21. November 2017

Wolli und das Tor zur Weltmeisterschaft

Nach vielen Wochen des Wartens ist es endlich soweit: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat begonnen. Das vermutlich spektakulärste WM-Tor fiel jedoch auf eher unbedeutendem Grün, in einem alten Obstgarten, hinter einem Landcafé, weit von den brasilianischen Stadien entfernt… 

Heimlich öffne ich die Tür zum Schuppen, husche hinein und taste mich vorsichtig bis zu der drei Meter hohen Spannplatte vor, die unter einer Folie verborgen in der Mitte des Raumes auf dem Boden liegt. Prüfend gleitet meine Hand über die grün lackierte Oberfläche. Erst gestern habe ich mit Hilfe einer Stichsäge zwei runde, 60 Zentimeter breite Löcher in die massive Platte gesägt, eines im linken oberen, das andere schräg gegenüber im rechten unteren Eck. Damit die ausgesägten Bereiche auch aus der Distanz gut sichtbar sind, habe ich sie anschließend dick mit weißer Farbe umrandet und sie so optisch von der grünen Grundfläche  hervorgehoben. Zufrieden betrachte ich mein Werk: Jetzt muss ich nur noch zwei stabile Holzstützen für den sicheren Stand montieren und fertig ist sie: Die erste Landcafé-WM-Torwand!

Public Viewing im Landcafé

Hot Dog Brötchen

Hot Dog Brötchen

Hau ruck! Bereits zwei Stunden später tragen zwei WM-begeisterte Mitglieder des Fußballvereins die neue Torwand aus dem Schuppen und stellen sie im alten Obstgarten hinter dem Landcafé auf. Gut gelaunt beobachte ich die Aktion vom Küchenfenster aus während ich mit den Vorbereitungen für den gemeinsamen Fußballabend im Saal des Landcafés beginne. Wenn am Samstagabend die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr zweites Spiel bei der Fußball-WM in Brasilien absolviert, startet gleichzeitig wieder das Public Viewing im Saal des Landcafés. Die Idee entstand vor einigen Wochen und hat vor allem die Mitglieder der ortsansässigen Sportvereine begeistert. Sie haben mir anschließend auch geholfen, die große Leinwand an der Wand zu montieren, den Beamer zu installieren und den Saal mit neuen Boxen auszustatten, sodass jetzt ebenfalls für eine gute Akustik gesorgt ist. Die Torwand dagegen ist mein Einfall. Mit ihr möchte ich die Fußballfans überraschen und für zusätzlichen Spaß in der Halbzeitpause sorgen.

Es muss nicht immer Bratwurst sein

Bagel

Bagel

Gute Laune verbreitet bestimmt auch das Buffet, das ich für den ersten gemeinsamen Fußballabend plane. Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Sandwiches, Snacks und Salate und habe ich mich bewusst für sommerlich frische und fitnessbetonte Vorschläge entschieden, die gleichzeitig einen Hauch von Rios Copacabana auf den Teller bringen. Meine Wahl fiel auf Bagels mit Caipirinha-Creme, gebratener Putenbrust und frisch gehacktem Koriander. Außerdem stehen Kickerbrötchen mit Thunfisch und Avocado-Tomatensalat sowie Hot Dogs mit Guacamole, pikant gewürzten Mangoscheiben und gebratenem Hähnchenfleisch auf dem Plan. Die Rezeptideen habe ich bei meinem letzten Einkauf im EDNA Online-Shop entdeckt und sofort ausprobiert. Einfach lecker!
Zu meiner Freude habe ich dort auch die lang gesuchten, dekorativen Mini-Schalen und Gläser gefunden, in denen ich am Montag die nach einem Originalrezept zubereiteten brasilianischen Empanadas und den Mango-Gurkensalat servieren werde. Zu trinken gibt es gut gekühltes Bier, Caipirinha und erfrischende, alkoholfreie Cocktails.

Der Goalgetter

Kickerbrötchen

Kickerbrötchen

„Wolli vor, schieß ein Tor!“, feuern mich die im Obstgarten versammelten Freunde an, als ich zum ersten Schuss auf die neue Torwand ansetze. Mit abgeklärtem Blick und eiskaltem Torjägerinstinkt fokussiere ich das linke obere Eck der Wand, lege mir den Ball zurecht, atme noch einmal tief durch und laufe an: Eins, zwei drei…
Beim vierten Anlaufschritt gerät irgend etwas mit meinen Beinen durcheinander. Ich stolpere, verliere das Gleichgewicht und spüre, wie mir der Boden unter den Füßen entgleitet. Entsetzt versuche ich die Kontrolle über meinen Körper zurückzugewinnen, leider vergebens. Ich falle, hilflos dem Gesetz der Schwerkraft folgend und lande mit einem harten Aufprall auf dem Hinterteil. Aus dieser Position verfolge ich benommen die Flugbahn meines rechten weißen Bäckerschlappens, der sich wie ein Bumerang geradewegs auf die Torwand zu bewegt. Für einen Augenblick halte ich den Atem an, dann ist es auch schon geschehen: Mein Schuh erreicht die linke obere Ecke der Torwand, fliegt durch das runde Loch und fällt irgendwo hinter der Sperrholzwand zu Boden. „Tooorrr!“, ertönt ein einsamer Jubelschrei vom Seitenrand, den übrigen Zuschauern hat es vor Lachen die Sprache verschlagen. Das runde Leder liegt währenddessen unberührt vor mir im Gras.

Mein spektakuläres Tor bleibt für Stunden Gesprächsthema Nummer eins im Landcafé. Ich selbst habe mich nach dem einschneidenden Goalgetter-Erlebnis erst einmal in meine Backstube zurückgezogen. Hier fühle ich mich deutlich wohler als auf dem Fußballplatz. An diesem Ort kann ich mich ablenken und dabei die erlittene Schmach und mein noch immer schmerzendes Hinterteil vergessen. Es tröstet mich, dass längst nicht jeder Fußballfan mit einem entsprechenden Spieltalent ausgestattet ist. Die Chance auf außergewöhnliche Treffer haben wir dagegen alle, jeder auf seine Weise. In diesem Sinne wünsche ich allen Fußballfreunden eine torreiche und spannende Weltmeisterschaft!

Wollis Ostermarkt im Landcafé

Schwerfällig zieht der alte Traktor den voll beladenen Anhänger über das Kopfsteinpflaster bis er schließlich laut rumpelnd die Einfahrt zum alten Obstgarten erreicht. Damit ist der Startschuss für den ersten Ostermarkt im Landcafé gefallen…

Im alten Obstgarten werden Traktor und Anhänger bereits von zwei Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr erwartet. Winkend nehmen sie das Gespann in Empfang und lotsen es auf eine hinter dem Garten liegende Freifläche. Im Nu ist der Schlepper von weiteren Dorfbewohnern umringt. Sie öffnen die Verschlussriegel, klappen die Bordwände des Anhängers herunter, ziehen das aufgeladene Baum- und Strauchmaterial von der Ladefläche und türmen es Meter für Meter zu einem mächtigen Haufen auf.

