18. November 2017

Wie lagert man Brot richtig?

Art. 1496 Natursauerteig-Brot ohne Hefe

Art. 1496 Natursauerteig-Brot ohne Hefe

Bestimmt haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie Brot am besten lagern, damit es frisch und vor allem lange haltbar bleibt.
Hierbei spielt die Brotsorte eine große Rolle. Je höher der Roggenanteil des Brotes ist, desto länger bleibt es frisch. Das liegt daran, dass der Roggen die Feuchtigkeit lange im Brot hält. Auch Vollkorn- und Sauerteigbrot speichert die Feuchtigkeit lange. Brot aus 100 % Weizenmehl trocknet hingegen relativ schnell aus.

 

Art. 55216 Faltenbeutel "Brotkönig®"

Art. 55216 Faltenbeutel „Brotkönig®“

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die Lagerung. Hier ist folgendes zu beachten:
Wenn Sie das Brot schnell verzehren, ist die Aufbewahrung in der Papiertüte, in der Sie das Brot beim Bäcker kaufen, am einfachsten. Dafür eignet sich unser Faltenbeutel „Brotkönig“ besonders gut. Falls Sie Ihr Brot in einem Plastikbeutel aufbewahren, sollten Sie regelmäßig die Feuchtigkeit des Brotes überprüfen, um Schimmelbildung zu verhindern. Auch der Brotkasten ist ein beliebter Aufbewahrungsort für Brote. Unverpacktes Brot hält sich in einem trockenen, gut belüfteten Behältnis bei einer Temperatur von 12-18 ° C am besten frisch. Besonders gut eigenen sich hierzu Brotkästen aus Holz oder Plastik, sowie Brottöpfe aus Keramik. Um auch hier eine Schimmelbildung zu verhindern, sollte der Behälter wöchentlich mit Essigwasser gereinigt werden.
Ist ein Brot allerdings einmal vom Schimmel befallen, ist es nicht mehr zum Verzehr geeignet und sollte sofort vollständig entsorgt werden. Auch wenn es nur an einzelnen Stellen Schimmel aufweist, kann bereits das gesamte Brot mit giftigen Stoffen durchsetzt sein.

 

Da frisches Brot einfach am besten schmeckt, sollte man lieber häufiger kleine Mengen einkaufen. So ist ein frischer Brotgenuss immer gewährleistet.
Soll das Brot doch für einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden, ist es am besten, das Brot im ganzen Laib oder in Scheiben geschnitten einzufrieren. Um anschließend die ideale Frische wieder zu gelangen, tauen Sie das gefrorene Brot einfach bei Zimmertemperatur auf. Brötchen zum Aufbacken oder Einfrieren sind eine praktische Alternative zu frischen Brot-Backwaren.
Doch auch altes Brot kann man noch verwenden. Weißbrot oder Brötchen vom Vortag kann man ohne weiteres aufbacken. Dazu müssen Sie vorher die Kruste mit etwas Wasser bestreichen und für ca. 10 Minuten backen.
Aber egal, wie Sie Ihr Brot lagern – bei EDNA finden Sie garantiert das richtige Brot für jeden Geschmack.

Wolli auf den Spuren der Laktoseunverträglichkeit

Der US-amerikanische Schauspieler Orlando Bloom hat sie, ebenso wie Anne Hathaway, Whoopi Goldberg und etwa 15 Millionen deutsche Bundesbürger: Die Milchzucker-Unverträglichkeit ist weltweit verbreitet und liegt uns gewissermaßen im Blut, wie der vor 4000 Jahren verstorbene Ötzi beweist.

Art. 805 Kartoffelbrot

Art. 805 Kartoffelbrot

„Ist dieses Brot laktosefrei? fragt die Kundin unsicher und zeigt auf eines der warmen, frischgebackenen Kartoffelbrote, die ich vor wenigen Minuten in das Verkaufsregal der Landbäckerei einsortiert habe. Überrascht schaue ich meine Gesprächspartnerin an. „Laktosefreies Brot? Sie vertragen keinen Milchzucker?“
„Es besteht der Verdacht einer Laktoseintoleranz“ erwidert die Kundin. „Daher hat mir mein Arzt geraten, vorerst a

uf alle milchzuckerhaltigen Lebensmittel zu verzichten“. „Bei diesen Broten hier brauchen Sie sich keine Sorgen machen“, beruhige ich meine Gesprächspartnerin. „Es ist absolut michlzuckerfrei“. Auf viele andere Nahrungsmittel trifft diese Aussage leider nicht zu.

