20. Mai 2012

Der Maßstab der Qualität

Produkteigenschaft mit acht Buchstaben? Ratlos schaue ich von meinem Kreuzworträtsel auf. Die Leichtigkeit, mit  der ich eben noch die Zeilen und Spalten füllte, ist dahin. Nach welchem Wort ist hier gefragt?

Geschmack, Farbe, Gewicht oder Preis, keine Produkteigenschaft, die mir spontan einfällt, erweist sich als des Rätsels Lösung. Dann plötzlich ein Geistesblitz. Qualität! Na klar, dieser Begriff fügt sich exakt in die noch freien Kästchen ein. Eines jedoch irritiert mich: Während die Farbe oder der Geschmack leicht erkennbare Eigenschaften eines Produktes sind, kann der Kunde die Qualität einer Ware oft sehr viel schwerer einschätzen. Was ist Qualität eigentlich? Wie entsteht sie und wie lässt sie sich messen?

ISO 9001:2000

ISO 9001:2000

Der Begriff Qualität ist eng mit dem lateinischen Wort qualitas verwandt und steht für Beschaffenheit, Merkmal, Eigenschaft oder Zustand. Qualität beschreibt damit alle Eigenschaften, die ein Produkt oder eine Leistung besitzt. Dazu gehören Merkmale wie das äußere Erscheinungsbild, die inhaltliche Zusammensetzung oder der besondere Nutzen einer Ware. Gleichzeitig sagt die Qualität etwas über die Wertigkeit eines Produktes oder einer Leistung aus. In diesem Zusammenhang ist Qualität ein treffsicherer Maßstab dafür, wie gut die Erwartungen der Kunden mit den Produkteigenschaften übereinstimmen. Je weniger Abweichung es zwischen den Erwartungen der Kunden (Soll) und den Eigenschaften des Produktes (Ist) gibt, desto höher ist die Qualität.

Der gute Vorsatz allein reicht nicht

Selbstverständlich versucht jedes Unternehmen die Wünsche seiner Kunden bestmöglich zu erfüllen und qualitativ hochwertige Produkte zu erzeugen. Doch der gute Vorsatz allein genügt nicht. Qualität ist vielmehr das Ergebnis von konsequenten Planungen, realistischen Zielvorgaben, transparenten Organisationsstrukturen und festen Regeln, die für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens gleichermaßen gelten.
Diese Überzeugung teilt auch EDNA.

Im Qualitätshandbuch steht’s geschrieben

Einen zentralen Stellenwert in der Qualitätspolitik von EDNA hat das Qualitätshandbuch. Hier bezieht EDNA deutlich Stellung zu den unternehmensinternen Qualitätsansprüchen und Qualitätszielen. Gleichzeitig zeigen klare Richtlinien und verbindliche Handlungsvorschriften auf, wie die gesetzten Qualitätsziele im Alltag verwirklicht werden sollen. Die vereinbarten Handlungsanweisungen gelten dabei längst nicht nur für den Produktionsbereich. Nein, auch EDNA-Mitarbeiter aus dem Vertrieb, aus dem Einkauf, aus dem Controlling, aus dem Kundenservice, aus dem Marketing und aus dem Personal- und Rechungswesen haben sich Qualitätsziele gesetzt und Regeln formuliert, mit deren Hilfe sie die vereinbarten Zielsetzungen erreichen wollen.

Stets ein offenes Ohr haben

BRC

BRC

Ein großes Anliegen ist allen EDNA-Mitarbeitern die Nähe zum Kunden. Daher haben sie übereinstimmend vereinbart, stets ein offenes Ohr für die Anliegen der EDNA-Kunden zu haben, Wünsche bestmöglich zu erfüllen und eine maximale Kundenzufriedenheit zu erreichen. Gleichzeitig hat sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, zur Verbesserung der unternehmensinternen Prozesse beizutragen. Wichtig ist den Kolleginnen und Kollegen auch das Thema Aus- und Weiterbildung. Um stets auf dem neuesten Wissensstand zu sein, Kunden optimal beraten zu können und gut auf neue Technologien und Verfahren vorbereitet zu sein, nehmen EDNA-Mitarbeiter regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teil.

