertönen. „Die Kartons sind vor wenigen Minuten eingetroffen. Soll ich sie auspacken und Dir alles in der Küche bereitlegen?“ „Ja bitte!“ schreit die frischgebackene Pensionsinhaberin aus dem Frühstücksraum und zerrt ungeduldig am Staubsaugerkabel. „Und beeil Dich!“

Pünktliche EDNA-Lieferung für das Frühstücksbuffet

Gourmet Frühstücksmix

Gourmet Frühstücksmix

Rasch hole ich ein scharfes Messer aus der Backstube, trage die Kartons in die neue Küche und beginne mit dem Auspacken. Zunächst befreie ich die in 12 Kammern unterteilte Teebox aus dem Karton. Anschließend folgen eine Müslileiter, drei Cerealienspender und ein Mischkarton mit EDNA-Marmeladen und Konfitüren. Im zweiten Karton sind ein Brötchenspender und mehrere 4 Liter-Saftdispenser sicher verpackt. Tabletts und mehrere Platten runden die Ausstattung ab. Die tiefgekühlten Knusperbrötchen, Mehrkornkrüstchen und sechsfach sortierte Bio-Gourmet-Frühstücks-Mix der EDNA Lieferung gelangen auf dem kürzesten Wege in die Tiefkühltruhe. Nicht fehlen darf natürlich auch das süße FF-Frühstücksbrötchen, das im Landcafé ebenfalls sehr gerne gekauft wird.

Nun heißt es warten…

Drei Stunden später, um kurz vor 18.00 Uhr, ist alles fertig. Sichtlich ermattet greift meine Mutter nach einem Glas Mineralwasser und lässt sich auf einen der Stühle im neuen Frühstücksraum fallen. „Jetzt werden die Gäste gleich an der Haustür läuten“, meint sie und schaut prüfend auf ihre Armbanduhr. Die Minuten verstreichen, unsere Spannung steigt. „Wie viele Gäste haben sich eigentlich angesagt? will mein Vater wissen. „Eine Gruppe mit 18 Personen“, antwortet meine Mutter. Die Minuten verstreichen. Es wird zwanzig nach sechs, dann halb sieben, schließlich schlägt die Turmuhr der nahegelegenen Kirche sieben Mal. Es hat stark zu regnen begonnen, gleichzeitig peitscht heftiger Wind gegen Mutters sorgfältig geputzte Fensterscheiben.
Was ist, wenn sie sich für eine andere Unterkunft entschieden haben und alle Mühe für umsonst war? Nein, daran mag im Augenblick keiner denken. „Da sind sie!“ruft meine Mutter als plötzlich im Hof das Licht aufleuchtet. Abrupt springt sie von ihrem Stuhl auf und rennt zur Haustür. Draußen im Hof bleibt weiter alles still, nur das Prasseln der Regentropfen ist zu hören. „Die Katze ist in die Reichweite des Bewegungsmelders gelaufen“, murmelt meine Mutter enttäuscht als in den Frühstücksraum zurückkehrt.
Wir beschließen nicht länger zu warten. Während sich meine Eltern in ihr Wohnzimmer zurückziehen, bereite ich Salat, Gurken, Eier und Tomaten für den morgigen Sandwichverkauf vor. In diesem Augenblick nehme ich Stimmen aus dem Obstgarten wahr. Treffen da etwa die Pensionsgäste ein? Eilig öffne ich die Tür, die von der Backstube in den Garten führt und laufe hinaus. Ein vom Regen durchnässter Mann in langer, schwarzer Radlerhose, kurzärmeligen T-Shirt und mit einem weißen Fahrradhelm auf dem Kopf kommt mir entgegen. „Hallo sind Sie Wolli?“, ruft er mir zu während er sich vor Kälte schüttelt. „Entschuldigen Sie bitte unsere Verspätung, wir haben Zimmer in Ihrer Pension gebucht“.