Das Petermännchen blickt herab

Osterfeuer

Osterfeuer

Einen Tag und viele Traktorfuhren später haben es die Helfer geschafft: Vor ihnen steht ein über 30 Meter hoher Berg aus alten Holzpaletten, vertrockneten Weihnachtsbäumen, Baum- und Strauchmaterial. Am höchsten Punkt des Haufens thront, von einem langen Holzpfahl gestützt, das Petermännchen. Seine dünnen, aus Stroh geflochtenen Gliedmaßen haben die Helfer in eine meiner alten, längst ausrangierten Bäckerjacken gehüllt, der Kopf der Puppe ist mit einem großen, löchrigen Strohhut bedeckt. Von dieser Position aus wird das Petermännchen in den nächsten Tagen auf den ersten Ostermarkt im Landcafé blicken, bevor er am Samstagabend vor Ostern den Flammen zum Opfer fällt.

Landauf, landab: Osterfeuer haben eine lange Tradition

Osterlämmchen

Osterlämmchen

Osterfeuer, mancherorts auch als Ostermeiler oder Hutzelfeuer bezeichnet, werden meist am Karsamstag, in einigen Regionen auch erst am Ostersonntag entzündet. Im Sauerland versammeln sich die Bewohner vieler Gemeinden sogar erst am Ostermontag um die brennenden Haufen. Christen verbinden die Osterfeuer mit der Auferstehung Christi und der Wandlung der Finsternis in Licht. Dieses helle Licht wird dann am frühen Ostermorgen vom Pfarrer mit einer am Osterfeuer entzündeten Kerze in die noch abgedunkelte Kirche gebracht, an die Gemeindemitglieder weitergegeben und damit symbolisch in die Welt getragen.
Kaum jemand weiß dagegen, dass bereits die Germanen und Kelten jedes Jahr zum Winterausgang Frühlings- oder Osterfeuer entfachten. Auch sie schichteten dafür bergeweise leicht brennbares Material auf. In den Flammen verbrannten dann die zurückliegenden, oft entbehrungsreichen Wintermonate, gleichzeitig sollte das sengende Feuer die Dorfbewohner von unglückbringenden Hexen und anderen finsteren Mächten befreien. Die bösen Geister wurden dabei symbolisch als Strohpuppen dargestellt. Im Norden Deutschlands werden diese Puppen vielerorts als Petermännchen bezeichnet. Ausschlaggebend für die Namensgebung sind die sogenannten Biikefeuer, die am Vorabend des 21. Februar, dem offiziellen Petrustag, anstelle der Osterfeuer entfacht werden.

Ein bunter Oster-Mitmach-Markt

Osterhasen

Osterhasen

Während das Osterfeuer vor dem Gebäude stetig in die Höhe wächst, laufen im Saal des Landcafés die Vorbereitungen für den Ostermarkt auf Hochtouren. Gerade sind zwei Männer damit beschäftigt, große Pflanzgefäße mit jungen Weidenbäumchen in die Mitte des Saales zu tragen. An einer anderen Stelle werden lange Tapeziertische aufgestellt, mit weißen, frisch gestärkten Tischdecken überzogen und liebevoll dekoriert. Der Tisch der Fleuristin ist bereits fertig dekoriert, hier können die Besucher später selber kleine Osternester und Kränze gestalten. Meine Mutter und ich werden uns während des Ostermarktes in die Küche des Landcafés zurückziehen. Hier werden wir mit den Kindern kleine Kuchen in Osterhasenform backen. Außerdem haben wir Dresdner Osterbrot , Osterlämmer aus feinem Biskuitteig, goldbraun gebackene Osterhasen aus Hefeteig und unterschiedliche Hefezopf-Varianten vorbereitet. Für alle, die es frisch und herzhaft mögen, stehen leckere Barläuch-Brote, Bärlauch-Pesto und deftige Bärlauchciabatta bereit.

Die würden wohl auch dem Petermännchen schmecken.

Wolli und der geschenkte Kaffee

Die Adventszeit naht. Kaum wird die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet, beginnt für viele eine aufregende Zeit. Die Gedanken kreisen um das Weihnachtsfest, gleichzeitig steigt mit jedem Tag die Vorfreude auf die meist liebevoll ausgewählten Geschenke. Eine ganz andere Form des Schenkens sorgt derzeit in vielen Cafés, Bistros und Restaurants für Freude: Suspended Coffee heißt das Zauberwort, das inzwischen weltweit Augen zum Leuchten bringt.

Eine Tasse Kaffee und ein Baguette extra

Suspended Coffee Logo

Suspended Coffee Logo

„Ich möchte zwei Tassen Kaffee und zwei Salami-Baguettes bezahlen“, erklärt der Gast und legt einen zwanzig Euro Schein auf den Bistrotisch. „Gern“ antworte ich, öffne meine Geldbörse und zähle das Wechselgeld ab. Im gleichen Augenblick stutze ich: „Zwei? Sie haben doch nur eine Tasse Kaffee und ein Baguette bestellt!“ „Das ist richtig“, erwidert der Gast. „Die zweite Tasse Kaffee und das zusätzliche Baguette möchte ich aufschieben und an jemanden verschenken, der sich diesen leckeren Imbiss selbst nicht leisten kann. Sie kennen doch die Initiative „Suspended Coffee“?“ „Nein, davon habe ich noch nichts gehört“, antworte ich verblüfft. „Aber ich möchte gerne mehr über diese Initiative erfahren“.

Kaffee ist Zeichen von Verbundenheit

Die Idee des suspended Coffee, des aufgeschobenen Kaffees, stammt ursprünglich aus der süditalienischen Hafenstadt Neapel und entstand in den Aufbaujahren nach Ende des 2. Weltkrieges. Während dieser Zeit lebten viele Neapolitaner in Armut, in zahlreichen Familien reichte das karge Einkommen nicht einmal um satt zu werden. Kaffee, einst Ausdruck neapolitanischer Kultur und Lebensfreude, wurde für viele Bewohner der Stadt zum unerschwinglichen Luxusgut. Gleichzeitig waren die schweren Nachkriegsjahre von einer besonders starken Solidarität geprägt. Der geschenkte Kaffee, mit dem wirtschaftlich besser gestellte Neapolitaner ihre notleidenden Nachbarn unterstützten, wurde zum Ausdruck ihrer Verbundenheit. Später dehnte sich die Idee des suspended Coffee auf Lebensmittel- und Kleidergeschenke aus.

Jeder aufgeschobene Kaffee ist eine Einladung

Suspended Coffee

Suspended Coffee

Gespannt lausche ich den Ausführungen meines Gastes. Gewiss, in einer Gesellschaft, in der sich jeder hauptsächlich auf die eigenen Interessen konzentriert, kann ein geschenkter Kaffee viel Nähe zwischen Fremden schaffen. Jeder aufgeschobene Kaffee ist eine Einladung. Er ist besonders an die Mitmenschen gerichtet, die aus ganz persönlichen Gründen um kommunikative Treffpunkte wie Cafés, Bistros und Restaurants einen großen Bogen machen. Die Botschaft ist klar: Kommt rein, jeder gehört dazu. Kleine Geschenke wie der suspended Coffee können helfen Bekanntschaften zu schließen, Vorurteile abzubauen und bestehende Barrieren zu überwinden.