Oft lösen Darmbakterien die typischen Beschwerden aus

laktosefrei

laktosefrei

Milchzucker wird auch als Laktose bezeichnet und gehört in die Gruppe der Zweifachzucker. Diese sogenannten Disaccharide können vom Körper nicht direkt zur Energiegewinnung genutzt werden sondern müssen zunächst mit Hilfe von Enzymen in einfache, wasserlösliche Zuckerbausteine gespalten werden. Beim Milchzucker übernimmt das Enzym Laktase diese Aufgabe. Es wird in speziellen Körperzellen gebildet und ist überwiegend im menschlichen Dünndarm aktiv. Oft produzieren die Zellen jedoch zu wenig oder gar keine Laktase. Nehmen die davon betroffenen Personen dann größere Mengen Milchzucker über die Nahrung auf, reichert sich die Laktose im Dickdarm an und wird von den dort lebenden Darmbakterien als Nahrungsquelle genutzt. Bei diesem bakteriellen Stoffwechsel-Prozess entstehen Milchsäure und Gärgase. Sie lösen die für eine Laktoseintoleranz typischen Blähungen, starken Bauchschmerzen und unangenehmen Darmbeschwerden aus.

Laktosefreie Nahrungsmittel: Vielfalt statt Verzicht!

Mini Marmorkuchen

Laktosefreie Kuchen

Milchzucker ist vor allem in Frischmilch und vielen milchhaltigen Lebensmitteln wie Eis, Pudding und Sahne enthalten. Die Herkunft der Milch spielt dabei keine Rolle, Kuhmilch ist ebenso milchzuckerhaltig wie Schafs- oder Ziegenmilch. Vorsicht ist auch bei Wurstwaren, milchhaltigen Brotsorten, fertig angerührten Salatdressings und praktischen Tütensuppen geboten. Diese Lebensmittel können Milch- oder Magermilchpulver, Molke oder Rahm enthalten und damit Beschwerden auslösen. Milchzuckerarm und meist gut verträglich sind dagegen Butter, Naturjoghurt, Mozzarella, Camembert, Fetakäse sowie lang gereifter Edamer, Gouda, Parmesan und Bergkäse. Hier haben die im Käse enthaltenen Milchsäurebakterien einen Großteil der ursprünglichen Laktose als Nahrungsquelle genutzt und sie dabei in leichter verdauliche Nährstoffe umgewandelt. Ebenfalls laktosefrei und unbedenklich sind milchzuckerfreie Vollmilch und die aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellte Hafer-, Soja- oder Mandelmilch. Früher bedeutet Laktoseintoleranz vor allem eines: Verzicht. Heute steht den Betroffenen eine große Vielfalt milchzuckerfreier Lebensmittel zur Auswahl. Dazu zählen laktosefreie Brötchen ebenso wie Baguettes, gesunde Vollkornbrote oder leckere Pizza- und Pastagerichte. Ja sogar Kuchen, Kekse, Muffins, Schokolade, Eiscreme und Pudding sind in milchzuckerfreier Form erhältlich!

Laktoseunverträglichkeit: Mehr Regel als Ausnahme

In Deutschland reagieren rund 15- 25 Prozent der Bundesbürger empfindlich auf den in Nahrungsmitteln enthaltenen Milchzucker. Global ist die Zahl der Betroffenen deutlich höher: Wissenschaftler vermuten, dass etwa 75 Prozent der Weltbevölkerung laktoseintolerant ist. Die Ursache dafür liegt in der menschlichen Genetik. Hier ist festgelegt, dass jeder menschliche Organismus in den ersten Lebensmonaten ausreichend Laktase produziert um die wertvolle Muttermilch problemlos verdauen zu können. Wird das Kind älter, nimmt sein Milchbedarf kontinuierlich ab. Ab diesem Entwicklungszeitpunkt schränken auch die laktose-produzierenden Zellen ihre Aktivität immer stärker ein. Als die Urvölker Nordeuropas die Viehzucht entdeckten und sich mehr und mehr von Milch- und Milchprodukten ernährten, passte sich ihr Organismus an die neuen Lebensgewohnheiten an. In anderen frühzeitlichen Völkern war das Trinken von Milch zu diesem Zeitpunkt gänzlich unbekannt, hier unterblieb auch die genetische Anpassung.