QM-Systeme helfen die Wünsche der Kunden zu erfüllen

In vielen Betrieben hat sich in den vergangenen Jahren ein verändertes Qualitätsverständnis durchgesetzt: Während früher vornehmlich Rohstoffe und Endprodukte regelmäßigen Qualitätskontrollen unterzogen wurden, kommen heute die unternehmensinternen und qualitätsrelevanten Prozessschritte auf den Qualitäts-Prüfstand. Damit diese extrem komplexe Aufgabe gelingt, setzen immer mehr Firmen Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme) ein. QM-Systeme sind Instrumente, mit denen ein Unternehmen Qualität systematisch planen, lenken, prüfen und verbessern kann. Prozesse und Abläufe werden auf zuvor festgelegte Qualitätsmerkmale untersucht, dabei wird geprüft, ob und in welchem Umfang Vorgaben und Qualitätsziele eingehalten und umgesetzt werden. QM-Systeme zwingen die Mitarbeiter dazu, alle relevanten Prozessschritte kontinuierlich und genau zu dokumentieren. Gleichzeitig zeigen die Management-Systeme Verbesserungspotenziale auf und helfen dem Unternehmen, seine Produkt- und Prozessqualität zu sichern und stetig zu verbessern. Da sich die firmeninternen Qualitätsvorgaben und Zielsetzungen stets von den Qualitätsansprüchen und Erwartungen der Kunden ableiten, tragen QM-Systeme in erheblichem Maße dazu bei, dass ein Unternehmen die Anforderungen und Erwartungen seiner Kunden erfüllt.

Zertifizierung liefert noch mehr Sicherheit

IFS

IFS

EDNA geht in puncto Qualitätssicherheit noch einen Schritt weiter und arbeitet nach den zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen DIN EN ISO 9001: 2008 und den Lebensmittel-Sicherheitsstandards International Features Standards (IFS) und British Retail Consortium (BRC). Für Transparenz und Sicherheit sorgen außerdem die EU-Rechtsvorschrift für den ökologischen Landbau (Bio-Verordnung) das vorbeugende Sicherheitskonzept HACCP und der IFS Logistic Standard für den Transport und die Lagerung von Lebensmitteln.

Dieses zertifizierte QM-System und die Sicherheitssysteme legen konkrete Anforderungen fest, die nachweislich eingehalten und erfüllt werden müssen. Gleichzeitig greifen zertifizierte QM-Systeme tief in die Organisationsstrukturen, Prozesse und Aufgabenbereiche von EDNA ein und regeln diese. Dadurch werden Arbeitsabläufe im Unternehmen sehr eindeutig, verständlich, leicht überprüfbar und insgesamt sehr sicher. Und wo wenig Raum für Fehler ist, erreichen Produktsicherheit und Qualität automatisch Bestnoten.

Jedes Jahr im September wird neu geprüft

Den Nachweis, dass die Bestimmungen dieser QM-Systeme befolgt und eingehalten werden, erbringt EDNA in den sogenannten Zertifizierungsaudits. Sie finden jedes Jahr zwischen September und Oktober für alle Abteilungen an allen EDNA-Standorten statt. Die Prüfung und Bewertung der Qualitätsstandards erfolgt durch Auditoren aus externen Zertifizierungsunternehmen. Sie sind es auch, die EDNA nach einem erfolgreich bestandenen Audit die Zertifizierungsurkunde überreichen. Das ist ein Moment, der viele an die eigene Schulzeit erinnert, wenn man am Ende des Schuljahres für die erbrachten Leistungen mit einem guten Zeugnis belohnt wurde.
Auf diesen Moment müssen die EDNA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch noch ein paar Tage warten, denn die Zertifizierungsaudits dauern noch an. Doch es sieht sehr gut aus und das ein oder andere alkoholfreie Getränk zum Anstoßen steht schon bereit.

Laugenbrezen – traditionell handgeschlungen

Rollen, ziehen, schlingen, andrücken. Im Sekundentakt füllt sich das Backblech mit leckeren Brezeln. Was heißt hier Brezelschlingmaschine? Bei EDNA ist Brezelbacken noch echte Handarbeit!