Während unseres Gespräches betritt eine junge Frau das Landcafé. Frierend schlüpft sie aus ihrem vom Regen völlig durchnässten Mantel und nimmt auf einem Stuhl in der Nähe des Kamins Platz. „Darf ich mich einen Augenblick im Landcafé aufwärmen?“, fragt sie unsicher, als ich ihr die Getränke- und Speisekarte bringe. „Ich habe versehentlich mein Portemonnaie zu Hause vergessen und warte nun darauf, dass man es mir bringt.
Sie hat sich anschließend sehr über den geschenkten Kaffee gefreut.

Wolli und der Waffel-Contest

Jedes Jahr am 25. März feiern die Schweden ihren Våffeldagen, den Waffeltag. Tatsächlich duftet es an diesem Festtag aus vielen schwedischen Küchen nach frischgebackenen Waffeln. Folgen wir doch dieser Tradition! Der Waffel-Contest im Landcafé könnte ein Anfang sein…

Waffeleisen

Waffeleisen

Geschmeidig gleitet der goldgelbe Teig vom Schöpflöffel und schmiegt sich mit einem leisen Zischen an das heiße, wabenähnliche Waffeleisen. Angeregt vom aufsteigenden Duft des warmen Waffelteiges erinnere ich mich an die Sonntagnachmittage meiner Kindheit. Damals, als sich die Familie vor der abendlichen Stallarbeit am großen Esstisch versammelte und erwartungsvoll auf das Tablett mit heißem Kaffee, frischgebackenen Waffeln und Großmutters berühmten Obstkompott wartete. Oft haben meine Schwester und ich vor dem Waffeleisen darum gestritten, wer die fertig gebackene Waffel von der Backform lösen, mit Puderzucker bestreuen und auf dem vorgewärmten Teller anrichten darf.

Torte statt Waffeln?

Später geriet diese sonntägliche Tradition leider mehr und mehr in Vergessenheit. Meine Eltern gaben den arbeitsintensiven Milchviehbetrieb auf, beinahe zeitgleich entdeckte meine Mutter ihre Leidenschaft für selbst gebackenen Kuchen und eigens hergestellte Torten. Als ich meine Ausbildung zum Bäcker und Konditor begann, tüftelten wir sonntags oft stundenlang an neuen, aufwändigen Rezeptideen. Das vergleichsweise bescheidene aber nicht weniger köstliche Waffelgebäck haben wir während dieser Zeit vollkommen aus den Augen verloren.

Einst war die Waffel ein Gebäck des Adels

Herzwaffeln

Herzwaffeln

Dabei waren Waffeln einst das bevorzugte Gebäck der feinen, anspruchsvollen Gesellschaft! Entstanden ist die Kunst des Waffelbackens bereits im 9. Jahrhundert. Die ersten Waffeln wurden in französischen und belgischen Klöstern hergestellt und waren geschmacklich kaum von Oblaten zu unterscheiden. Das änderte sich jedoch im Verlauf der nachfolgenden 400 Jahre. Welche Nation dann tatsächlich die ersten süßen Weichwaffeln gebacken hat, ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Bewiesen ist jedoch, dass Waffeln lange Zeit ein Privileg der feinen, höfischen Gesellschaft waren. Erst ab dem 15. Jahrhundert wurde das süße Gebäck zunehmend häufiger auf Jahrmärkten angeboten und war schließlich als Volks- und Festtagsgebäck im gesamten mitteleuropäischen Raum verbreitet.

 

Lüticher Waffeln

Lüticher Waffeln

Waffeln backen für einen guten Zweck

Ob die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Waffel-Contestes im Landcafé ihre traditionellen Waffelrezepte ebenfalls auf die Kostprobe stellen und verfeinern? Ich jedenfalls bin mit meinem Testergebnis zufrieden und werde original Lütticher Kakaowaffeln ins Rennen schicken. Dabei hoffe ich nicht auf einen möglichen Sieg sondern vielmehr auf eine hohe Besucherzahl. Denn von der Höhe der Einnahmen aus dem Getränke- und Waffelverkauf hängt ab, wie viele neue Spielgeräte für den Dorfkindergarten gekauft werden können.

 

Herzhaft oder klassisch: Wer gewinnt den Contest?

Zuckerwaffeln

Zuckerwaffeln

Belgische Zuckerwaffeln oder saarländische Zimtwaffeln, welche Kreation wird den Wettbewerb im Landcafé gewinnen? Insgesamt neun unterschiedliche Waffeltypen sind auf dem Contest vertreten, darunter auch selbstgebackene Neapolitaner Waffeln oder original niederländische Stroopwafels, besser bekannt als Sirupwaffeln. Schwäbische Schinkenwaffeln, herzhafte Zucchiniwaffeln oder würzige Käsewaffeln aus Finnland runden das breite Angebot ab und zeigen, wie international Waffelgebäck tatsächlich ist.

Lange Zeit bleibt es spannend, dann wählen die zehn Kinder und fünf Erwachsenen der Jury einen Klassiker, die belgischen Zuckerwaffeln mit heißen Kirschen und Schlagsahne zum Contest-Gewinner. Es ist ein verdienter Sieg.

Wolli und das Walnuss-Duell

Kraftvoll saust der kleine Hammer auf die braune, grobrissige Schale. Ihr lautes Splittern verrät, dieser Schlag hat gesessen! Verstohlen blicke ich auf meine Kontrahenten, die mit mir um den Titel des dorfbesten Walnussknackers wetteifern. Noch ist nichts entschieden…

„Was machen wir nur mit so vielen Walnüssen?“, klagt meine Mutter und stellt zwei weitere, prall gefüllte Weidenkörbe auf dem Boden des Dachgeschosses ab. „Keine Ahnung“, erwidere ich und betrachte die reiche Nussernte, die auf Zeitungspapier trocknend die gesamte Bodenfläche des Dachgeschosses bedeckt. „Du hast recht, wir müssen uns etwas einfallen lassen“, stimme ich ihr zu. „Sonst können wir unseren Dachboden bald nicht mehr betreten“.

Walnüsse

Walnüsse

Die rettende Idee entsteht am nächsten Morgen in der Backstube. Wie wäre es, wenn wir auf dem Landcafé-Weihnachtsmarkt unterschiedliche Spezialitäten aus Walnüssen anbieten? Sofort fallen mir die herzhaften Walnuss-Traumstollen ein, die seit Mitte November sicher verpackt in einem Lagerraum auf ihren Anschnitt warten. Bis zum Start des Weihnachtsmarktes bleibt außerdem noch genügend Zeit um leckere Weihnachtsplätzchen aus Walnussteig zu backen. Sehr beliebt sind auch die Bio-Walnussbrote, die wir vor allem im Winter anbieten. Doch so vielversprechend meine Ideen auch klingen mögen: Mit drei Walnuss-Spezialitäten allein füllen wir noch keinen Weihnachtsmarkt-Stand. Hoffnungsvoll mache ich mich auf die Suche nach weiteren ausgefallenen Walnuss-Kreationen.

Focaccia mit Walnuss-Pesto? Skeptisch runzelt meine Mutter die Stirn während sie zögernd in das knusprig-warme, mit Rucola, Käse, Putenfleisch und Pesto gefüllte Weißbrot beißt. Sofort hellt sich die Miene meiner wichtigsten Kritikerin auf: „Wolli, das schmeckt großartig!“ Damit ist über das Schicksal unserer braunschaligen Gäste auf dem Dachboden entschieden. Hätte ich doch nur geahnt, welch harte Nuss ich mir mit dieser Entscheidung aufbürde!

