18. November 2017

Die Beeren sind los!

Sommerzeit ist Beerenzeit!

Sommerzeit ist Beerenzeit!

Sommerzeit ist Beerenzeit! Die Tatsache, dass Beeren in der Sommerzeit besonders beliebt sind ist längst kein Geheimnis mehr. Als absoluter Spitzenreiter zählen die Erdbeeren, gefolgt von Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren sowie Brombeeren.
Wussten Sie dass jeder Deutsche rund 3,5 kg Erdbeeren sowie weitere 3,5 kg Beeren im Jahr verzehrt?

Die leckeren kleinen Früchtchen zählen zu den „beerenstarken“ Energie-Lieferanten schlechthin.  Sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Pektin und Vitamin C, die eine wohltuende Wirkung für Immunsystem, Magen und Darm haben. Die fruchtigen Alleskönner sind nicht nur für Körper, Geist und Seele unschlagbar, sondern punkten auch mit ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.

Ob pur, als Eyecatcher in einem Glas Sekt oder verarbeitet zu leckerer Marmelade, Sorbet, Kompott, Eis, oder Obstkuchen – die Beere ist garantiert ein echtes Geschmackserlebnis.

 

Unser Geheimtipp für den Sommer:

Unser neuer Blueberry-Cheesecake Supreme, geschnitten - Art. 8108523

Unser neuer Blueberry-Cheesecake Supreme, geschnitten – Art. 8108523

Servieren Sie Ihren Gästen ein Stück Blueberry-Cheesecake Supreme, geschnitten. Lecker gefüllt mit herrlich saftigen Heidelbeeren und einer
Heidelbeer-Fruchtzubereitung trifft dieser Kuchen genau den Geschmack
von allen Naschkatzen.

Schmeckt einfach „Beeren“-STARK!

 

Haben wir nun Ihren „Beeren-Hunger“ geweckt?

 

 

 

Die Spargelsaison ist eröffnet!

Mit dem April hat auch die Spargelsaison begonnen. Grund genug um sich ein bisschen mit dem leckeren Gemüse zu befassen.

Blätterteig - Ideal für köstliche Eigenkreationen mit Spargel

Blätterteig – Ideal für köstliche Eigenkreationen mit Spargel

Die Spargelsaison beginnt im April und endet traditionell am 24. Juni. Das Ende der Ernte gibt die Pflanze selbst vor. Man könnte den Spargel zwar noch länger ernten, jedoch würde er dann absterben und im nächsten Jahr keine Sprossen mehr bilden.
Spargel wird bis heute von Hand geerntet, da es keine effiziente Erntemaschine dafür gibt. Die Ernte ist äußerst mühsam, da jede Spargelstange von Hand ausgegraben und abgeschnitten werden muss. Pro Hektar legen Spargelstecher ca. 5 Kilometer zu Fuß zurück. Die Kilometerzahl verdreifacht sich, müssen die Erntehelfer den Spargel auch noch auf- sowie abdecken.

Spargel sollte am besten frisch zubereitet werden. Wie frisch die Spargelstangen im Supermarkt sind, lässt sich durch einen einfachen Trick herausfinden. Reiben sie dazu zwei Spargelstangen aneinander, ist ein quietschendes Geräusch zu hören ist der Spargel frisch. Auch durch das leichte zusammendrücken an der Schnittstelle des Spargels lässt sich die Frische testen. Tritt an der Schnittstelle Wasser aus, kann man davon ausgehen, dass es sich um frischen Spargel handelt.
Spargel lässt sich ohne Probleme zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Damit er frisch bleibt wickelt man die ungeschälten Spargelstangen in  ein feuchtes Baumwolltuch. Die Spargelsaison lässt sich auch wunderbar verlängern, in dem man den Spargel einfriert. Die Spargelstangen sollten allerdings schon geschält eingefroren werden, da man gefrorenen Spargel am besten direkt aus der Kühltruhe zubereitet und nicht auftauen lässt. Eingefroren hält er sich ein halbes Jahr und verlängert somit den Genuss bis in den Herbst.