Laugenvariationen

Laugenvariationen

„Back einen Kuchen durch den die Sonne dreimal scheint. Dann wirst du nicht gehenkt, dein Leben sei dir frei geschenkt“. Mit dieser Aufforderung entließ ein Fürst im mittelalterlichen Bad Urach einen Bäcker, den er zuvor wegen eines Vergehens zum Tode verurteilt hatte. Voller Hoffnung ergriff der Bäcker seine letzte Chance und begann einen Teigling zu formen. Doch so viel er auch probierte, der vom Fürst geforderte Kuchen wollte ihm nicht gelingen. Den Strang des Galgens schon vor Augen, rollte der Bäcker den Teig schließlich zu einer Stange aus. Als ihm das geforderte Gebäckstück wieder nicht gelang, verlor der Häftling endgültig den Mut: Verzweifelt warf er die Teigstange von sich auf den Boden. Dabei verformte sich der Strang zu einer Schlinge. Voller Angst blickte der Bäcker auf die Teigschlinge, dann begriff er, was er geschaffen hatte: Eine Schlinge, aus der sich ein Kuchen formen ließ, durch deren Löcher dreimal die Sonne schien. Es war die Geburtsstunde der Brezel.

Laugenbrezel

Laugenbrezel

So spektakulär die Geschichte der Brezel begann, so eindrucksvoll hat sie sich fortgesetzt. Heute ist die Brezel eines der bekanntesten und beliebtesten Gebäckstücke Deutschlands. Ob warm oder kalt, ob süß oder als herzhaftes Laugengebäck: Die Brezel schmeckt zu jedem Anlass. Oft genügt ein Blick und schon weiß der Kenner, ob er eine Bayerische Breze, eine Wiener Brezerl, eine norddeutsche Brezel, eine Schwäbische Brezge oder eine badisch-alemannischen Bretschl vor sich hat. Während in Bayern, Österreich und Baden die Ärmchen der Brezel weit oben am Bauch anliegen, trägt die schwäbische Brezel ihre Ärmchen deutlich tiefer am auffällig weiten Bauch. Oft wird dieser Bauch vor dem Backen mit einem tiefen Schnitt versehen, wodurch die Brezel ihren charakteristischen Ausbund erhält.

Einer, der die Brezel liebt und bestens kennt ist Reiner Keppeler, Produktions- und Entwicklungsleiter bei EDNA am Standort Wollbach. „Meine Lieblingsbrezel ist soft, besitzt ein schönes Volumen und einen herzhaften Laugengeschmack“, erzählt mir der Produktionsleiter während unseres Gespräches. Sie ist genauso wie die Schwäbische Laugenbrezel, die EDNA im Programm führt“. Eine Ähnlichkeit, die mich nicht verwundert, schließlich hat Reiner Keppeler die Rezeptur für diese beliebte EDNA-Brezel entwickelt.

Auch über die Frage, worauf es bei einer guten Brezel ankommt, muss Reiner Keppeler nicht lange nachdenken: „Entscheidend sind gute, hochwertige und frische Zutaten“, berichtet der Produktionsleiter. Hier setzt EDNA Akzente, denn fast alle Rohstoffe, die an den Standorten verarbeitet werden, stammen aus den jeweiligen Regionen. Doch über die Qualität, die Form und den Geschmack entscheidet nicht nur die Frische der Rohstoffe. Nein, gerade beim Brezelteig hängt viel von der Art und der Menge des verwendeten Fettes ab. „In allen EDNA-Rezepturen kommen nur hochwertige Fette und Pflanzenöle zum Einsatz, da machen wir keine Kompromisse“, fügt Reiner Keppeler hinzu.

„Wichtig ist auch die Rösche der Brezel. Sie ist ein charakteristisches Frische-Merkmal“, erzählt Reiner Keppeler während er eine EDNA-Laugenbrezel zwischen Daumen und Zeigefinger hält und dabei auf die Oberfläche des Gebäckstückes drückt. Sofort splittert die Kruste der Brezel mit einem deutlich hörbaren Knistern auf. „Die Rösche eines Gebäckstückes können Sie nicht nur schmecken sondern auch hören“, fügt der Produktionsleiter hinzu. „Daher achten wir sehr auf eine gute, ausreichend lange Teigführung und einen optimalen Backvorgang“.