„Hallo Wolli, wie ist die Lage?“, fragt mein Freund Anton, als er am frühen Abend die Küche im Landcafé betritt. „Miserabel“, antworte ich gereizt. Seit Stunden sitze ich nun schon vor dem massiven Eichenholz-Esstisch inmitten unzähliger Schalensplitter und schlage mit einem kleinen Holzhammer auf die widerstandsfähigen Walnüsse ein. Der Hammer hat sich inzwischen als das bisher komfortabelste Werkzeug zum Öffnen der Nussschalen erwiesen. Immerhin konnte ich so die Stückzahl pro Stunde deutlich steigern. Trotzdem leert sich der bis zum Rand mit Walnüssen beladene Wäschekorb im Zeitlupentempo. „Brauchst du die Nusskerne tatsächlich alle in diesem Jahr oder arbeitest du schon für die nächste Adventszeit vor?“ Anton kann sich eine spöttische Bemerkung angesichts meines Elends nicht verkneifen. „Wenn du mich ärgern willst, hau besser ab!“, fauche ich ihn wütend an und stelle die Schale mit den Nusskernen zur Kontrolle auf die Küchenwaage. Beim Blick auf das Wiegeergebnis taumelt meine Geduld endgültig gen Nullpunkt: Es fehlen noch immer 600 Gramm Walnusskerne.

Schließlich kann Anton meine schlechte Laune nicht mehr ertragen und verlässt die Küche. Zu meiner Überraschung kehrt er wenige Minuten später mit einem pfeifenähnlichen Nussknacker aus Holz zurück. „Probier es doch mal mit dieser Nuss-Schraubenpresse“, muntert er mich auf und drückt mir das hölzerne Werkzeug in die Hand.
Angelockt von den Hammerschlägen haben inzwischen auch mehrere Gäste aus der Dorfwirtschaft den Weg in die Küche gefunden. Sie alle scheinen fachkundige Walnuss-Liebhaber zu sein, selbstverständlich hat jeder von ihnen den mit Abstand besten Nussknacker im Einsatz. Schnell entwickelt sich aus dem anfangs wohlwollenden Expertengespräch ein hitziges Wortgefecht über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Nussknacker. Wer ist der Stärkste? Führt etwa der hölzerne, als Husar bemalte Nussknacker das Feld an oder sind ihm die Nussknackerzangen, die Bechernussknacker oder die Walnusssplitter weit überlegen? Als zu guter Letzt ein muskulöser Kraftprotz damit prahlt, dass er zum Öffnen der Nussschalen lediglich eine weitere Walnuss benötigt, ringe ich endgültig um Fassung. Doch halt: Warum soll ich mich ärgern? Es gibt doch einen viel besseren Weg!

„Ihr wollt wissen welcher Nussknacker der Beste ist?“, rufe ich provokativ in die Runde. „Gut, probieren wir es aus! Ich fordere euch zum Duell. Sieger ist, wer nach zehn Minuten die meisten Nusskerne in sein Dessertschälchen gesammelt hat. Einverstanden?“

Walnussöl

Walnussöl

„Fünf, vier, drei, zwei, eins und stopp!“ Auf die Sekunde genau beendet der Schiedsrichter unseren Wettstreit. Sichtlich erschöpft lehnen sich die Kontrahenten zurück, keine Frage, hier hat jeder vollen Einsatz gezeigt. Verstohlen werfe ich einen Blick in die Dessertschälchen meiner Gegner und atme auf. Der Plan hat funktioniert! In den Schälchen liegen die restlichen 600 Gramm Walnusskerne für das Pesto!

Am Ende dieses Tages steht eines fest: Nie wieder werde ich Walnüsse unterschätzen. Ein versöhnlicher Gedanke ist jedoch das feine Walnussöl, das bald in der nahegelegenen Ölmühle aus den noch verbliebenen Nüssen entsteht.

O‘zapft is!

Zünftige Blasmusik, dazu eine frischgezapfte Maß Bier und eine Fahrt im legendären Olympia Looping. Seit vielen Jahren fahren meine Freunde und ich zum Feiern auf das Oktoberfest. Und dieses Jahr?

Brotzeit

Brotzeit

„Das Wohnmobil steht bereit, wir können am Freitagabend starten“, verkündet mein Freund Anton und legt triumphierend ein Herz-As in der Mitte des Tisches ab. Fragend schauen ihn die anderen Mitglieder der Kartenspielrunde an: „Wohin willst du am Freitagabend fahren?“ „Ja habt ihr das etwa vergessen, an diesem Wochenende beginnt das Oktoberfest in München und ihr wollt doch sicher auch rechtzeitig zum Fassanstich auf der Wiesn sein, oder?“, braust Anton auf. Betroffen schauen wir uns an: Ja, die Eröffnung des Oktoberfestes haben wir tatsächlich vergessen. „Weißt Du Anton, ich werde dieses Jahr nicht mitfahren“, erklärt mein Tischnachbar nach einigem Zögern. Sofort schließen sich drei andere Kartenspieler seiner Absage an. „Meine Eltern sind drei Wochen im Urlaub, ich kann ebenfalls nicht mitfahren“, bekenne auch ich kleinmütig. „Tut mir leid“.

„Na ihr seid tolle Freunde!“, ereifert sich Anton sichtlich gereizt. „Seit zehn Jahren fahren wir gemeinsam zur Wiesn, verbringen dort immer eine tolle Zeit und jetzt habt ihr plötzlich keine Lust mehr!“ „Das siehst du falsch“, korrigiert mein Tischnachbar. „Lust zum Feiern habe ich schon, der Zeitpunkt ist ungünstig“. Leider verfehlen seine erklärenden Worte ihre Wirkung. Verärgert knallt Anton seine Spielkarten auf den Tisch und verlässt kommentarlos die Dorfwirtschaft. Bestürzt schauen wir ihm nach.

Was machen wir nun? fragt einer der Kartenspieler und blickt ratlos in die Runde. „Jetzt organisieren wir unser eigenes Oktoberfest“, antworte ich entschlossen. Skeptisch schauen mich die Mitglieder der Kartenspielrunde an: „Hier im Landcafé?“ „Selbstverständlich im Landcafé oder kennt ihr einen besseren Ort?“ entgegne ich und skizziere ihnen meine spontane Idee. Trotz kleiner Bedenken ist die Spielgemeinschaft sofort bereit, das erste Oktoberfest im Landcafé tatkräftig zu unterstützen. Unsere gute Laune wirkt so ansteckend, dass auch die anderen Gäste in der Dorfwirtschaft aufmerksam werden und sich an den Planungen beteiligen. Drei Stunden später ist alles organisiert: Die örtliche Musikkapelle sorgt für zünftige Festzeltstimmung, das Schmücken des Festsaales übernehmen die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores. Eine große Hilfe sind die Mitglieder des Schützenvereins. Sie werden mich bei der Bewirtung und beim Getränkeausschank unterstützen. Sogar ein Kinderkarussell und eine Hüpfburg konnten wir auf die Schnelle ordern.