Ein Vertreter dieser Spezies ist der vor etwa 4000 Jahren tödlich verunglückte und bis 1992 im Eis der Südtiroler Alpen konservierte Ötzi. Würde er heute leben, müsste er sich laktosefrei ernähren. Und es würde ihm ganz sicher schmecken.

Wolli und die Bedeutung von Zeit

Brotbacktag im Dorfkindergarten! Gespannt warten zehn eifrige Kinderhände auf mein Startsignal. Auf geht‘s ihr kleinen Bäcker, greift euch die Zutaten und backt los!

„Wer will gute Brote backen, der muss haben sieben Sachen…“,  singen die kleinen, mit Mehl bestäubten Nachwuchsbäcker, während sie beim Kneten bis zu den Ellenbogen im frischem Teig versinken. Recht haben sie! Denn dank ihrer Tatkraft haben sich das Dinkelvollkornmehl, das frischgemahlene Dinkelschrot, der Sauerteig, das lauwarme Wasser und das Salz bereits zu einem vielversprechenden Brotteig verbunden.

Allein die Praktikantin bleibt skeptisch: Wie willst du aus diesen fünf Zutaten leckere Brote backen?“, fragt sie forsch. Was ist mit Backaromen oder anderen Zusätzen?“

Brotbacken ohne Backzusätze?
„Backzusätze erfüllen wichtige Aufgaben beim Brotbacken“, antworte ich. „Trotzdem können wir bei unseren Broten auf ihren Einsatz verzichten. Entscheidend ist, dass wir unseren Broten eine sechste, sehr wichtige Zutat hinzufügen. Mit ihr können wir viele Backhilfen ersetzen“. „Und welche Zutat ist das?“, will die Praktikantin neugierig wissen. „Zeit“, antworte ich.

Die Zeit entscheidet

Teigherstellung

Teigherstellung

Dem Brotteig Zeit geben heißt, ihm eine ausreichend lange Teigruhe zu gönnen. Während dieser Ruhephase binden Mehl und Klebereiweiß die im Teig enthaltene Feuchtigkeit und quellen auf. Dabei bildet das als Gluten bekannte Klebereiweiß ein weitporiges Netz, in welches die im Mehl enthaltene Stärke gleichmäßig eingelagert wird. Je glutenreicher das verwendete Mehl ist, desto größer und stabiler wird das Porennetz. Mit der Zugabe von Sauerteig gelangen Milchsäurebakterien in den Brotteig. Sie nutzen den im Teig enthaltenen Zucker als Nahrung und geben Milchsäure und Kohlendioxid (CO2) an ihn ab. Die Milchsäure verleiht dem Sauerbrotteig ein lecker würziges und herzhaftes Aroma, das CO2 dagegen wird ebenfalls in das Porennetz eingebunden und vergrößert dabei das Teigvolumen. Der einst klebrige, zähe und schwer formbare Brotteig geht auf und erhält eine lockere, geschmeidige und formbeständige Konsistenz. Auch Hefeteige profitieren von einer ausreichend langen Teigruhe. Hier übernehmen Hefepilze die Rolle der Milchsäurebakterien.

Die meisten Helfer sind natürlich

Art. 665, Bauernbrot

Art. 665, Bauernbrot

Emulgatoren wie Lecithine oder  Mono- und Diglyceride verbessern den Zusammenhalt von Gluten und Stärke. Damit können sie einen Teil der meist durch Umwelt- und Witterungseinflüsse  hervorgerufenen Qualitätsschwankungen des Naturrohstoffes  Mehl ausgleichen. Gleichzeitig verkürzen Emulgatoren überlange Teigruhezeiten. Sie  stellen den reibungslosen Ablauf in den Bäckereien sicher und gewährleisten, dass Kunden Brot und Gebäck in gleichmäßig hoher Qualität und mit den gewünschten Eigenschaften erhalten. Emulgatoren gehören neben den Verdickungs- und Säuerungsmitteln zu den am häufigsten verwendeten Zusatzstoffen bei der Brot- und Gebäckherstellung. Hier sollte sich der Verbraucher jedoch nicht von dem Begriff Zusatzstoff täuschen lassen, denn die weit überwiegende Mehrheit dieser Hilfsstoffe sind natürlichen Ursprungs. Das unterstreicht ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit.