Spargel ist jedoch nicht nur lecker, er ist auch sehr kalorienarm. Ein Kilo der Stangen enthält nur 180 Kalorien und ist äußerst zuckerarm. Außerdem enthält er reichlich Vitamin A,B und C sowie Kalium, Folsäure und Kalzium.

Weniger bekannt als Spargel mit Sauce Hollandaise ist Spargel im Smoothie. Mischen Sie dazu das Stangengemüse mit Äpfeln, Datteln, Avocados, Birnen sowie Kokoswasser zu einem leckeren sowie gesunden Drink.

Wie auch immer Sie Ihren Spargel am liebsten genießen, wir wünschen Ihnen eine genussvolle Spargelsaison.
Viele passende Produkte finden Sie in unserer Themenwelt Spargelzeit.

Quinoa – das Gold der Inkas

Wunderkorn - Quinoa

Wunderkorn – Quinoa

Quinoa – was ist das eigentlich? Wie bereitet man es zu und für welche Gerichte eignet es sich? Diese und weitere Fragen rund um den neuen Giganten aus der Natur beantworten wir Ihnen hier.

Quinoa ist ein sogenanntes Pseudogetreide. Botanisch gesehen zählt das Korn allerdings zu den Fuchsschwanzgewächsen. Es stammt aus Südamerika und diente den Inkas bereits vor 6000 Jahren als Grundnahrungsmittel. Sie bezeichneten es als gesundes und stärkendes „Muttergetreide“, das sogar als Mittel gegen Halsentzündungen eingesetzt wurde.

Der Samen der Quinoa ist etwa Hirsegroß und rotbraun oder weiß gefärbt. Doch auch die Blätter der Pflanze sind essbar, köstlich schmecken diese zum Beispiel als Salat. Das Korn der Quinoa ist mit einem Eiweißgehalt von ca. 13 % sehr gesund und gilt daher als wichtige Eiweißquelle für die fleischlose Ernährung. Der glutenfreie Gigant aus der Natur enthält zudem einen hohen Anteil an Aminosäure, die sich positiv auf Haut und Knochen auswirkt.

Sie finden das Naturprodukt in Biomärkten, Naturkostläden sowie in ausgewählten Supermärkten. Da die Samen in der Regel bereits geschält verkauft werden, müssen sie vor der Zubereitung nur noch mit Wasser gewaschen werden.

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Für einen leckeren Start in den Tag

Quinoa lässt sich wie Getreide verwenden. Egal ob als Korn, Mehl oder Flocken – Ihrer persönlichen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Das Korn ist zum Beispiel eine leckere Alternative zu Reis. Besonders empfehlenswert ist auch die Verarbeitung zu Mehl – hieraus lassen sich leckere Pfannkuchen, Kaiserschmarren oder auch Brot zubereiten. Weiße Quinoa Flocken können direkt verzehrt werden und eignen sich als glutenfreie Alternative zu Haferflocken im Müsli.

Durch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten darf dieses Wunderkorn bei einer gesunden Ernährung auf keinen Fall fehlen.

Fastenzeit

Der Karneval neigt sich dem Ende zu und mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Genau mit dieser besonderen Zeit befassen wir uns heute etwas genauer.

Leckere EDNA-Vitalbrötchen

Leckere EDNA-Vitalbrötchen

Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Ostersonntag. Die Dauer von 40 Tagen ist eher von symbolischer Bedeutung. Um diese Anzahl an Tagen zu erreichen, werden die Sonntage in dieser Zeit nicht mitgerechnet. Die 40 Tage kommen im Christentum immer wieder vor und werden deshalb auch für die Fastenzeit verwendet.  Die vierzigtägige Fastenzeit ist in der katholischen Kirche als österliche Bußzeit bestimmt, Karfreitag sowie Karsamstag sind Trauerfastentage.

 

Seinen Ursprung hat das Fasten im 2. Jahrhundert. Dort wurde jedoch nur ein 2-tägiges Trauerfasten am Karfreitag sowie am Karsamstag durchgeführt, welches dann im 3. Jahrhundert auf die ganze Karwoche ausgedehnt wurde.Im 5. Jahrhundert hatte sich überall die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern durchgesetzt.