Wiesn-Brezn

Wiesn-Brezn

„Und was bietest Du zum Essen an?“, fragt meine Mutter als ich sie später an ihrem Urlaubsort anrufe und von den Ereignissen am heutigen Abend berichte. „Oh, ich dachte an ein Bayerisches Buffet mit Leberkäs-Wickel, Brathähnchen, Radi-Salat, Wurstsalat, einem würzigen Obazter und einer Bayerischen Creme für Gäste, die süße Desserts lieben“, zähle ich auf. Ein Bayerisches Buffet ist sicher eine gute Idee, doch was ist ein frisch gezapftes Bier ohne Laugengebäck? Im EDNA Onlineshop entdecke ich eine große Brezelauswahl, darunter auch die original Wiesn Brezn. Eine leckere Bereicherung für das Bayerische Buffet sind die fertiggebackenen FF Brezeln mit und ohne Hagelsalz. Außerdem entscheide ich mich für einen Karton mit FF Käsebrezeln. Klasse zur Bayerischen Creme sind die Marzipan-Brezeln, sie schmecken bestimmt auch den jüngeren Gästen. Stichwort Oktoberfest: Wenn wir in diesem Jahr nicht auf der Theresienwiese feiern, wie wäre es stattdessen mit einem Lebkuchenherz, das vom Oktoberfest grüßt?

Lebkuchenherz

Lebkuchenherz

Dann fällt mein Blick auf die blauen und roten Lebkuchenherzen zum Selbstgestalten. Das ist doch eine super Kreatividee für die Kinder, die auf unser Oktoberfest kommen! Gleichzeitig könnte ich ein Lebkuchenherz als Versöhnungsgeschenk für Anton gestalten. Wenn der wüsste was seit seinem Wutausbruch alles passiert ist! Wenige Klicks später habe ich den geeigneten Zuckerguss zum Dekorieren der Lebkuchenherzen, passende Klarsichtbeutel und schönes Ziehband im EDNA Shop gefunden. Zufrieden beende ich meinen Bestellvorgang und schalte den Computer aus. Schon bald wird es auch im Landcafé heißen: O‘zapft is!

Wollis Sommermärchen

Fußball-WM

Fußball-WM

„Jetzt nur nicht stolpern“, mahne ich mich und trage stolz den zehn Kilogramm schweren Karton zum Auto. Noch ahne ich nicht, welche Folgen der soeben erworbene Beamer haben wird…
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, sagt der Volksmund und tatsächlich wirken Bilder oft stärker auf den Betrachter als das geschriebene oder gesprochene Wort. Bilder vereinfachen Inhalte, geben Orientierung und sorgen dafür, dass wir uns Zusammenhänge leichter merken können. Vielleicht ist unser Wunsch nach Bildern deshalb so groß.

Bilder, die im Großformat an die Wand geworfen werden, scheinen auch für Veranstaltungen immer wichtiger zu werden. Erst in der vergangenen Woche hat sich ein Unternehmen aus der Nachbarstadt entschlossen, ihr firmeninternes Seminar nicht im Saal des Landcafés zu veranstalten. Grund für die Absage war, dass meine Mutter und ich keinen Beamer für die Veranstaltung bereitstellen konnten. Ähnlich enttäuscht haben die Eltern eines Brautpaares reagiert, die am Hochzeitsfest mit einer Bildershow an die Kinderzeit der Frischvermählten erinnern wollten. „Wolli, es hilft nichts, wir brauchen einen Beamer“, erklärt meine Mutter und schaut mich auffordernd an. Widerwillig stimme ich zu und mache mich auf die Suche nach einem geeigneten digitalen Projektor. „Hoffentlich habe ich mit diesem Gerät keine Fehlentscheidung getroffen“, grübele ich während ich den Kleintransporter durch den dichten Stadtverkehr zurück zum Landcafé manövriere.

Das war wohl nichts!

„Schalten Sie alle angeschlossenen Geräte ein, der Projektor sucht selbstständig nach Eingangssignalen“, lese ich in der Bedienungsanleitung. Sofort starte ich das Notebook und verfolge gespannt die Reaktion des Projektors. Gleich wird er sein erstes Bild auf die Wandoberfläche werfen! Doch meine Vorfreude wird herb enttäuscht: „Kein Eingangssignal gefunden“, projiziert der Beamer stattdessen an die weiße Zimmerwand. Ratlos blättere ich im Handbuch. Wie ist das möglich? Ich habe doch alle Anweisungen genau befolgt! Nach fünf weiteren Fehlversuchen gebe ich frustriert auf. So ein Mist! Die Freude an dem neuen Gerät ist mir gründlich vergangen.

 

HDMI – nun ist die Verwirrung komplett

Frauen-Fußball-WM

Frauen-Fußball-WM

„Wow, mit diesem Beamer hast du eine gute Wahl getroffen“, lobt mein Freund Anton und pfeift anerkennend durch die Zähne als er am frühen Sonntagabend den neuen Projektor auf meinem Schreibtisch sieht. „Ach tatsächlich?“, fauche ich zurück. „Vielleicht wirft die „gute Wahl“ endlich einmal Bilder statt Fehlermeldungen an die Wand!“ „Nun bleib mal locker“, grinst Anton während er das Eingangssignal an dem Projektor korrigiert. Und tatsächlich: Wenige Sekunden später bildet der Beamer ein gestochen scharfes Testbild auf der weißen Wandoberfläche ab. Na also, warum nicht gleich so?

„Wolli, dein neuer Beamer besitzt sogar einen HDMI-Eingang“, ruft Anton begeistert und legt die Bedienungsanleitung zurück auf den Schreibtisch. „Einen was?“, frage ich verwirrt. „HDMI steht für High Definition Multimedia Interface und ist eine Schnittstelle, die hochauflösende Bilder in HD-Qualität überträgt“, erklärt Anton. „Hol mal deinen Receiver aus dem Wohnzimmer, dann zeige ich dir wie eine HDMI-Schnittstelle arbeitet“. Wortlos gehe ich zum Phonoschrank, löse die Kabelverbindung zwischen Fernseher und Receiver und kehre mit dem Empfangsgerät, dem Receiver-Kabel und der Fernbedienung in mein Büro zurück. „Gleich wirst du staunen“, verspricht Anton während er die beiden Geräte miteinander verbindet und anschließend den Verstärker meiner Stereoanlage an den Beamer anschließt.

Fußball-WM der Frauen und wir sind live dabei!

fit-for-fun

Naturkrüstchen fit-for-fun

Die fröhliche, ausgelassene Stimmung der über 73.000 Fans in den Zuschauerrängen des Berliner Olympiastadions nimmt uns sofort gefangen. Aufmunternde Sprechchöre, unzählige schwarz-rot-goldgestreifte Flaggen, rhythmische Paukenschläge, es ist, als ständen wir direkt in diesem tobenden Kessel. „Hey Wolli, wir sehen das WM-Auftaktspiel der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft gegen Kanada“, ruft Anton aufgeregt. „Unglaublich“, antworte ich tonlos und lasse mich auf meinem Bürostuhl fallen.
„Tolle Flanke von Melanie Behringer auf Kerstin Garefrekes“, kommentiert der Reporter, „die Mittelstürmerin nimmt den Ball sicher an und schießt“. „TOOOR!“, brüllen Anton und ich wie aus einem Munde und springen ruckartig von unseren Stühlen auf. „Wir sollten die Dorfwirtschaft zur Public Viewing Area erklären“, schreie ich gegen den lautstarken Jubel der Fußballfans an. „Super Idee, das machen wir!“, ruft Anton zurück. „Und wer bringt das deiner Mutter bei?“