100 % natural bei EDNA = Einhundert Prozent Ursprünglichkeit

Art. 805, Kartoffelbrot - 100 % natural

Art. 805, Kartoffelbrot – 100 % natural

Bei den verschiedenen BrotenBrötchen und Baquettes der neuen Produktlinie 100 % natural verzichtet EDNA konsequent auf den Einsatz von Zusatzstoffen und Backmitteln. Ebenso tabu sind Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe. Entscheidend für die überragende Qualität und das tolle Aroma dieser 100 % ursprünglichen Backwaren ist eine besonders lange und sorgfältige Teigführung. Außerdem müssen die verwendeten Rohstoffe sehr strenge Qualitätsanforderungen erfüllen.Hohen Anforderungen standhalten muss auch der Brotteig, den die Kinder des Dorfkindergartens gerade zum letzten Mal kneten. Bald zieren reichlich Sonnenblumenkerne sein Dekor. Damit hat der Brotteig am Ende auch seine siebte und letzte Zutat erhalten.

Auf den Spuren des Fesen

Er heißt Spelz, Fesen oder Schwäbisches Korn. Viele Jahre stand er im Schatten seines jüngeren Bruders, obwohl er ihm in vielen Disziplinen eine gute Halmlänge voraus ist. Von vielen vergessen kehrte der einstige Star zurück auf unsere Felder und ist heute beliebter denn je.

Ist er es oder ist er es nicht? Ratlos betrachte ich den langen Halm mit der schlanken, leicht gekrümmten Ähre in meiner Hand. Als Bäckermeister erkenne ich unsere heimischen Getreidepflanzen normalerweise auf Anhieb, doch bei diesem Exemplar bin ich mir meiner Sache nicht sicher. „Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, das ist kein Weizen“, wage ich mich schließlich beherzt aus der Deckung und lege den Halm zurück zu den anderen Pflanzen, die wir auf unserer Wandertour gesammelt haben. Die Mimik der Exkursionsleiterin verrät, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege. „Sie haben recht, das ist keine Weizenpflanze“, bestätigt die Biologin. „Es ist Dinkel, der ältere Bruder des Weizens.

Staunend erfahren wir, dass Dinkel zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit gehört. Historische Fundstücke belegen, dass die Getreidepflanze bereits vor etwa 8.000 Jahren im südwestlichen Teil Asiens verbreitet war. Als das Klima in Mittel- und Nordeuropa wärmer wurde, unsere Vorfahren zu siedeln begannen und von ihren oft kargen Erträgen aus Ackerbau und Viehzucht leben mussten, verhinderte diese Getreideart so manche Hungersnot. Denn im Gegensatz zum Weizen ist Dinkel genügsam, gedeiht auch auf flachgründigen, nährstoffarmen Böden und verträgt raue Klimabedingungen. Dank dieser Eigenschaften setzte er sich bei uns vor allem auf den ertragsschwachen Standorten im Alpenraum, in der Schwäbischen Alb, in weiten Teilen Oberschwabens und im heutigen Mittelfranken durch.

Dinkel

Dinkel

Im 18. Jahrhundert war Dinkel ein wichtiges Handelsgetreide. Ortsnamen wie Dinkelsbühl oder Dinkelscherben weisen bis heute auf das einst hohe Ansehen des Dinkels hin. Doch bereits 100 Jahre später ging die wirtschaftliche Bedeutung der Getreidepflanze rapide zurück. Mitverantwortlich für diese Entwicklung war die industrielle Revolution. Als James Watt im Jahr 1776 die Dampfmaschine erfand, konnte er nicht ahnen, welche Auswirkungen seine technische Revolution auf das harte, entbehrungsreiche Leben der Landbevölkerung haben wird. Nachdem die Dampfmaschine in den Fabriken Einzug gehalten hatte, kamen in der Landwirtschaft erstmals dampfbetriebene Dreschmaschinen zum Einsatz. Mit ihnen konnte das Getreide nun sehr viel schneller gedroschen werden als mit dem traditionellen Dreschflegel. Das eröffnete den Bauern die Möglichkeit, künftig mehr Getreide anzubauen.