Mutters heiße Suppe bringt die Lebensgeister zurück

Brottöpferl

Brottöpferl

Wenige Minuten später lerne ich auch die anderen 17 durchnässten Radler der Gruppe kennen. Gemeinsam waren sie vor zwei Tagen zu einer mehrtägigen Radtour aufgebrochen Während mein Vater ihnen hilft die regennassen Räder im Schuppen unterzustellen, kocht meine Mutter eine bereits vorbereitete deftige Bohnensuppe im Brottöpferl für ihre ersten, sichtlich wärmebedürftigen Pensionsgäste. Dazu gibt es eine große Käse- und Wurstplatte, knusprige Steinofenbaguettes, Brot aus dem Bio-Brot-Sortiment von EDNA, verschiedene Salatvariationen und frisches Obst. Gegen 21.00 Uhr versammeln sich die Radler frisch geduscht im Frühstücksraum. Hier hat inzwischen der Kamin für behagliche Wärme gesorgt. Während die Radler hungrig über Mutters Bohnensuppe herfallen, berichten sie uns von ihren Abenteuern und Anekdoten, die sie auf den gemeinsamen Radreisen erlebt haben. Die letzte große Tour führte sie im vergangenen Herbst auf dem europäischen Fernradweg von München nach Prag.
Na, wie findest Du Deine ersten Pensionsgäste? frage ich meine Mutter als wir später die Küche aufräumen. „Toll“ schwärmt sie und strahlt mich an. „Sie sind genauso, wie ich mir meine Gäste gewünscht habe“.

Ausflug auf die HOGA

„Stell Dir vor es hat geklappt!“, ruft meine Mutter und strahlt mit dem ersten vorfrühlingshaften Sonnenschein um die Wette. „Die Bank hat den Kredit bewilligt!“ „Wirklich?“ frage ich ungläubig. Im selben Moment werden mir die Konsequenzen dieser Nachricht bewusst: Meine Mutter hat ihren Dickschädel durchgesetzt. Sie wird allen Widerständen zum Trotz im April ihre Frühstückspension eröffnen.

Auch wenn ich ihrer Idee noch immer ein wenig skeptisch gegenüber stehe, diesen Erfolg hat sich meine Mutter redlich verdient. Während der vergangenen Tage haben wir oft bis in die frühen Morgenstunden an dem detaillierten Businessplan gearbeitet, den unsere Hausbank für die Vergabe des Kleinkredits vorausgesetzt hat. Dabei war meiner Mutter keine Aufgabe zu schwer und keine Hürde zu hoch. Scheinbar mühelos arbeitete sie das Dienstleistungsangebot für ihre zukünftigen Gäste aus, kalkulierte Preise, verglich Angebote und überraschte mich mit einem präzise aufgestellten Liquiditäts- und Investitionsplan. „Woher nimmst du nur diese unglaubliche Energie“, fragte ich sie, während wir über die Erfolgsaussichten und Kosten unterschiedlicher Werbemaßnahmen diskutierten, mit denen meine Mutter ihre Frühstückspension bei Wander- und Feriengästen bekannt machen will. „Ich freue mich darauf die Pension zu führen“, lautete ihre ebenso kurze wie eindeutige Antwort.

Schließlich kommt der Tag, an dem meine Mutter ihre Geschäftsidee einem kleinen, hochrangigen Kreis von Entscheidungsträgern der Kreditabteilung vorstellen soll. Während meinem Vater und mir die Anspannung schon am frühen Morgen deutlich anzusehen ist, scheint sie das bevorstehende, alles entscheidende Gespräch kaum zu berühren. Prächtig gelaunt, im neuen, eleganten Kostüm und mit sorgfältig frisierten Haaren steigt sie zu meinem Vater ins Auto. „Viel Glück“, rufe ich meinen Eltern nach und denke dabei unwillkürlich an meinen eigenen Banktermin vor etwa zwei Jahren. Damals musste ich den Mitarbeitern der Kreditabteilung das Konzept für die Dorfbäckerei und das Landcafé vorstellen. So ruhig und gefasst wie meine Mutter habe ich diese ungewohnte Aufgabe jedoch nicht bewältigt.

Es ist geschafft!

Brötchenspender

Brötchenspender

„Wolli, ich brauche noch einen Brötchenspender, einen Kaffeedispenser, Kühlschalen, Karaffen und Buffetvitrinen“, bemerkt die frisch gebackene Pensionsgründerin, als wir abends mit einem Glas Sekt auf den erfolgreichen Tag anstoßen. Meinst Du, dass EDNA diese Dinge im Programm führt? „Ich denke schon“, antworte ich und hole mein Notebook. „Lass uns doch gleich mal nachschauen“. Tatsächlich, im Bereich Non-Food der EDNA Service-Welt werden wir fündig. Dort hält EDNA in der Kategorie ‚Alles fürs Buffet‘ eine große Auswahl hochwertiger und praktischer Serviceprodukte bereit, mit denen sich im Nu ein optisch ansprechendes und appetitliches Frühstücksbuffet anrichten lässt.

