20. Januar 2019

Strudel – Hauchzart und saftig

Nicht nur zuhause sondern auch auf der Piste beim „Einkehrschwung“ kommen warme Strudel mit Apfel- oder Quarkfüllung gut an. Die „Erfindung“ der gewickelten Mehlspeise wird den Habsburgern zugeschrieben. Ein Beleg dafür ist ein Rezept aus dem Jahr 1696.

Übung macht den Meister

Strudelteig besteht zwar lediglich aus 3 Zutaten, ist allerdings etwas knifflig in der Verarbeitung. Hat man den Dreh aber erst raus, ist man nicht mehr zu stoppen!

Für einen echten, österreicher Strudel benötigt man 300 g Mehl, etwas lauwarmes Wasser sowie 4 EL Öl und verknetet alles fest miteinander. Anschließend muss der Teig eine halbe Stunde lang zugedeckt ruhen, denn nur, wenn er ausreichend Ruhe hatte, kann er hauchfein ausgezogen werden ohne zu reißen. Bevor es dann zur Sache geht, wird der Teig auf einem bemehlten Küchentuch mit einem Nudelholz zu einer flachen Platte ausgerollt. Jetzt kommt echte Handarbeit ins Spiel: man nimmt die Platte auf die Handrücken und zieht sie vorsichtig von innen nach außen mehrmals in alle Richtungen. Das kann eine Weile dauern und erfordert in der Tat etwas Übung und Fingerspitzengefühl. Erst, wenn er so dünn ist, dass man eine Zeitung durch ihn lesen könnte, legt man ihn zurück auf das bemehlte Tuch und zieht ihn noch in Form. Als nächstes wird die Füllung auf dem Teig verteilt und das ganze mit Hilfe des Tuches zu einer Rolle geformt.

Schön saftig

Spätestens jetzt, bei der Frage, wie man die lapperige Rolle auf das Backblech bekommt, wird klar, dass das Tuch der wichtigste Helfer bei der Strudelproduktion ist. Wichtig bei der Platzierung auf dem Blech ist, den Strudel mit der Naht nach unten zu legen, damit die Füllung nicht herausquillt. Bei ca. 200 ° (Umluft 175 °) wird die Rolle dann ca. 30-40 Minuten gebacken und immer wieder mit zerlassener Butter bestrichen – dadurch wird sie wunderbar knusprig und saftig.

Herzhaft oder süß

Unseren Klassiker, den Apfelstrudel mit gehackten Nüssen, Rosinen und Zimt servieren wir am liebsten warm mit einer Vanillesoße. Aber das kommt natürlich ganz auf die Füllung an. Da der Strudelteig neutral ist, kann er mit allen denkbaren Füllungen gemacht werden und ist ganz Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Für süße Strudel kann statt Äpfel praktisch auch jedes andere Obst verwendet werden. Sehr beliebt ist eine Füllung aus Quark und Rosinen. Aber es geht auch herzhaft mit Gemüse, Linsen, Süßkartoffel, Spinat und allem was das Herz begehrt. Für alle, die Lust auf frisch gebackenen Strudel, aber nicht viel Zeit haben, empfehlen wir fertigen Blätter- oder Filoteig.

Haben Sie eine Lieblingsfüllung?
Dann schreiben Sie uns, wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Sündhaft köstlich | Voll fruchtig #3

„Kinder ratet, was im Ofen bratet …“ – so beginnt ein Gedicht, das um 1900 verfasst wurde. Gemeint ist hierbei nicht der Sonntagsbraten sondern – was könnte es zur Adventszeit anderes sein: der Bratapfel! Er ist mit einer Füllung aus Nüssen und Marzipan schnell gemacht und ein leckeres Dessert zu Weihnachten.