Public Viewing im Landcafé – eine runde Sache

Kickerbrötchen

Kickerbrötchen

„Public Viewing bei uns im Landcafé, warum sollte ich etwas dagegen haben?“, fragt meine Mutter erstaunt als ich ihr am späten Abend von unseren Plänen berichte. „Schau, dieses Infoblatt kam vor einigen Tagen mit der Post, dort findest du bestimmt tolle Tipps für das Public Viewing“, fügt meine Mutter hinzu und legt mir den EDNA-Flyer mit Highlights zur Fußball-WM auf den Küchentisch. „Der kommt wie gerufen“, denke ich und lese mir aufmerksam das Rezept für die EDNA-Kickerbrötchen durch. Lecker sieht auch das Rezept „Natur-Krüstchen „fit for fun“ für das Natur-Krüstchen aus. Kurzentschlossen logge ich mich in den EDNA Online-Shop ein und bestelle einen Karton mit Kickerbrötchen und einen Karton mit Naturkrüstchen. Für das passende Ambiente sorgen kühles Bier, leckere Snacktaschen und herzhafte Sandwich-Ecken. Die gute Stimmung zaubern ganz sicher die deutschen Fußball-Frauen in den Saal. Dann wird das Sommermärchen im Landcafé im wahrsten Sinne eine runde Sache.

Angekommen

Dichte Staubwolken vernebeln den Parkplatz. Endlich hat der letzte Handwerker die Baustelle im Bauernhaus meiner Eltern verlassen. Unsere Spannung steigt. Heute treffen die ersten Pensionsgäste ein.

Noch ist der Geruch nach frischer Farbe, Reinigungsmitteln und neuen Möbeln allgegenwärtig. Doch schon in wenigen Stunden werden zum ersten Mal die Stimmen von Übernachtungsgästen durch das frisch renovierte Erdgeschoss im alten Bauernhaus meiner Eltern schallen. Nach über zwei Monaten Bauzeit kehren wir zur Normalität zurück, dann endlich gehören Staub, Lärm und Bauschutt der Vergangenheit an.
Es war ein langer Weg bis zur Fertigstellung der Frühstückspension. Mühsam kämpften Schlagbohrer gegen den Widerstand der massiven, zweihundert Jahre alten Wände, dagegen ergaben sich die blassblauen Bad- und Küchenfliesen schnell der brachialen Maschinengewalt. Alte Fenster wichen, neue, weiße Zimmerwände entstanden. Und unter der altersgrauen, verkratzten Oberfläche des Parketts schimmerte nach dem Abschleifen ein makelloser, honigfarbender Eichenboden hervor. Schritt für Schritt erhielt das 160 Quadratmeter große Erdgeschoss ein völlig neues Gesicht.

„Beeil Dich, in drei Stunden treffen die ersten Gäste ein!“

Cremeweiß, zartgelb oder hellapricot? Lange diskutierten meine Eltern über den Farbton der Wände in den neuen Gästezimmern. Schließlich entschied sich meine Mutter für mintgrün, außerdem erhielten die zehn Räume sattgrüne Vorhänge und passendfarbige Tagesdecken.
„Wolli, ist die Lieferung von EDNA schon da?“, ruft meine Mutter während sie die frisch gestärkte Tischwäsche im Frühstücksraum ausbreitet. „In drei Stunden treffen die Gäste ein!“ Tatsächlich ist es meiner Mutter bereits am Eröffnungstag gelungen, alle zehn Gästezimmer ihrer Pension zu vermieten. Geholfen hat ihr dabei eine Tourismusagentur aus unserer nahegelegenen Kreisstadt. „Ja“, antworte ich und versuche das Getöse des Staubsaugers zu übertönen. „Die Kartons sind vor wenigen Minuten eingetroffen. Soll ich sie auspacken und Dir alles in der Küche bereitlegen?“ „Ja bitte!“ schreit die frischgebackene Pensionsinhaberin aus dem Frühstücksraum und zerrt ungeduldig am Staubsaugerkabel. „Und beeil Dich!“

Pünktliche EDNA-Lieferung für das Frühstücksbuffet

Gourmet Frühstücksmix

Gourmet Frühstücksmix

Rasch hole ich ein scharfes Messer aus der Backstube, trage die Kartons in die neue Küche und beginne mit dem Auspacken. Zunächst befreie ich die in 12 Kammern unterteilte Teebox aus dem Karton. Anschließend folgen eine Müslileiter, drei Cerealienspender und ein Mischkarton mit EDNA-Marmeladen und Konfitüren. Im zweiten Karton sind ein Brötchenspender und mehrere 4 Liter-Saftdispenser sicher verpackt. Tabletts und mehrere Platten runden die Ausstattung ab. Die tiefgekühlten Knusperbrötchen, Mehrkornkrüstchen und sechsfach sortierte Bio-Gourmet-Frühstücks-Mix der EDNA Lieferung gelangen auf dem kürzesten Wege in die Tiefkühltruhe. Nicht fehlen darf natürlich auch das süße FF-Frühstücksbrötchen, das im Landcafé ebenfalls sehr gerne gekauft wird.

Nun heißt es warten…

Drei Stunden später, um kurz vor 18.00 Uhr, ist alles fertig. Sichtlich ermattet greift meine Mutter nach einem Glas Mineralwasser und lässt sich auf einen der Stühle im neuen Frühstücksraum fallen. „Jetzt werden die Gäste gleich an der Haustür läuten“, meint sie und schaut prüfend auf ihre Armbanduhr. Die Minuten verstreichen, unsere Spannung steigt. „Wie viele Gäste haben sich eigentlich angesagt? will mein Vater wissen. „Eine Gruppe mit 18 Personen“, antwortet meine Mutter. Die Minuten verstreichen. Es wird zwanzig nach sechs, dann halb sieben, schließlich schlägt die Turmuhr der nahegelegenen Kirche sieben Mal. Es hat stark zu regnen begonnen, gleichzeitig peitscht heftiger Wind gegen Mutters sorgfältig geputzte Fensterscheiben.
Was ist, wenn sie sich für eine andere Unterkunft entschieden haben und alle Mühe für umsonst war? Nein, daran mag im Augenblick keiner denken. „Da sind sie!“ruft meine Mutter als plötzlich im Hof das Licht aufleuchtet. Abrupt springt sie von ihrem Stuhl auf und rennt zur Haustür. Draußen im Hof bleibt weiter alles still, nur das Prasseln der Regentropfen ist zu hören. „Die Katze ist in die Reichweite des Bewegungsmelders gelaufen“, murmelt meine Mutter enttäuscht als in den Frühstücksraum zurückkehrt.
Wir beschließen nicht länger zu warten. Während sich meine Eltern in ihr Wohnzimmer zurückziehen, bereite ich Salat, Gurken, Eier und Tomaten für den morgigen Sandwichverkauf vor. In diesem Augenblick nehme ich Stimmen aus dem Obstgarten wahr. Treffen da etwa die Pensionsgäste ein? Eilig öffne ich die Tür, die von der Backstube in den Garten führt und laufe hinaus. Ein vom Regen durchnässter Mann in langer, schwarzer Radlerhose, kurzärmeligen T-Shirt und mit einem weißen Fahrradhelm auf dem Kopf kommt mir entgegen. „Hallo sind Sie Wolli?“, ruft er mir zu während er sich vor Kälte schüttelt. „Entschuldigen Sie bitte unsere Verspätung, wir haben Zimmer in Ihrer Pension gebucht“.