Ein weiterer Meilenstein war der Einsatz der ersten kraftstoffbetriebenen Traktoren, darunter der legendäre Lanz Bulldog und das bis heute weltweit bekannte Fendt Dieselross. Neben der Mechanisierung widmeten sich die Agrar-Pioniere auch der Züchtung neuer, ertragreicher Getreidesorten. Im Fokus ihrer Arbeit stand jedoch der Weizen. Als der deutsche Chemiker und Professor Justus von Liebig um 1850 seine Lehre von der mineralischen Pflanzendüngung veröffentlichte, wagten viele Bauern den Versuch, anspruchsvolle Weizenpflanzen auf den ertragsschwachen Dinkel-Standorten zu kultivieren. Das war das endgültige Aus für den Dinkel.

Art. 184 Bio Dinkel-Brötchen

Art. 184 Bio Dinkel-Brötchen

Nachteilig wirkten sich vor allem das vergleichsweise geringe Ertragsniveau und die Spelzen des Dinkels aus. Ihnen verdankt das Urgetreide seine Zweitnamen Spelz oder Spelzweizen. Die sogenannte Spreu ist fest mit dem Dinkelkorn verwachsen, umgibt es wie eine Schutzhülle und schirmt es vor schädlichen Umwelteinflüssen ab. Zum Leidwesen von Landwirten, Müllern und Bäckern lösen sich die Dinkelspelzen beim Dreschen nicht selbstständig vom Korn sondern müssen mit einem speziellen Schälverfahren, dem Gerben, entfernt werden. In diesem Zusammenhang entstand die bis heute gebräuchliche Redensart „Spreu vom (Spelz)Weizen trennen“. Weniger robust ist dagegen die Dinkelähre. Sie bricht beim Dreschen auseinander, die dabei entstehenden Bruchstücke werden als Fesen bezeichnet. Weichweizen, Nackthafer und Nacktgerste besitzen keine Spelzen. Sie müssen nicht gegerbt werden und sind dadurch länger keim- und lagerfähig.

Nach vielen Jahren Schattendasein erlebte der Dinkel mit Beginn der ökologischen Landwirtschaft eine Renaissance. Hier verbieten strenge Anbaurichtlinien den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngern. Für den anspruchsvollen Weizen wird das schnell zum Problem, der robuste und widerstandsfähige Dinkel dagegen kann aus dem Vollen schöpfen: Seine enganliegenden Spelzen schützen das Korn vor Schadinsekten und Pilzinfektionen. Chemische Pflanzenschutzmittel zur Gesunderhaltung sind damit überflüssig.

Art. 187 Bio-Dinkelvollkornbrot

Art. 187 Bio-Dinkelvollkornbrot

Dinkel enthält mehr Vitamin B3 und ist mineralstoff- und eiweißreicher als Weizen. Liebhaber schätzen vor allem seinen nussig-milden Geschmack. Er verleiht den Dinkelprodukten ihre typisch feine, herzhaft-aromatische Note. Besonders beliebt sind Dinkel-Brötchen. Schwäbische Seelen und Biberacher Knauzen sind regionale Köstlichkeiten und werden traditionell aus Dinkelmehl gebacken. Zu ihnen gesellt sich die schwäbische Laugenbrezel. Auch sie gehört zu den schwäbischen Klassikern und gewinnt als Bio-Dinkelbrezel immer mehr Fans.

Die vielen Gesichter der Nachhaltigkeit

Bio-Gastrobrot

Bio-Gastrobrot

„Handeln Sie nachhaltig!“ scheint das große Plakat allen Autofahrern zuzurufen, die wie ich vor der Ampel stehen und auf das Signal zur Weiterfahrt warten. Nachhaltig handeln? Was heißt das eigentlich?