Christliches Symbol

Abgesehen vom herrlichen Duft, der den ganzen Raum erfüllt und sentimentale Gefühle in uns weckt, steckt für das Christentum eine tiefere Bedeutung im „Symbol“ Apfel. So wurde Adam seinerzeit nicht nur von Eva mit einer solchen Frucht im Paradies verführt. Einer Legende nach legte eine alte Frau einen Apfel als Symbol für die Sünden der Welt dem Erlöser neben die Krippe. Jesus lächelte und die Frau (Eva) nickte erleichtert. So wurde der Apfel ein Zeichen für die Hoffnung auf Erlösung. Im Mittelalter wurden dann Paradiesspiele kurz vor Weihnachten aufgeführt – natürlich mit einem Baum, von dem Eva eine Apfel pflücken konnte. Der Baum wanderte allmählich in die Häuser und aus den Äpfeln, die neben anderen Leckereien am Baum hingen, wurden die Christbaumkugeln.

Auf die Sorte kommt es an

Ob man um Christi Geburt schon Bratäpfel kannte ist anzuzweifeln. Auch, ob es damals schon eine so große Auswahl an Apfelsorten gab. Denn wer es schon mal ausprobiert hat, weiß, dass nicht jede Sorte dafür geeignet ist. Am besten verwendet man Boskop. Er wird wegen seiner rauhen, bräunlichen Schale auch Lederapfel genannt und verwandelt sich im Ofen in eine süß-säuerlich musige Konsistenz.

Eine Sünde wert

Weil Bratapfel so lecker ist, findet man ihn an Weihnachten auch in verschiedenem Gebäck wie Stollen, Muffins und Kuchen. Für den puren Genuss setzt man ihn allerdings heiß dampfend direkt auf einen Spiegel aus Vanillesoße mit einer Kugel Eis.

Mit was füllen Sie Ihre Bratäpfel? Schreiben Sie uns – wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Das Volksfest der Superlative

Sie wissen, wovon die Rede ist? Natürlich – das Oktoberfest in München. Es fand 1810 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese das erste mal statt – vermutlich in Erinnerung an das Scharlachrennen, das seinen Ursprung im 15. Jahrhundert hat. Somit ist das zwei Wochen dauernde Fest sicherlich nicht nur das älteste sondern mit jährlich ca. 6 Millionen Besuchern auf einer Fläche von 42 Hektar und einem Bierkonsum von 60.000 Hektoliter auch das größte weltweit. „Wer ko der ko“ denkt sich da der Bayer insgeheim …

Wirft er allerdings einen Blick über den großen Teich, muss er feststellen, dass auch in Texas, USA, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in anderen Dimensionen gefeiert wird. Mit „nur“ 3 Millionen Besucher ist das „State Fair of Texas“ zwar nicht ganz so groß wie das Münchner Oktoberfest und statt Lederhose und Dirndl sieht man dort Cowboy-Hut und Stiefel, aber in kulinarischer und unterhaltungstechnischer Hinsicht steht es ihm in nichts nach.

Etwas kleiner aber definitiv exotischer ist das „Ati Atihan“ auf den Philippinen. Dort trifft man neben 1 Millionen Besucher auf einheimische Kostüme, traditionelle Stammestänze und – Entspannung inklusive – wundervolle Strände! Ähnliche Besucherzahlen wie das Festival auf den Philippinen verzeichnet das „Stempede“ in Calgary/Kanada oder das Nottinghill Carnival in London/England.

Mag sein, dass das Oktoberfest Konkurrenz bekommen hat. Trotzallem bleibt es unvergleichlich. Und das liegt nicht nur am Starkbier, Brathendl, Riesenbreze und Lebkuchenherz für’s „Schatzerl“, sondern vorallem an der bayerischen Gemütlichkeit. Denn das haben sie drauf – im ganz großen Stil!

Für alle, die bis zum Anstich nicht warten wollen, bietet sich ein Warm-up an – mit passender Dekoration und typisch bayerischem Laugengebäck als Fingerfood bringen Sie Ihre Gäste sicher in Stimmung. Wie wäre es zum Beispiel mit Laugenschiffchen oder Laugenpralinen mit Obatzer?