Mutters heiße Suppe bringt die Lebensgeister zurück

Brottöpferl

Brottöpferl

Wenige Minuten später lerne ich auch die anderen 17 durchnässten Radler der Gruppe kennen. Gemeinsam waren sie vor zwei Tagen zu einer mehrtägigen Radtour aufgebrochen Während mein Vater ihnen hilft die regennassen Räder im Schuppen unterzustellen, kocht meine Mutter eine bereits vorbereitete deftige Bohnensuppe im Brottöpferl für ihre ersten, sichtlich wärmebedürftigen Pensionsgäste. Dazu gibt es eine große Käse- und Wurstplatte, knusprige Steinofenbaguettes, Brot aus dem Bio-Brot-Sortiment von EDNA, verschiedene Salatvariationen und frisches Obst. Gegen 21.00 Uhr versammeln sich die Radler frisch geduscht im Frühstücksraum. Hier hat inzwischen der Kamin für behagliche Wärme gesorgt. Während die Radler hungrig über Mutters Bohnensuppe herfallen, berichten sie uns von ihren Abenteuern und Anekdoten, die sie auf den gemeinsamen Radreisen erlebt haben. Die letzte große Tour führte sie im vergangenen Herbst auf dem europäischen Fernradweg von München nach Prag.
Na, wie findest Du Deine ersten Pensionsgäste? frage ich meine Mutter als wir später die Küche aufräumen. „Toll“ schwärmt sie und strahlt mich an. „Sie sind genauso, wie ich mir meine Gäste gewünscht habe“.

Wolli auf Wechselkurs – welche Veränderungen bringt das neue Jahr?

Eröffnen wir im April eine Frühstückspension, ja oder nein? Seit Tagen drücke ich mich vor dieser Entscheidung. Meine Mutter hingegen verfolgt ihre Idee mit Nachdruck.

„Warum sollen dein Vater und ich nicht die leer stehenden Zimmer in unserem Bauernhaus herrichten und an Übernachtungsgäste vermieten?“, fragt meine Mutter bei unserem gemeinsamen Frühstück. Ich zuckte zusammen als hätte mich eine spitze Nadel getroffen: „Bitte Mutter, lass uns nicht schon wieder über dieses Thema diskutieren. Du kennst doch meinen Standpunkt“.

Seit Tagen liegt sie mir mit dieser fixen Idee in den Ohren. Und mindestens genauso lange versuche ich einer Entscheidung auszuweichen. Sicher, seit die Großeltern verstorben sind und meine Schwester in eine andere Stadt gezogen ist, bewohnen meine Eltern das große, über 250 Jahren alte und liebevoll gepflegte Bauernhaus allein. Oft hat meine Mutter die vielen, ungenutzten Räume und die ungewohnte, fast beängstigende Stille im Haus beklagt. Vor drei Jahren, kurz nachdem meine Eltern aus Altersgründen aus der Milchviehhaltung ausstiegen, begann mein Vater das über 400 Quadratmeter große Bauernhaus Schritt für Schritt umzubauen. Im Zuge dieser Maßnahmen haben sich meine Eltern eine moderne, altersgerechte Wohnung im ersten Obergeschoss des Bauernhauses eingerichtet. Gleichzeitig entstand im Dachgeschoss eine schöne, 140 Quadratmeter große Wohneinheit, in der ich jetzt lebe. Die Räume im Erdgeschoss des alten Bauernhauses sind seit dem Umbau unbewohnt und werden nur hin und wieder als Gästeschlafzimmer genutzt. Exakt diese Räume möchte meine Mutter jetzt renovieren und künftig an Pensionsgäste vermieten.

Frühstücksbrötchen

Frühstücksbrötchen

„Das alte Wohn- und Esszimmer mit dem großen Kachelofen könnten wir in einen behaglichen Frühstücks- und Aufenthaltsraum verwandeln“, überlegt meine Mutter, während sie in ein frisches, süßes FF-Frühstücksbrötchen beißt. „Mutter, noch vor wenigen Wochen hast Du mich mit deutlichen Worten an unsere begrenzten Zeit- und Personalressourcen erinnert. Daher verstehe ich nicht, warum du jetzt unbedingt eine Frühstückspension eröffnen möchtest!“, mache ich meinem Ärger Luft.
„Weil ich schon immer eine Frühstückspension führen wollte“, antwortet meine Mutter leicht gereizt. „Außerdem wirst du meine Hilfe im Landcafé und in der Dorfbäckerei in Zukunft nicht mehr so häufig benötigen. Meine Aufgaben übernehmen ja jetzt deine neuen Mitarbeiter“, fügt sie hinzu.

Die neuen Mitarbeiter – Fluch oder Segen

Aha, daher weht der Wind. Meiner Mutter missfällt offensichtlich die Personalentscheidung, die ich Ende Dezember zusammen mit meinem Steuerberater getroffen habe. Dabei hat der Steuerfachmann und langjährige Freund der Familie in erster Linie die guten Betriebsergebnisse gelobt, die ich mit Unterstützung meiner Eltern seit der Eröffnung des Landcafés und der Dorfbäckerei erzielt habe. „Aus wirtschaftlicher Sicht spricht nichts dagegen, zwei Mitarbeiter einzustellen, die dich in der Backstube und im Verkauf unterstützen, Wolli“, erwiderte er auf meine Frage und klopfte mir anerkennend auf die Schulter. Kurzentschlossen habe ich auf dem Rückweg einen Zwischenstopp bei unserem städtischen Zeitungsverlag eingelegt und zwei Stellenanzeigen gebucht. Seit gestern gehören nun der Bäckergeselle Franz und die Bäckereifachverkäuferin Sonja zum Team.

„Ich möchte, dass uns Sonja und Franz entlasten“, versuche ich meiner Mutter zu erklären. „Du hast in den vergangenen Monaten wahrlich genug im Landcafé und in der Dorfbäckerei gearbeitet. Doch statt dir jetzt etwas mehr Ruhe zu gönnen, befürchtet du, überflüssig zu werden und stürzt dich kopfüber in das nächste Großprojekt“, mache ich meinen Ärger Luft. „Falsch!“, unterbricht mich meine Mutter. „Ich werde die günstige Gelegenheit nutzen und mir einen langgehegten Wunsch erfüllen“, ergänzt sie und beginnt den Frühstückstisch abzuräumen. „Wir werden sehen“, seufze ich und beschließe am Nachmittag noch einmal mit meinem Vater über Mutters Pläne zu sprechen.

„Lass sie gewähren“, schmunzelt mein Vater und nickt mir aufmunternd zu. „Wir kennen doch beide den Dickschädel deiner Mutter. Letztendlich hängt ihr Projekt von der Kreditzusage unserer Hausbank ab“. „Du glaubst also nicht daran, dass Mutter ihre Idee umsetzt und eine Frühstückspension eröffnet?“, frage ich fast ein wenig erleichtert. „Sie soll es probieren“, antwortet mein Vater und schaut mich an. „Ich werde deine Mutter bei der Verwirklichung ihrer Idee unterstützen. Trotzdem befürchte ich, dass sie keinen Erfolg haben wird“.
Ob er Recht behält?