 

Fit ins neue Jahr

Fit ins neue Jahr

Da es im Mittelalter in der Fastenzeit verboten war Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier zu verzehren, wurden in den Fastnachtstagen viele Backwaren mit Milch, Eiern, Zucker und Schmalz hergestellt um die verderblichen Lebensmittel aufzubrauchen. So entstand der Brauch, in der Karnevalszeit vermehrt Berliner zu verzehren.

Verboten-Schild

Die Anforderungen der katholischen Kirche an die Fastenpraxis wurden 1966 vom damaligen Papst in der Apostolischen Konstitution detailliert geregelt. Der Verzehr von tierischen Produkten, wie z. B. Milch oder Eiern ist zwar nicht mehr untersagt, wird aber ebenso in der Apostolischen Konstitution festgelegt. Doch nicht nur auf die Nahrung soll in dieser Zeit besonders geachtet werden, auch das Gebet soll intensiver gepflegt und Gottesdienste vermehrt besucht werden. Ob in der Fastenzeit gefastet wird oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Die Krapfen zum Endspurt des Karnevals kann man sich aber in jedem Fall schmecken lassen.

 

 

Salz – gut oder böse?

SalzEs ist in allen möglichen Lebensmitteln anzutreffen und kann einem im wahrsten Sinne des Wortes die Suppe „versalzen“. Die Rede ist natürlich von unserem Speisesalz.
Früher wurde Salz beispielsweise dazu benutzt, um Lohn oder Sold auszubezahlen. Nur die Reichen konnten es sich leisten, ihre Speisen mit Salz zu verfeinern. Heute dagegen ist Salz um einiges günstiger, die Preisspanne geht jedoch weit auseinander. Das teuerste Salz stammt aus den Salzgärten von Guérande in der Bretagne, das bis zu 300 € kosten kann.

Jedoch birgt das Salz auch Risiken. Im Schnitt verzehrt jeder Deutsche ca. 6-8 g Salz pro Tag. Das sieht zunächst nicht nach viel aus, die empfohlene Höchstmenge liegt jedoch bei 5 g am Tag. Durch den zu hohen Salzkonsum kann hoher Blutdruck entstehen, sowie darauffolgende Herz-Kreislauferkrankungen.
Das heißt jedoch nicht, dass man auf Salz verzichten muss, im Gegenteil. Das im Salz enthaltene Natrium ist lebensnotwendig, da es grundlegende Abläufe des Körpers erst ermöglicht. Dafür benötigen wir pro Tag mindestens 550 g Natrium, was etwa 1,4 g Kochsalz entspricht.

SalzschuesselDie Salzzufuhr kann dadurch verringert werden, indem auf Fertiggerichte sowie Fast Food verzichtet, beziehungsweise der Konsum eingeschränkt wird. Beides enthält zum Teil 80 % des empfohlenen Tagesbedarfs an Salz. Zudem kann man die Salzaufnahme reduzieren, indem man sich öfters von weniger salzhaltigen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Milchprodukten und Brot ernährt. Auch selbstgekochte Speisen enthalten weniger Salz als Fertiggerichte und schonen somit den Körper.

Man muss nicht auf Salz verzichten und es ist in der richtigen Dosierung keinesfalls schädlich. Zudem ist es lebensnotwendig und gibt den Gerichten oftmals erst den richtigen Pepp. Wie mit allen anderen Lebensmitteln kommt es auch hier nur auf die richtige Menge an.

Hafer – kleines Korn, große Wirkung

Müsli mit Hafer

Müsli mit Hafer

Während ich neulich beim Frühstück saß, kam mir die Idee für ein neues Thema, über das es sich zu bloggen lohnen würde. Die Idee kam natürlich nicht von ungefähr, mein Frühstücksmüsli hatte einen entscheidenden Anteil daran. Vielleicht können Sie sich es schon denken, es dreht sich heute alles rund um den Hafer.

Der Hafer zählt zur Familie der Süßgräser und nicht, wie meist angenommen, zu den Getreidearten. Bereits 2000 Jahre v. Chr. wurde er von den Kelten und Germanen angebaut. Es gibt 23 Arten von Hafer, die sich alle durch lockere Rispen auszeichnen.