Je deftiger, desto besser.
Denn wer im Oktober fest feiern will, braucht eine solide Grundlage!

Guten Appetit – und „O zapft ist“!

Schicken Sie uns Ihre Eindrücke vom Oktoberfest!
Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Ein Brot mit ungewöhnlicher Kruste!

Das versetzt nicht nur unsere niederländischen Nachbarn in Verzückung! Tigerbrot, Tijgerbrood oder Dutch crunch genannt hält auch in der deutschen Gastronomie, in Trendlokalen und auf dem Streetfood-Markt Einzug. Der besondere Clou an diesem Brot ist die ausgefallene Kruste, die an das Fell eines Leoparden erinnert. Warum allerdings nicht er, sondern sein gestreifter Geselle, für die Namensgebung Pate stand, ist nicht bekannt.

Wie kommt dieses Brot aber nun zu seiner charakteristischen Oberfläche? Im Gegensatz zu der Annahme, es wäre super aufwändig oder jede Menge Chemie im Spiel, ist es total simpel und sogar komplett natürlich. Das Zauberwort heißt: Reismehl! Es wird mit Wasser, Zucker und Öl vermischt und vor dem Backen auf den Teigling aufgetragen. Da Reismehl kein Gluten hat, dehnt es sich im Gegensatz zu Weizenmehl nicht so aus. So entstehen die typischen Risse. Je dünner die Schicht, desto größer die Abstände.

Für alle Mutigen, die es einmal selber ausprobieren wollen, haben wir hier ein Rezept für das Tiger-Topping:

1 TL Zucker in 90 g lauwarmen (ca. 37°) Wasser lösen. 50 g Weizengrieß, 80 g Reismehl, 1 EL Rapsöl und eine Prise Salz hinzufügen. Diese Paste kann auf jedem hellen, frisch geknetetem Weizenbrot oder auf unseren tiefgefrorenen Teiglingen angewendet werden.

Tiger-Burger mit Fusion-Touch

Wir lieben Burger! Deswegen empfehlen wir für alle, die keine Zeit zum Backen haben oder lieber gleich ohne viel Arbeit mit einem Bun in ausgefallener Tiger-Optik punkten wollen, den fix und fertigen OMG Burger. Kurz erwärmt entfaltet es sein volles Aroma. Beim Belag darf es dann ruhig auch mal etwas wilder sein. Wie wäre es mit einem Gruß aus der Fusionküche: Grillgemüse, Tandoori-Chicken und Minz-Jogurt? Hier darf auf jeden Fall experimentiert werden! Wir wünschen einen guten Apetit! Oder wie die Niederländer zu sagen pflegen: Goede eetlust!

 

 

Quinoa – das Gold der Inkas

Wunderkorn - Quinoa

Wunderkorn – Quinoa

Quinoa – was ist das eigentlich? Wie bereitet man es zu und für welche Gerichte eignet es sich? Diese und weitere Fragen rund um den neuen Giganten aus der Natur beantworten wir Ihnen hier.

Quinoa ist ein sogenanntes Pseudogetreide. Botanisch gesehen zählt das Korn allerdings zu den Fuchsschwanzgewächsen. Es stammt aus Südamerika und diente den Inkas bereits vor 6000 Jahren als Grundnahrungsmittel. Sie bezeichneten es als gesundes und stärkendes „Muttergetreide“, das sogar als Mittel gegen Halsentzündungen eingesetzt wurde.

Der Samen der Quinoa ist etwa Hirsegroß und rotbraun oder weiß gefärbt. Doch auch die Blätter der Pflanze sind essbar, köstlich schmecken diese zum Beispiel als Salat. Das Korn der Quinoa ist mit einem Eiweißgehalt von ca. 13 % sehr gesund und gilt daher als wichtige Eiweißquelle für die fleischlose Ernährung. Der glutenfreie Gigant aus der Natur enthält zudem einen hohen Anteil an Aminosäure, die sich positiv auf Haut und Knochen auswirkt.