Frühstücksbuffet

Frühstücksbuffet

„Schau Dir diese tollen Buffetvitrinen an!“ Während meine Mutter sichtlich angetan im EDNA Online-Shop stöbert, fällt mir ein Newsletter ein, den ich vor wenigen Tagen von EDNA erhalten habe. „Warst Du eigentlich schon einmal auf der HOGA, einer Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung?“, frage ich meine Mutter. „Nein“, antwortet sie und blickt vom Bildschirm meines Notebooks auf. „Aber diese Messe würde mich interessieren“. „Dann lass uns am Dienstag nach Nürnberg fahren“, schlage ich vor. „Dort kannst du dich dann auch zum Thema Frühstücksbuffet beraten lassen“. Außerdem haben wir uns eine kleine Auszeit verdient“, füge ich mit einem Lächeln hinzu.

Gesagt, getan. Bereits um kurz vor 10.00 Uhr, nach nicht einmal zwei Stunden Fahrzeit, erreichen wir das Nürnberger Messegelände, auf dem die HOGA in diesem Jahr stattfindet. Gefangen im dichten Besucherstrom durchqueren wir die ersten vier der insgesamt fünf Ausstellungshallen, begutachten PC-gestützte Kassensysteme, wetterfeste Polstermöbel und einen neuartigen Garkorb zum Grillen von Fisch. Etwa zwei Stunden später erreichen wir endlich die Halle 7. Zielgerichtet steuert meine Mutter auf den Stand C10 von EDNA zu und lässt sich ermattet auf einen freien Stuhl an einem der Bistrotische fallen. Wir gönnen uns zwei Tassen Kaffee und eine kleine Auswahl der leckeren Backwaren, die uns eine EDNA Beraterin anbietet. Während ich die kleine Pause genieße, unterhält sich meine Mutter am Tisch mit der Beraterin und lässt sich über die Ausstattung und das Sortiment Ihres Frühstücksbuffets beraten.

„Es war ein schöner Tag“, resümiert meine Mutter, als wir am Abend die Heimfahrt antreten. „Lass uns das bald wiederholen“.

Bunte Silvester-Kreationen

Es ist kurz nach fünf Uhr morgens, als mich ein lautes Klopfen an die Tür aufschreckt. Irritiert schalte ich die Knetmaschine ab: „Wer ist schon so früh unterwegs?“ Neugierig werfe ich einen Blick durch das beschlagene Fenster.

„Guten Morgen Wolli, hast Du einen Kaffee für mich?“, fragt Anton, einer meiner langjährigen Freunde und reibt seine vor Kälte rotgefärbten Hände. „Was machst Du um diese Zeit schon draußen?“, entgegne ich und reiche ihm einen Becher heißen Kaffee. „Ich komme vom Nachtdienst“, erwidert Anton. „Da es in den vergangenen Tagen beinahe ununterbrochen geschneit hat, sind die Räumfahrzeuge des Landkreises jetzt rund um die Uhr im Einsatz“, fügt er hinzu. Mir fällt ein, dass Anton seit einiger Zeit als technischer Mitarbeiter beim Landkreis angestellt ist. „Dann hast Du sicher nichts gegen ein Frühstück einzuwenden“, schlage ich vor und nehme einige der frisch aufgebackenen Natur-Krüstchen aus dem Heißluftofen.

„Wolli, hast Du eine Idee, wie wir das Buffet für unsere Dorf-Silvesterparty gestalten können?“, fragt Anton während er herzhaft in ein mit Käse, Wurst und Ei belegtes Knusper-Baguettebrötchen beißt. „Du machst Dir wohl Sorgen um das leibliche Wohl unserer Partygäste?“, necke ich ihn und greife ebenfalls zu einem Baguettebrötchen. „Sei unbesorgt und warte einen Augenblick. Ich zeig Dir was!“, rufe ich ihm zu, springe von meinem Stuhl auf und verlasse eilig die Backstube.