Allerdings eignet sich der Hafer nicht zur Brotherstellung, da ihm das dafür nötige Klebereiweiß fehlt. Hafer kann nur in Verbindung mit einem backfähigen Mehl zu Brot verarbeitet werden. Doch bevor das geschieht, muss das Haferkorn gequetscht werden und aus dem Haferkorn wird so eine Haferflocke.
Zudem ist das Quellstück von großer Bedeutung bei der Verarbeitung von Hafer. Quellstück bedeutet, dass die Haferfocken mit Wasser angereichert werden, damit sie dem Gebäck später kein Wasser entziehen. Eine Haferflocke lagert ungefähr das Eigengewicht an Wasser ein, sprich nach dem Quellstück wiegt jede Flocke doppelt so viel. Im fertigen Brot ist der Hafer deshalb gut zu erkennen. Ein Brot muss mindestens 10 % Haferanteil haben, um Haferbrot genannt werden zu dürfen. Wird er als Dekor auf dem Brot verwendet, muss der Hafer stark gequetscht werden, um verzehrt werden zu können.

Hafer

Hafer

Hafer ist zudem reich an Vitaminen, Nährstoffen, Eiweiß sowie Fetten. Das kommt daher, dass beim Haferkorn nur die äußerste Schale entfernt wird. Das Eiweiß und Fett sitzen im Keimling, die Kohlenhydrate im Korn darüber und die meisten Vitamine befinden sich in den Schalen.
Der Keimling, der Teil mit den meisten Nährstoffen, bleibt erhalten. Durch seinen hohen Biotingehalt ist Hafer zudem gut für Haut, Haare und Nägel.

Sie sehen – ein kleines Korn mit großer Wirkung.

Roggen – ein vielfältiges Getreide

Gesunde Ernährung ist wichtig, keine Frage. Doch die meisten Menschen wissen nicht einmal so genau, was sie eigentlich zu sich nehmen. Denn Brot ist nicht gleich Brot und Getreide ist nicht gleich Getreide.

Deswegen beschäftigen wir uns im heutigen Eintrag etwas intensiver mit dem Thema Roggen.

Roggen

Roggen

Roggen stammt aus der Region rund um das schwarze Meer und wird dort seit ca. 4000 v. Chr. angebaut. Langsam breitete sich die Pflanze als Unkraut Richtung Westen aus. Die Menschen dort haben aber sehr schnell begriffen, dass das Gewächs sehr nützlich ist, weswegen der Roggen 5000 v. Chr. in Mitteleuropa gezielt und in großem Umfang angebaut wurde. Die ausgewachsene Pflanze hat einen rundlichen Halm und kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Das Roggenkorn ist meist gelbbraun oder graugrün und ist 5-9 mm lang.

Dank seiner robusten Art verdrängte der Roggen andere Getreidesorten wie Gerste oder Hafer vor allem an ungünstigen Standorten. Doch trotz seiner Robustheit steht der Roggen bei den Getreidesorten weltweit an letzter Stelle. Im Zeitraum des 12. und 13. Jahrhunderts entwickelte sich der Roggen sogar zu Deutschlands wichtigstem Getreide in der Brotherstellung. In einigen Regionen war es lange Zeit verboten, Roggen zur Bierherstellung zu verwenden, damit die Brotversorgung sichergestellt war. Erst seit Anfang der 1990er Jahre gibt es In Deutschland Roggenbier zu kaufen. Bis zum zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland mehr Anbaufläche für Roggen als für Weizen.

Der Roggen kann sowohl im Sommer als auch im Winter angebaut werden und hält Temperaturen bis zu -25°C aus.

Roggen

Roggen

In der Ernährung wertvoll ist der Roggen deshalb, da er einen hohen Anteil an Aminosäuren aufweist. Aminosäuren sind Eiweißbausteine. Die Säure ist für den Stoffwechsel nötig und für die Speicherung der Nährstoffe verantwortlich. Zudem ist Roggen durch seinen hohen Anteil an B-Vitaminen und Nährstoffen sehr gesund, vor allem die enthaltenen Ballaststoffe regen die Verdauung an und senken einen zu hohen Cholesterinspiegel.

Brotteige aus Roggenmehl sind dennoch schwieriger zu verarbeiten, da das Roggeneiweiß keinen Kleber ausbildet, wie es bei Weizen der Fall ist. Daher benötigt Roggen den Sauerteig um backfähig zu sein.