Sie finden das Naturprodukt in Biomärkten, Naturkostläden sowie in ausgewählten Supermärkten. Da die Samen in der Regel bereits geschält verkauft werden, müssen sie vor der Zubereitung nur noch mit Wasser gewaschen werden.

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Für einen leckeren Start in den Tag

Quinoa lässt sich wie Getreide verwenden. Egal ob als Korn, Mehl oder Flocken – Ihrer persönlichen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Das Korn ist zum Beispiel eine leckere Alternative zu Reis. Besonders empfehlenswert ist auch die Verarbeitung zu Mehl – hieraus lassen sich leckere Pfannkuchen, Kaiserschmarren oder auch Brot zubereiten. Weiße Quinoa Flocken können direkt verzehrt werden und eignen sich als glutenfreie Alternative zu Haferflocken im Müsli.

Durch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten darf dieses Wunderkorn bei einer gesunden Ernährung auf keinen Fall fehlen.

Fastenzeit

Der Karneval neigt sich dem Ende zu und mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Genau mit dieser besonderen Zeit befassen wir uns heute etwas genauer.

Leckere EDNA-Vitalbrötchen

Leckere EDNA-Vitalbrötchen

Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Ostersonntag. Die Dauer von 40 Tagen ist eher von symbolischer Bedeutung. Um diese Anzahl an Tagen zu erreichen, werden die Sonntage in dieser Zeit nicht mitgerechnet. Die 40 Tage kommen im Christentum immer wieder vor und werden deshalb auch für die Fastenzeit verwendet.  Die vierzigtägige Fastenzeit ist in der katholischen Kirche als österliche Bußzeit bestimmt, Karfreitag sowie Karsamstag sind Trauerfastentage.

 

Seinen Ursprung hat das Fasten im 2. Jahrhundert. Dort wurde jedoch nur ein 2-tägiges Trauerfasten am Karfreitag sowie am Karsamstag durchgeführt, welches dann im 3. Jahrhundert auf die ganze Karwoche ausgedehnt wurde.Im 5. Jahrhundert hatte sich überall die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern durchgesetzt.

 

Fit ins neue Jahr

Fit ins neue Jahr

Da es im Mittelalter in der Fastenzeit verboten war Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier zu verzehren, wurden in den Fastnachtstagen viele Backwaren mit Milch, Eiern, Zucker und Schmalz hergestellt um die verderblichen Lebensmittel aufzubrauchen. So entstand der Brauch, in der Karnevalszeit vermehrt Berliner zu verzehren.

Verboten-Schild

Die Anforderungen der katholischen Kirche an die Fastenpraxis wurden 1966 vom damaligen Papst in der Apostolischen Konstitution detailliert geregelt. Der Verzehr von tierischen Produkten, wie z. B. Milch oder Eiern ist zwar nicht mehr untersagt, wird aber ebenso in der Apostolischen Konstitution festgelegt. Doch nicht nur auf die Nahrung soll in dieser Zeit besonders geachtet werden, auch das Gebet soll intensiver gepflegt und Gottesdienste vermehrt besucht werden. Ob in der Fastenzeit gefastet wird oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Die Krapfen zum Endspurt des Karnevals kann man sich aber in jedem Fall schmecken lassen.

 

 

Weihnachtsmärkte – die Geschichte einer Tradition

WeihnachtsmarktWeihnachten rückt mit großen Schritten näher und die Weihnachtsmärkte haben gerade Hochsaison. Für viele zählt der jährliche Weihnachtsmarktbesuch zu den Weihnachtstraditionen dazu. Doch wer kam auf die Idee, einen Weihnachtsmarkt abzuhalten?

