24. Oktober 2014

Licht aus, Spot an: Filmstart bei EDNA

„Besuchen Sie uns am Stand A10 Halle 3 auf der Fachmesse INTERGASTRA“, lese ich in der Hinweisbox auf der Startseite des EDNA-Shops. Sofort werden Erinnerungen an meinen Kurzurlaub im vergangenen Herbst und die Begegnung mit der Filmassistentin wach.

Fröhlich pfeifend verstaue ich Mountainbike und Reisetasche auf der ausgeklappten Rückbank meines Kombis, starte den Motor und presche davon. Schluss mit dem Alltagstrott. Vor mir liegen vier Tage Radurlaub im Westallgäu.

Fimdreh 1

Fimdreh 1

Bereits zwei Stunden später erreiche ich den Urlaubsort. Zielsicher lotst mich das Navigationsgerät einen kurvenreichen Schotterweg entlang, der schließlich nach zwei Kilometern vor einem großen, im traditionellen Allgäuer Stil errichteten Bauernhaus endet. Dort scheint mich die Pensionswirtin bereits zu erwarten. Fröhlich läuft sie auf mein Auto zu, hilft mir beim Ausladen der Gepäckstücke und begleitet mich in das gemütlich eingerichtete Gästehaus. Über eine Holztreppe geht es dann hinauf in das nach Südwesten ausgerichtete Gästezimmer. Obwohl ich von der Autofahrt ein wenig müde bin, drängt es mich nach draußen, gönne ich mir keine Ruhe, hält mich hier nichts. Eilig hole die Radwanderkarte aus der Reisetasche, wechsele die Kleidung und starte zu meiner ersten Allgäuer Radtour.

„Durchhalten!“, schimpfe ich mit mir selber während ich mich keuchend und schwitzend auf dem steilen Radweg zur nächsten Ortschaft quäle. Danach wird die Strecke zum Glück ebener, trotzdem bewältige ich die 30 Kilometer-Distanz nur mit größter Mühe. Schon am Abend mag ich vor Schmerzen keinen Schritt mehr gehen. Kurzerhand verzichte ich auf das Abendessen und lege mich nach dem Duschen sofort ins Bett.

Fimdreh 2

Fimdreh 2

„Ist alles in Ordnung?“, erkundigt sich eine junge Frau während ich mit schmerzverzerrtem Gesicht in den Speisesaal wanke. „Danke, es geht“, gebe ich mürrisch zurück und beschließe, den heutigen Tag mit kühlenden Sportgels auf dem Liegestuhl zu verbringen. Später geht es mir tatsächlich besser, daher spricht nichts gegen ein geselliges Abendessen auf der lauschigen Terrasse der Pension. Dort treffe ich auch die junge Frau wieder. Sie sitzt abgewandt an einem Einzeltisch und liest konzentriert in einem Manuskript. „Hallo, ich möchte mich bei Ihnen für mein unhöfliches Verhalten heute Morgen entschuldigen“, spreche ich sie leise an. Überrascht schaut sie von ihrer Blattsammlung auf: „Oh, kein Thema, ich bin morgens oft auch nicht gut drauf. Setzen Sie sich doch zu mir“. Ich berichte ihr von den schmerzhaften Folgen des Fitnessprogramms und meinem sonst eher unsportlichem Lebenswandel als Bäcker- und Konditormeister. Im Nu entwickelt sich ein lebhaftes Gespräch.

Fimdreh 3

Fimdreh 3

„Wolli, können Sie mir erklären was eine Rösche ist?“ Verblüfft schaue ich meine Gesprächspartnerin an: „Die Rösche ist ein aussagekräftiges Qualitäts- und Frischemerkmal für Backwaren und beschreibt eine knusprige, zartsplitternde Gebäckkruste. Woher kennen Sie diesen Fachausdruck?“ „Ich habe den Begriff heute Nachmittag während der Dreharbeiten aufgeschnappt“, antwortet die Regieassistentin“. „Dreharbeiten? Für einen Film?“, frage ich irritiert zurück. „Ja, wir drehen hier gerade mehrere Kurzfilme über einen internationalen Hersteller von Brot- und Backwaren“, erklärt meine Gesprächspartnerin. In mir keimt ein Verdacht auf. Nein, das kann nicht sein, solche Zufälle gibt es nicht. Oder etwa doch? „Heißt das Unternehmen etwa EDNA“, frage ich vorsichtig nach. Zu meiner großen Überraschung trifft meine Vermutung voll ins Schwarze. „Leider darf Ihnen nichts über den Film und die Dreharbeiten erzählen“, wehrt die Filmassistentin meine neugierigen Fragen lächelnd ab, aber vielleicht so viel: Die Filme sind erstmals am EDNA-Stand auf der Fachmesse INTERGASTRA in Stuttgart zu sehen. Bis dahin müssen Sie sich gedulden“.