Wolli und das Tor zur Weltmeisterschaft

Nach vielen Wochen des Wartens ist es endlich soweit: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien hat begonnen. Das vermutlich spektakulärste WM-Tor fiel jedoch auf eher unbedeutendem Grün, in einem alten Obstgarten, hinter einem Landcafé, weit von den brasilianischen Stadien entfernt… 

Heimlich öffne ich die Tür zum Schuppen, husche hinein und taste mich vorsichtig bis zu der drei Meter hohen Spannplatte vor, die unter einer Folie verborgen in der Mitte des Raumes auf dem Boden liegt. Prüfend gleitet meine Hand über die grün lackierte Oberfläche. Erst gestern habe ich mit Hilfe einer Stichsäge zwei runde, 60 Zentimeter breite Löcher in die massive Platte gesägt, eines im linken oberen, das andere schräg gegenüber im rechten unteren Eck. Damit die ausgesägten Bereiche auch aus der Distanz gut sichtbar sind, habe ich sie anschließend dick mit weißer Farbe umrandet und sie so optisch von der grünen Grundfläche  hervorgehoben. Zufrieden betrachte ich mein Werk: Jetzt muss ich nur noch zwei stabile Holzstützen für den sicheren Stand montieren und fertig ist sie: Die erste Landcafé-WM-Torwand!

Public Viewing im Landcafé

Hot Dog Brötchen

Hot Dog Brötchen

Hau ruck! Bereits zwei Stunden später tragen zwei WM-begeisterte Mitglieder des Fußballvereins die neue Torwand aus dem Schuppen und stellen sie im alten Obstgarten hinter dem Landcafé auf. Gut gelaunt beobachte ich die Aktion vom Küchenfenster aus während ich mit den Vorbereitungen für den gemeinsamen Fußballabend im Saal des Landcafés beginne. Wenn am Samstagabend die deutsche Fußballnationalmannschaft ihr zweites Spiel bei der Fußball-WM in Brasilien absolviert, startet gleichzeitig wieder das Public Viewing im Saal des Landcafés. Die Idee entstand vor einigen Wochen und hat vor allem die Mitglieder der ortsansässigen Sportvereine begeistert. Sie haben mir anschließend auch geholfen, die große Leinwand an der Wand zu montieren, den Beamer zu installieren und den Saal mit neuen Boxen auszustatten, sodass jetzt ebenfalls für eine gute Akustik gesorgt ist. Die Torwand dagegen ist mein Einfall. Mit ihr möchte ich die Fußballfans überraschen und für zusätzlichen Spaß in der Halbzeitpause sorgen.

Es muss nicht immer Bratwurst sein

Bagel

Bagel

Gute Laune verbreitet bestimmt auch das Buffet, das ich für den ersten gemeinsamen Fußballabend plane. Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Sandwiches, Snacks und Salate und habe ich mich bewusst für sommerlich frische und fitnessbetonte Vorschläge entschieden, die gleichzeitig einen Hauch von Rios Copacabana auf den Teller bringen. Meine Wahl fiel auf Bagels mit Caipirinha-Creme, gebratener Putenbrust und frisch gehacktem Koriander. Außerdem stehen Kickerbrötchen mit Thunfisch und Avocado-Tomatensalat sowie Hot Dogs mit Guacamole, pikant gewürzten Mangoscheiben und gebratenem Hähnchenfleisch auf dem Plan. Die Rezeptideen habe ich bei meinem letzten Einkauf im EDNA Online-Shop entdeckt und sofort ausprobiert. Einfach lecker!
Zu meiner Freude habe ich dort auch die lang gesuchten, dekorativen Mini-Schalen und Gläser gefunden, in denen ich am Montag die nach einem Originalrezept zubereiteten brasilianischen Empanadas und den Mango-Gurkensalat servieren werde. Zu trinken gibt es gut gekühltes Bier, Caipirinha und erfrischende, alkoholfreie Cocktails.