Im 14. Jahrhundert entstand der Brauch, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände auf dem Markt zu errichten und dort Produkte für das Weihnachtsfest zu verkaufen. Zudem gab es auch damals schon Stände, die Nüsse, Mandeln und geröstete Kastanien anboten.
Erst seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Weihnachtsmärkte feste Bestandteile des vorweihnachtlichen Brauchtums und sind heute nicht mehr wegzudenken.

LebkuchenDer wohl bekannteste Weihnachtsmarkt Deutschlands ist der Nürnberger Christkindlesmarkt. Mit über 2 Millionen Besuchern jährlich ist er zudem einer der größten Weihnachtsmärkte hierzulande und weltweit bekannt. Vor allem in Japan scheint der Nürnberger Christkindlesmarkt besonders populär zu sein, denn mit über 7000 Touristen sind die Japaner die größte ausländische Besuchergruppe.
Ungefähr 200 Händler bieten jährlich ihre Waren an, besonders bekannt sind die Nürnberger Lebkuchen sowie die Nürnberger Zwetschgenmännchen. Um die weihnachtliche Atmosphäre nicht zu stören, sind in Nürnberg Tannengirlanden aus Plastik zur Dekoration des Standes verboten.

Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt hingegen ist der Christkindlmarkt am Marienplatz in München. Er wurde 1310 als „Nikolausmarkt“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt und wurde 1806 zum Christkindlmarkt umbenannt. Mit ca. 140 Ständen lockt er pro Jahr im Schnitt 3 Millionen Besucher aus aller Welt nach München. Eine der größten Attraktionen ist der fast 30 Meter hohe Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, der mit rund 2500 Lichtern geschmückt wird. Dieser wird jedes Jahr von einem anderen Ort aus Deutschland, Italien oder Österreich gespendet. Die Wartezeiten hierfür betragen mittlerweile mehrere Jahre.

StollenDoch auch der Dresdener Striezelmarkt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er wurde 1434 erstmals erwähnt und findet in diesem Jahr zum 581. Mal statt. Der Name des Marktes leitet sich vom Dresdner Stollen ab, der in der Region als Striezel bezeichnet wird. Jährlich besuchen rund 2,5 Millionen Besucher den Markt, auf dem ca. 230 Händler ihre Waren anbieten. Zudem steht in Dresden mit 14,62 Meter die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide, die 1999 ins Guinessbuch der Rekorde aufgenommen wurde.

Die Auswahl an Weihnachtsmärkten ist groß und vielleicht ist ja auch in Ihrer Nähe ein Weihnachtsmarkt, der seit mehreren hundert Jahren Bestand hat. Wie auch immer Sie Ihre Adventszeit verbringen, wir von EDNA wünschen Ihnen eine besinnliche und ruhige Vorweihnachtszeit.

Fettgebäck – nicht nur zu Karneval ein Genuss

Die elfte Jahreszeit rückt langsam aber sicher näher und damit auch die Zeit des Siede– bzw. Fettgebäcks. Früher wurde zum Ausbacken von Berlinern & Co. Schmalz verwendet, weswegen die Bezeichnung Schmalzgebäck in manchen Regionen Deutschlands noch häufig genutzt wird. Mittlerweile werden dazu geschmackneutrale Pflanzenöle wie zum Beispiel Kokosfett oder Erdnussfett eingesetzt. Die meisten Fettgebäcke werden aus Hefeteig hergestellt.
Doch wem haben wir eigentlich das Fettgebäck zu verdanken?