Weihnachtsmarkt im Landcafé – der Countdown läuft!

Ein köstlicher Duft nach karamellisierten Mandeln dringt durch das geöffnete Fenster der Backstube in den alten Obstgarten. Verzaubert vom Geruch meiner Kindertage halte ich inne: Wenn meine Mutter ihre berühmten Florentiner-Plätzchen backt, ist Weihnachten nicht mehr fern.

Erster eigener Dorfweihnachtsmarkt

Draußen im alten Obstgarten vor dem Landcafé haben Akkuschrauber, Hammer, Sägen und Wasserwaagen das Sagen. Selbst die klirrende Kälte hat die Bewohner meines Dorfes nicht davon abgehalten, beim Aufbau des ersten ortseigenen Weihnachtsmarktes zu helfen. Die Idee, einen Advents- und Weihnachtsmarkt im alten Obstgarten vor dem Landcafé zu organisieren, ist schon vor Monaten entstanden. Jetzt, nach vielen Wochen Vorbereitungszeit hat der Countdown begonnen. Pünktlich am zweiten Adventssonntag wird unser Dorf-Weihnachtsmarkt öffnen.

Endlich, der Weihnachtsbaum steht!

Während die Frauen und Männer der freiwilligen Feuerwehr in Rekordzeit einen selbstgebauten Weihnachtsstand nach dem anderen aufbauen, mühen sich die Mitglieder des Kirchenchores redlich, die meterlangen Lichterketten in den knorrigen, schneebedeckten Apfel- und Kirschbäumen zu befestigen. Eifrig laufen Kinder zwischen den Weihnachtsständen hin und her und schmücken die Wände der rustikalen Holzbuden mit gesammelten Fichtenzweigen, Tannenzapfen und selbstgebastelten Papiergirlanden. Die zweifellos unangenehmste Aufgabe haben die Mitglieder des Schützenvereins und der Jagdgenossenschaft zu bewältigen: Schon seit über einer Stunde versuchen sie die vom Ortsbürgermeister gestiftete, zehn Meter hohe Weißtanne aufzurichten. Ein letztes Mal widersteht die Tanne den Kräften des Krans, dann ist es geschafft: Der Weihnachtsbaum steht.

Brottöpferl

Brottöpferl

Werden die Brottöpferl „Terrinette“ ihre Geschmacksprobe bestehen?

„Wolli!“, ruft meine Mutter aus der Backstube, „komm schnell, die Suppe ist fertig“. Mit vereinten Kräften tragen wir einen riesengroßen Topf Gulaschsuppe aus der Backstube in den Obstgarten. Dazu gibt es frischen Sauerrahm und würzige, feingehackte Kräuter aus Mutters Bauerngarten. „Jetzt bin ich gespannt wie deine Gulaschsuppe in den Brottöpferl von EDNA schmeckt“, sage ich zu meiner Mutter, während ich die dampfende Gulaschsuppe in die aus herzhaftem Brotteig gebackenen Töpfe fülle. Optisch sehen die Brottöpferl mit ihrem dekorativen Brotdeckel jedenfalls klasse aus.

Bei Mutters deftiger Gulaschsuppe greift jeder zu

Vielleicht hätte ich die Suppe und die Brottöpferl sofort probieren sollen. Denn schon nach wenigen Minuten haben die fleißigen Weihnachtsmarkt-Helfer alles restlos aufgegessen. „Wolli, wir sollten die Gulaschsuppe und die Brottöpferl auch auf unserem Weihnachtsstand anbieten“, meint meine Mutter und steckt sich genüsslich das letzte Stück ihrer Terrinette in den Mund. „Das hat richtig gut geschmeckt“, sagt sie kauend. „Ja, das ist sicher eine gute Idee“, erwidere ich. „Bitte lass uns heute Abend in Ruhe überlegen, was wir noch alles für den Stand organisieren müssen“, rufe ich ihr zu und laufe zu meinen Feuerwehr-Kameraden. Die haben frisch gestärkt damit begonnen, den nächsten Weihnachtsstand aufzustellen.

„Wolli, das dürfen wir nicht vergessen!“

Als ich am Abend in meine Backstube zurückkehre, empfängt mich meine Mutter mit einem großen Becher heißen Früchtepunsch: Trink Wolli, den hast du dir verdient“. „Vielen Dank, aber der Punsch erinnert mich an etwas“, erwidere ich und nehme dankbar einen großen Schluck von dem warmen Getränk. „Erinnerst Du Dich, wir brauchen noch Thermo-Gefäße für den Glühwein-, Tee- und Kaffeeausschank“. „Stimmt!“, ruft meine Mutter, „das dürfen wir nicht vergessen“. Eilig folgt sie mir in mein Büro.

 

Waffeln

Großeinkauf für den Weihnachtsmarkt

Dort starten wir den Computer und rufen die Seiten des EDNA Online-Shops auf. „In der EDNA Service-Welt gibt es eine Kategorie Saisonartikel. Dort finden wir unter dem Stichwort „Alles für den Weihnachtsmarkt“ bestimmt auch die Thermogefäße für Glühwein, Kaffee und Tee“. Wir einigen uns darauf, drei Glühwein-Töpfe zu bestellen. Außerdem überredet mich meine Mutter, ein neues Waffeleisen anzuschaffen und die Waffelmix-Backmischung von EDNA auszuprobieren. Hinzu kommen drei Kisten Brottöpferl „Terrinette“, ein Karton mit Glühweinschnitten und ein Karton Apfelküchle.
Zusätzlich bestellen wir für alle Schleckermäuler noch verschiedene Sorten Baumkuchen, einzeln verpackte Nürnberger Elisenlebkuchen, die die Besucher des Weihnachtsmarktes gut mit nach Hause nehmen können, und für den Sohn meiner Jugendfreundin Susanne und für alle anderen Allergiker noch einen glutenfreien Gebäck-Mix.

„Advent ist, was wir daraus machen“

Wenig später sitzen wir bei Kerzenlicht an dem großen Eichentisch in der Backstube, trinken heißen Früchtepunsch und füllen Mutters frischgebackene Weihnachtsplätzchen in die Folienbeutel ab. „Weißt du, was ich richtig schade finde?“ fragt meine Mutter und verziert den soeben gefüllten Beutel mit einer großen Schleife. „Nein, was meinst Du?“ antworte ich. „Ich finde es schade, dass Du vor lauter Pflichten die stimmungsvolle Adventszeit in diesem Jahr vermutlich gar nicht richtig genießen kannst“. Erstaunt schaue ich meine Mutter an. Dann habe ich eine Idee. „Advent ist, was wir daraus machen“, rufe ich ihr zu und eile mit großen Schritten in den Obstgarten.

Der Obstgarten erstrahlt

Ein paar Minuten später erstrahlt der alte, tief verschneite Obstgarten im zauberhaften Licht von unzähligen Lichterketten. Es ist mir sogar gelungen, die Kerzen in den Weihnachtsständen anzuzünden und eines der vorbereiteten Schwedenfeuer zu entfachen. Still und nachdenklich betrachten wir das wunderschöne Lichterspiel. „Du hast recht Wolli, Advent ist, was wir daraus machen“, sagt meine Mutter leise.