Der Goalgetter

Kickerbrötchen

Kickerbrötchen

„Wolli vor, schieß ein Tor!“, feuern mich die im Obstgarten versammelten Freunde an, als ich zum ersten Schuss auf die neue Torwand ansetze. Mit abgeklärtem Blick und eiskaltem Torjägerinstinkt fokussiere ich das linke obere Eck der Wand, lege mir den Ball zurecht, atme noch einmal tief durch und laufe an: Eins, zwei drei…
Beim vierten Anlaufschritt gerät irgend etwas mit meinen Beinen durcheinander. Ich stolpere, verliere das Gleichgewicht und spüre, wie mir der Boden unter den Füßen entgleitet. Entsetzt versuche ich die Kontrolle über meinen Körper zurückzugewinnen, leider vergebens. Ich falle, hilflos dem Gesetz der Schwerkraft folgend und lande mit einem harten Aufprall auf dem Hinterteil. Aus dieser Position verfolge ich benommen die Flugbahn meines rechten weißen Bäckerschlappens, der sich wie ein Bumerang geradewegs auf die Torwand zu bewegt. Für einen Augenblick halte ich den Atem an, dann ist es auch schon geschehen: Mein Schuh erreicht die linke obere Ecke der Torwand, fliegt durch das runde Loch und fällt irgendwo hinter der Sperrholzwand zu Boden. „Tooorrr!“, ertönt ein einsamer Jubelschrei vom Seitenrand, den übrigen Zuschauern hat es vor Lachen die Sprache verschlagen. Das runde Leder liegt währenddessen unberührt vor mir im Gras.

Mein spektakuläres Tor bleibt für Stunden Gesprächsthema Nummer eins im Landcafé. Ich selbst habe mich nach dem einschneidenden Goalgetter-Erlebnis erst einmal in meine Backstube zurückgezogen. Hier fühle ich mich deutlich wohler als auf dem Fußballplatz. An diesem Ort kann ich mich ablenken und dabei die erlittene Schmach und mein noch immer schmerzendes Hinterteil vergessen. Es tröstet mich, dass längst nicht jeder Fußballfan mit einem entsprechenden Spieltalent ausgestattet ist. Die Chance auf außergewöhnliche Treffer haben wir dagegen alle, jeder auf seine Weise. In diesem Sinne wünsche ich allen Fußballfreunden eine torreiche und spannende Weltmeisterschaft!

Wolli und die Bedeutung von Zeit

Brotbacktag im Dorfkindergarten! Gespannt warten zehn eifrige Kinderhände auf mein Startsignal. Auf geht‘s ihr kleinen Bäcker, greift euch die Zutaten und backt los!

„Wer will gute Brote backen, der muss haben sieben Sachen…“,  singen die kleinen, mit Mehl bestäubten Nachwuchsbäcker, während sie beim Kneten bis zu den Ellenbogen im frischem Teig versinken. Recht haben sie! Denn dank ihrer Tatkraft haben sich das Dinkelvollkornmehl, das frischgemahlene Dinkelschrot, der Sauerteig, das lauwarme Wasser und das Salz bereits zu einem vielversprechenden Brotteig verbunden.

Allein die Praktikantin bleibt skeptisch: Wie willst du aus diesen fünf Zutaten leckere Brote backen?“, fragt sie forsch. Was ist mit Backaromen oder anderen Zusätzen?“

Brotbacken ohne Backzusätze?
„Backzusätze erfüllen wichtige Aufgaben beim Brotbacken“, antworte ich. „Trotzdem können wir bei unseren Broten auf ihren Einsatz verzichten. Entscheidend ist, dass wir unseren Broten eine sechste, sehr wichtige Zutat hinzufügen. Mit ihr können wir viele Backhilfen ersetzen“. „Und welche Zutat ist das?“, will die Praktikantin neugierig wissen. „Zeit“, antworte ich.