Berliner

Berliner

Der wohl bekannteste Vertreter ist der Berliner. Von wem er genau erfunden wurde, lässt sich nicht belegen. Allerdings geht man davon aus, dass er von den alten Römern erfunden wurde. Diese kannten ein Fettgebäck namens „Globuli“, was so viel wie Kügelchen bedeutet. Nach den Rezepten der Römer sollte man sie, nachdem die Globuli aus dem Fett genommen wurden, mit Honig bestreichen. Somit sind die Römer quasi die Erfinder des glasierten Berliners.
Den Namen haben die Berliner einem Zuckerbäcker aus Berlin zu verdanken. Dieser wollte 1756 unter Friedrich dem Großen als Kanonier dienen. Er erwies sich jedoch als Wehruntauglich, durfte aber als Feldbäcker dem Regiment dienen. Zum Dank backte er Teigkugeln in heißem Fett aus, deren Form an die einer Kanonenkugel erinnern sollte.

Das die Berliner gerade während der Karnevalszeit so beliebt sind, hat einen religiösen Hintergrund. Die Bewohner der Klöster verzehrten die Berliner vor allem vor der Fastenzeit. Mit dem Fettgebäck wappneten sie sich vor der strengen Fastenzeit, die viele Entbehrungen mit sich brachte. Heute sind sie aber nicht nur zu Karneval heiß begehrt. Berliner werden in den unterschiedlichsten Füllungen angeboten, somit sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Eine besondere Form des Berliners ist der Kameruner. Der ungefüllte Berliner hat die Form eines ovalen Rings und ist vor allem in Norddeutschland bekannt und beliebt.

Auch der Spritzkuchen ist ein beliebtes Fettgebäck. Dieser wurde bereits 1713 in einem von Alexius Sincerus verfassten Buch erwähnt. Dieser stammte aus Nürnberg, somit darf der Spritzkuchen als deutsche Erfindung bezeichnet werden. Seit 1842 ist er als Werbeträger der Stadt Eberswalde bekannt. Dies ist dem Berliner Konditor Gustav Zietemann zu verdanken. Er belieferte den Eberswalder Bahnhof mit seinen Spritzkuchen und versüßte so den Reisenden die Wartezeit.

Donut

Donut

 

Der Donut zählt ebenfalls zu den Fettgebäcken und ist ein gern gesehener Gast in den Theken der Konditoren. Der Geschichte des Donuts sind wir schon einmal auf den Grund gegangen. Auch hier ließ sich nicht zweifelsfrei sagen, von wem er erfunden wurde.

Was sich allerdings mit Sicherheit sagen lässt – das Fettgebäck ist eines der wandelbarsten Gebäckstücke und schmeckt zu jeder Saison unwiderstehlich lecker! Alles zum Thema Siedegebäck finden Sie in unserem Online-Shop.

Der Kürbis – das Multitalent

Hätten Sie gedacht, dass der Kürbis eine Beere ist? Wir nämlich nicht. Eine Beerenfrucht zeichnet sich durch im Fruchtfleisch eingelegte Samen aus. Der Kürbis ist somit die größte Beere der Welt. Zudem lassen sich Kürbisse bei richtiger Lagerung mehrere Monate aufbewahren. Somit können sie den ganzen Winter über zubereitet werden und uns die kalte Jahreszeit hindurch mit reichlich Vitaminen versorgen.

Kürbiskerne

Kürbiskerne

Doch auch die Kürbiskerne stecken voller Enzyme, Vitamin E und Beta-Carotin, sowie Magnesium, Eisen, Zink und Selen. Kürbiskerne sind vor allem im Müsli oder als Kürbiskernbrot  bzw. –brötchen  sehr beliebt. Aber auch als gesunder Snack zwischendurch werden Kürbiskerne sehr geschätzt. Ob geröstet oder gesalzen – Kürbiskerne sind vielseitig wandelbar.
Durch ihren hohen Ölgehalt von ca. 50% sind Kürbiskerne zudem sehr gut zur Ölgewinnung geeignet. Dazu werden die Kerne getrocknet, gemahlen, geröstet und dann bei 60°C gepresst. Das entstandene Öl ist reich an den Vitaminen A, C, D und E. Das Öl hat eine dunkelgrüne Farbe, welche auf die darin enthaltenen Carotinoide und Porphyrine zurückzuführen ist. Diese unterstützen den Schutz der Haut vor Sonneneinstrahlung und negativen Umwelteinflüssen.