Nachhaltig denken, nachhaltig entscheiden, nachhaltig wirtschaften. Inzwischen gibt es keinen Lebensbereich mehr, in dem wir nicht zum nachhaltigen Handeln aufgerufen werden. Nachhaltigkeit leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Zukunft, daran besteht kein Zweifel. Doch wie sieht ein nachhaltiger Lebensstil aus? Bedeutet Nachhaltigkeit gleichzeitig Verzicht? Und wie nachhaltig ist meine Entscheidung den neuen, PS-starken Sportwagen zu kaufen, auf den ich schon so lange spare?

Über diese und ähnliche Fragen haben vermutlich auch die Mitglieder der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung diskutiert, bevor sie im Jahr 1987 ihren Abschlussbericht veröffentlichten. Dieser Brundtland-Bericht gilt als erstes, international anerkanntes Konzept für eine nachhaltige Entwicklung der Welt und hat die Umwelt- und Wirtschaftspolitik vieler Staaten positiv beeinflusst. Seinen Namen erhielt der Bericht übrigens von der damaligen Vorsitzenden der Weltkommission Gro Harlem Brundtland. Sie war die erste Regierungschefin Norwegens und gehörte zu den Initiatoren des ersten UN-Umweltgipfels. Aus dem Brundtland-Bericht stammt die wohl treffendste Definition des Begriffes Nachhaltigkeit: „Nachhaltig handeln heißt, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft zu erfüllen ohne dabei die Entwicklungsmöglichkeiten, Rechte und Ansprüche nachfolgender Generationen einzuschränken oder zu gefährden“.

Bio-Logo

Bio-Logo

Nachhaltig zu handeln bedeutet also nicht, Weltmeister im Verzichten zu werden. Vielmehr kommt es auf einen bewussten Konsum und ebenso bewusste Entscheidungen an. Doch wer überlegt und gezielt handeln will, sollte Firmen, Produkte und Dienstleistungen richtig einschätzen können. Viele Unternehmen setzen sich für eine nachhaltige Wirtschaftsweise ein und geben offen darüber Auskunft. Zu ihnen gehört auch EDNA. Fragen wir also direkt nach: In welchen Bereichen handelt EDNA besonders nachhaltig?

Pluspunkte verdient EDNA für die große, 64 Artikel umfassende Auswahl an Bio-Produkten. Alle EDNA Bio-Produkte tragen das europäische Bio-Gütesiegel und werden nach streng kontrollierten, ökologischen Richtlinien hergestellt. So ist es Bio-Landwirten verboten, beim Anbau von Bio-Getreide chemische Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger oder synthetische Wachstumsförderer einzusetzen. Bei der anschließenden Verarbeitung der wertvollen Bio-Rohstoffe dürfen keine Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verwendet werden, auch synthetisch hergestellte Farb- und Konservierungsstoffe sind tabu.

Mehl

Mehl

Kurze Transportwege gewährleisten nicht nur die Frische der Produkte, sie wirken sich auch günstig auf die Energie- und CO2 Bilanz eines Unternehmens aus. Aus diesem Grund arbeitet EDNA mit regionalen Mühlen zusammen, die sich in Nähe der drei Produktionsstandorte befinden. Außerdem achtet EDNA auf kurze Lieferwege zum Kunden. Um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, hat EDNA in energieoptimierte Anlagen investiert und alle Gebäude des Unternehmens wärmegedämmt. Zum Teil geht Abwärme dabei nicht verloren sondern wird zur Warmwasseraufbereitung wiederverwendet. Positiv auf den Kraftstoffverbrauch wirken sich die modernen Eco-Systeme aus, mit denen die Firmenwagen ausgestattet sind. Sensibilität beweist EDNA auch bei den Produktverpackungen. Sie bestehen aus leicht wiederverwertbaren Materialien und wurden in Größe und Form optimal angepasst.

Und noch etwas wird mir klar, bevor die Ampel auf Grün schaltet: Nachhaltigkeit ist langfristig und lebt davon, dass wir unser Handeln immer wieder kritisch überprüfen. Nur dann werden wir auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam, die uns helfen, eigene Wünsche zu verwirklichen – ohne dabei auf Kosten nachfolgender Generationen zu leben.