Die Zeit entscheidet

Teigherstellung

Teigherstellung

Dem Brotteig Zeit geben heißt, ihm eine ausreichend lange Teigruhe zu gönnen. Während dieser Ruhephase binden Mehl und Klebereiweiß die im Teig enthaltene Feuchtigkeit und quellen auf. Dabei bildet das als Gluten bekannte Klebereiweiß ein weitporiges Netz, in welches die im Mehl enthaltene Stärke gleichmäßig eingelagert wird. Je glutenreicher das verwendete Mehl ist, desto größer und stabiler wird das Porennetz. Mit der Zugabe von Sauerteig gelangen Milchsäurebakterien in den Brotteig. Sie nutzen den im Teig enthaltenen Zucker als Nahrung und geben Milchsäure und Kohlendioxid (CO2) an ihn ab. Die Milchsäure verleiht dem Sauerbrotteig ein lecker würziges und herzhaftes Aroma, das CO2 dagegen wird ebenfalls in das Porennetz eingebunden und vergrößert dabei das Teigvolumen. Der einst klebrige, zähe und schwer formbare Brotteig geht auf und erhält eine lockere, geschmeidige und formbeständige Konsistenz. Auch Hefeteige profitieren von einer ausreichend langen Teigruhe. Hier übernehmen Hefepilze die Rolle der Milchsäurebakterien.

Die meisten Helfer sind natürlich

Art. 665, Bauernbrot

Art. 665, Bauernbrot

Emulgatoren wie Lecithine oder  Mono- und Diglyceride verbessern den Zusammenhalt von Gluten und Stärke. Damit können sie einen Teil der meist durch Umwelt- und Witterungseinflüsse  hervorgerufenen Qualitätsschwankungen des Naturrohstoffes  Mehl ausgleichen. Gleichzeitig verkürzen Emulgatoren überlange Teigruhezeiten. Sie  stellen den reibungslosen Ablauf in den Bäckereien sicher und gewährleisten, dass Kunden Brot und Gebäck in gleichmäßig hoher Qualität und mit den gewünschten Eigenschaften erhalten. Emulgatoren gehören neben den Verdickungs- und Säuerungsmitteln zu den am häufigsten verwendeten Zusatzstoffen bei der Brot- und Gebäckherstellung. Hier sollte sich der Verbraucher jedoch nicht von dem Begriff Zusatzstoff täuschen lassen, denn die weit überwiegende Mehrheit dieser Hilfsstoffe sind natürlichen Ursprungs. Das unterstreicht ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit.

100 % natural bei EDNA = Einhundert Prozent Ursprünglichkeit

Art. 805, Kartoffelbrot - 100 % natural

Art. 805, Kartoffelbrot – 100 % natural

Bei den verschiedenen BrotenBrötchen und Baquettes der neuen Produktlinie 100 % natural verzichtet EDNA konsequent auf den Einsatz von Zusatzstoffen und Backmitteln. Ebenso tabu sind Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe. Entscheidend für die überragende Qualität und das tolle Aroma dieser 100 % ursprünglichen Backwaren ist eine besonders lange und sorgfältige Teigführung. Außerdem müssen die verwendeten Rohstoffe sehr strenge Qualitätsanforderungen erfüllen.Hohen Anforderungen standhalten muss auch der Brotteig, den die Kinder des Dorfkindergartens gerade zum letzten Mal kneten. Bald zieren reichlich Sonnenblumenkerne sein Dekor. Damit hat der Brotteig am Ende auch seine siebte und letzte Zutat erhalten.

Wolli auf Spurensuche: Warum der Hamburger kein Amerikaner ist

Sommerzeit ist Grillzeit! Doch statt marinierter Steaks und gebräunter Bratwürste brutzeln bei uns heute leckere Burger auf dem Grill. Und das hat eine lange Tradition.

Giant Burger

Giant Burger

Zufrieden hielt der fünfzehnjährige Charlie Nagreen im Jahr 1885 auf der Kirmes der Stadt Seymor im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin Ausschau nach weiteren Kunden. Seine Idee, an einem mobilen Imbissstand frisch gebratene Hackfleischfrikadellen zu verkaufen, hatte sich als Volltreffer erwiesen. Wie Charlie Nagreen richtig vermutete, nahmen sich nur wenige Jahrmarktbesucher Zeit für eine ausgiebige Mahlzeit. Gegen eine sättigende Frikadelle, die sie im Vorbeigehen erwarben und direkt aus der Hand verzehren konnten, hatten die meisten Besucher jedoch nichts einzuwenden. Im Gegenteil.