Kürbis-Halloween

Kürbis-Halloween

Doch der Kürbis ist nicht nur gesund, er spielt auch für die Halloweendekoration eine große Rolle. Meist werden sie zu schaurig-schönen Kürbislaternen geschnitzt und sind für Kinder das Highlight des Herbstes. Der Brauch stammt aus Irland und geht auf eine alte Legende zurück. Ein Hufschmied namens Jack soll damals den Teufel überlistet haben und als er starb, bekam er von diesem eine glühende Kohle. Jack steckte diese in eine ausgehöhlte Rübe und soll damit in der Halloweennacht noch heute zu sehen sein. Aus dieser Legende entwickelte sich später der Brauch, dass ein brennendes Stück Kohle in einem ausgehöhlten Kürbis alle bösen Geister abhalte. Heute dient der ausgehöhlte Kürbis an Halloween meist nur noch zur Dekoration. An die alte Legende von Jack O’Lantern erinnern sich dabei nur noch wenige. Wir aber haben uns von Jack´s Legende inspirieren lassen und versüßen Ihnen die Herbstzeit mit unseren Kürbis

Cake-Pop

Cake-Pop

Cake-Pops.

Hafer – kleines Korn, große Wirkung

Müsli mit Hafer

Müsli mit Hafer

Während ich neulich beim Frühstück saß, kam mir die Idee für ein neues Thema, über das es sich zu bloggen lohnen würde. Die Idee kam natürlich nicht von ungefähr, mein Frühstücksmüsli hatte einen entscheidenden Anteil daran. Vielleicht können Sie sich es schon denken, es dreht sich heute alles rund um den Hafer.

Der Hafer zählt zur Familie der Süßgräser und nicht, wie meist angenommen, zu den Getreidearten. Bereits 2000 Jahre v. Chr. wurde er von den Kelten und Germanen angebaut. Es gibt 23 Arten von Hafer, die sich alle durch lockere Rispen auszeichnen.

Allerdings eignet sich der Hafer nicht zur Brotherstellung, da ihm das dafür nötige Klebereiweiß fehlt. Hafer kann nur in Verbindung mit einem backfähigen Mehl zu Brot verarbeitet werden. Doch bevor das geschieht, muss das Haferkorn gequetscht werden und aus dem Haferkorn wird so eine Haferflocke.
Zudem ist das Quellstück von großer Bedeutung bei der Verarbeitung von Hafer. Quellstück bedeutet, dass die Haferfocken mit Wasser angereichert werden, damit sie dem Gebäck später kein Wasser entziehen. Eine Haferflocke lagert ungefähr das Eigengewicht an Wasser ein, sprich nach dem Quellstück wiegt jede Flocke doppelt so viel. Im fertigen Brot ist der Hafer deshalb gut zu erkennen. Ein Brot muss mindestens 10 % Haferanteil haben, um Haferbrot genannt werden zu dürfen. Wird er als Dekor auf dem Brot verwendet, muss der Hafer stark gequetscht werden, um verzehrt werden zu können.

Hafer

Hafer

Hafer ist zudem reich an Vitaminen, Nährstoffen, Eiweiß sowie Fetten. Das kommt daher, dass beim Haferkorn nur die äußerste Schale entfernt wird. Das Eiweiß und Fett sitzen im Keimling, die Kohlenhydrate im Korn darüber und die meisten Vitamine befinden sich in den Schalen.
Der Keimling, der Teil mit den meisten Nährstoffen, bleibt erhalten. Durch seinen hohen Biotingehalt ist Hafer zudem gut für Haut, Haare und Nägel.

Sie sehen – ein kleines Korn mit großer Wirkung.