„Zum Glück hat Anton erst heute nach dem Silvester-Buffet gefragt“, schießt es mir durch den Kopf als ich die Treppe hinauf in mein Büro laufe. Erst gestern Abend haben meine Mutter und ich über zwei Stunden zusammengesessen, Rezeptbücher gewälzt und diskutiert, wie wir mit einem überschaubaren Aufwand ein pfiffiges, vielseitiges und leckeres Buffet für die erste Dorf-Silvesterparty zaubern können, die im neuen, 200 Quadratmeter großen Saal über dem Landcafé stattfinden wird.

„Mutter, natürlich kommen eine Gulaschsuppe als Vorspeise und ein Krustenrollbraten mit schwäbischen Spätzle und frischen Salaten als Hauptgang gut an“, widerspreche ich ihrem Vorschlag. „Aber exakt diese Speisen haben wir in diesem Jahr schon mehrfach als festliches Buffet angeboten. Ich möchte für die Silvester-Party ein pfiffiges Buffet mit neuen und außergewöhnlichen Leckerbissen zusammenstellen“, argumentiere ich mit Nachdruck. „Und während Du auf der Suche nach tollen Kreationen bist, vergisst Du, dass uns lediglich vier Helfer bei den Buffet-Vorbereitungen unterstützen“, entgegnet meine Mutter sichtlich gereizt und erinnert mich an unsere begrenzten Zeit- und Personalressourcen.

Corolle

Corolle

Später, meine Mutter hatte das Büro längst verlassen, fällt mir ein, dass ich dringend noch FF Kaiserbrötchen und Knusperbrötchen im EDNA Online-Shop nachbestellen muss. Auf der EDNA-Webseite fällt mir der EDNA Rezeptvorschlag des Monats Dezember auf: Blätterteigrolle „Roule“ gefüllt mit Bananen und Mandeln. Hey, das ist es! Diese Blätterteigrollen eignen sich hervorragend als süße Nachspeise für das Buffet. Verlockend klingt auch die Kreation des Monats März 2010: Tartelette Corolle mit Paprika-Tapenade, Pesto und getrocknetem Schinken. Neugierig öffne die pdf- Datei, lese mir die Rezeptanleitung durch und beschließe, die Blätterteigrollen und die Tartelettes Corolle auf unserem Silvester-Buffet anzubieten.

Berliner

Berliner

In der Rubrik EDNA Backwaren werde ich unter dem Stichwort Fingerfood auf eine große Auswahl von Petits Fours aufmerksam. Dieses klassische französische Feingebäck kommt bei Partygästen sehr gut an, sieht toll aus und verleiht jedem Buffet den gewissen Pfiff. Schnell fällt meine Wahl auf die Petits Fours 6-fach sortiert, die Petits Fours Patisserie und die Petits Fours Emotions. Außerdem entscheide ich mich für die HUG Mini Quiches, zwei Mischkartons Mini-Wraps, einen Karton EDNA Mini-Snacks und vier Kartons mit herzhaften Tapas-6fach sortiert. In vielen Regionen Deutschlands ist es üblich, in der Silvesternacht mit Marmelade gefüllte Krapfen oder Berliner zu essen. Mir persönlich gefällt dieser Brauch sehr gut, daher entschließe ich mich, außerdem einen Karton Berliner mit Himbeer-Johannisbeerfüllung in den Warenkorb zu legen. Da diese Berliner in der Steige verpackt sind, sind sie einfach im Handling und ich muss sie nur noch in der Steige kurz im Ofen erwärmen.

Wraps

Wraps

Nachdem ich den Bestellvorgang beendet habe, schreibe ich meine Buffet-Vorschläge noch schnell auf einem DIN A 4 Blatt zusammen. Es wird ein vielseitiges und buntes Buffet mit einer Suppe als Vorspeise. Den Hauptgang bilden Spätzle, Krustenbraten und frische Salate. Eingerahmt werden Vor- und Hauptgang von pfiffigen Petits Fours, Wraps, Tapas, Mini-Quiches, den Tartelettes Corolle und den Blätterteigrollen Roule.

„Super!“, ruft mein langjähriger Freund Anton, als ich ihm meine Vorschläge für das Silvester-Buffet präsentiere. „Das wird lecker“. Zufrieden gönne ich mir noch eine Tasse Kaffee. Die drängende Frage, wie wir trotz begrenzter Möglichkeiten ein vielseitiges und pfiffiges Silvester-Buffet zaubern, ist beantwortet.