Als sich eine Kundin nach dem Verzehr der Frikadelle über die verbliebenen Fettspuren an ihren Händen beklagte und einen weiteren Hackfleischbratling ablehnte, schnitt der findige 15-Jährige kurzentschlossen ein weiches, aus Weißmehl gebackenes Brötchen in der Mitte auseinander. Rasch legte er die Frikadelle zwischen die Hälften, presste das Brötchen fest zusammen und reichte es der überraschten Kundin. In den folgenden Jahren soll Charlie Nagreen dieses Frikadellen-Sandwich mit großem Erfolg auf vielen Jahrmärkten in und außerhalb Wisconsins verkauft haben. Tatsächlich dauerte es nur wenige Jahre bis der Ur-Hamburger flächendeckend auf dem nordamerikanischen Kontinent verbreitet war und zum Ausgangspunkt unserer heutigen Burger-Generation wurde. Charlie Nagreen hingegen ließ sich zeitlebens als Erfinder des Hamburgers feiern.

Hamburger-Brötchen

Hamburger-Brötchen

Zu Unrecht wie wir heute wissen. Denn zeitgleich mit Nagreen sollen bereits die Brüder und Imbissbesitzer Frank und Charles Meches aus der Gemeinde Hamburg im Bundesstaat New York Ur-Burger gebraten haben. Ihre Kreation entstand, als sie eines Tages nicht ausreichend Hot Pork (Schweinebraten) von ihrem Lieferanten erhielten und die von ihnen angebotenen Sandwiches stattdessen mit einem Rinderhacksteak füllten.

Eine andere Geschichte erzählt vom Amerikaner Fletcher Davis. Er soll auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis ein Hacksteak aus Rindfleisch zwischen zwei Brotscheiben gelegt und beides mit Zwiebeln und Senf geschmacklich verfeinert haben. Ein lobender Artikel in der New York Tribune zeugt noch heute davon, wie gut dieser Snack bei den Besuchern der Weltausstellung ankam.

Inzwischen weisen viele Indizien darauf hin, dass die ersten Hamburger tatsächlich in Hamburg, genauer gesagt im Hafengebiet der Hansestadt gebraten wurden. Die Rezeptur für den ursprünglich stark gewürzten und roh verzehrten Fleischklops stammt vermutlich von baltischen Seeleuten. Da die Hamburger Hafenarbeiter den Geschmack des rundlich flachen Hackfleischstückes sehr wohl schätzten, den Verzehr von rohem Fleisch jedoch weitgehend ablehnten, garten die Arbeiter das aus Rindfleisch bestehende Hacksteak zunächst auf dem Grill und verzehrten es als sogenanntes „warmes Rundstück“ zusammen mit Brot und etwas Sauce. Später setzte sich dieses Gericht auch in der besser situierten Hamburger Gesellschaft durch. Emigranten, die von der Elbmetropole aus in die USA auswanderten, lernten das Frikadellen-Sandwich in Hamburg kennen und schätzten es als schmackhafte und unkomplizierte Mahlzeit während ihrer Schiffspassage in die Neue Welt. Vermutlich kam der Ur-Hamburger bei vielen ehemaligen Aussiedlern auch später noch auf den Tisch. Schon im Jahr 1842, also lange bevor Charlie Nagreen seine erste Sandwich-Frikadelle kreierte, wird die Zubereitung des Hacksteaks „Hamburger Art“ in einem US-amerikanischen Kochbuch beschrieben.

Sesam Sandwich-Kaiser

Sesam Sandwich-Kaiser

Ob medium gegrillt oder durchgebraten, ob mit Gemüseeinlage oder ohne, ob scharf gewürzt oder mild verfeinert: Die heutige Hamburger-Vielfalt scheint unerschöpflich. Auch vegetarische Burger haben inzwischen viele Anhänger gefunden. Viel Geschmack und Kreativität beweisen überzeugte Burger-Fans vor allem bei der Auswahl der Brötchen. Hier sorgen extra große Sandwich-Kaiser oder rustikal-würzige Giant Jägersandwichbrötchen für ein Plus an Abwechslung und Geschmack. Leckere Hamburger lassen sich auch mit Sesam- oder Mohn-Sandwichkaiserbrötchen herstellen. Also: Ran an die Grills und Feuer frei, jetzt ist Burgerzeit!