Laugenprodukte

Laugenprodukte

Mehr als 15 verschiedene Brezeltypen führt EDNA im Sortiment, darunter süße Varianten wie die Marzipan-Brezel oder Klassiker wie die Bayerische Bierbreze. Immer beliebter werden Brezeln aus der EDNA Bio-Reihe. Dazu zählt z. B. die Bio-Dinkelbrezel. „Bei EDNA ist Brezelbacken noch echte Handarbeit“, erzählt Reiner Keppeler „Hier wird jede Brezel handgeschlungen und ist damit ein echtes Unikat“. „Schmeckt das der Kunde?“ möchte ich von dem Produktionsleiter wissen. „Ja gewiss“, antwortet mein Begleiter und liefert die Erklärung gleich mit: „Unsere Brezelschlingerinnen verarbeiten täglich viele unterschiedliche Teige, die wir nach individuellen und bewährten Rezepturen herstellen. Diese Flexibilität besitzt eine Brezelschlingmaschine nicht. Hätten wir die Maschine im Einsatz, könnten wir beispielsweise kein Dinkelvollkornmehl verarbeiten und damit auch keine Dinkelvollkornbrezel anbieten“. „Und das wäre wirklich jammerschade“, denke ich während ich mir ein Exemplar aus dieser Brezelfamilie schmecken lasse.

Laugentisch

Laugentisch

Viele Monate hat sich Reiner Keppeler mit der nationalen Brezelkultur beschäftigt und die unterschiedlichen Vorlieben der EDNA-Kunden beobachtet. „Unsere Kunden in den norddeutschen Bundesländern bevorzugen eine ganz andere Brezel als unsere Käufer in Süddeutschland“, erklärt Reiner Keppeler. „Die norddeutsche Breze ist gleichmäßiger geformt, hat keinen Bauch, ist dünner und insgesamt knuspriger als die Brezel der süddeutschen Kunden. „Wir achten sehr darauf, die individuellen Geschmacksvorlieben unserer Kunden zu erfüllen und für jeden etwas im Angebot zu haben“, fügt der Produktionsleiter hinzu. Neben den unterschiedlichen Geschmacksvorlieben orientiert sich EDNA auch am unterschiedlichen Bedarf der Kunden. „Im Hotel und Gastronomiebereich sind die TK-Brezeln sehr beliebt“, weiß Reiner Keppeler. „Dort verkaufen wir die EDNA-Brezeln nicht als Teiglinge sondern fix und fertig gebacken“, erklärt der Produktionsleiter.

Am Ende unseres Gespräches drücke ich ihm eine sorgfältig gerollte Teigstange in die Hand. „Sie möchten, dass ich eine Brezel schlinge?“ fragt Reiner Keppeler. Blitzschnell und ohne dass meine Augen seinen Händen folgen können, liegt eine exakt geschlungene Brezel auf dem Tisch. Mit tiefem Ärmchenansatz und weitem Bauch. So, wie es sich für eine Schwäbische Brezel gehört.

Von Zwetschgen und Pflaumen – oder wie der Pflaumenbaum Europa eroberte

Pflaume

Pflaume

Pflaumen und Zwetschgen. Zweifacher Name – gleiche Frucht? Na von wegen! Die Unterschiede sind größer als wir zunächst vermuten…

Rund und prall liegen sie vor mir auf dem Verkaufstisch. Satt dunkelblau gefärbt und mit einem samtigen Reif überzogen: Zwetschgen. Egal ob Bühler, Ersinger, Lützelsachser, Stanley oder Zimmer: Sie sind meine Sommerboten und verbreiten auch dann noch gute Laune, wenn die warmen Sonnentage längst Geschichte sind.

„Bitte geben Sie mir zwei Kilo Zwetschgen“, rufe ich der Obsthändlerin zu und deute auf den sorgfältig aufgeschichteten Fruchtberg in der Mitte des Tisches. „Oh, das sind Pflaumen“, korrigiert mich die Verkäuferin freundlich und führt mich auf die andere Seite der Verkaufstheke. „Hier haben wir die Zwetschgen“. Irritiert vergleiche ich die beiden Obstsorten miteinander: „Ist das nicht das Gleiche?“, frage ich leicht verwirrt. „Im Grunde schon“, antwortet die Obsthändlerin und reicht mir eine Handvoll Pflaumen und Zwetschgen zum Vergleich. „Probieren Sie und finden Sie den Unterschied heraus!“

Tatsächlich ist die Zwetschge (Prunus domestica) eng mit der Pflaume verwandt. Beide gehören zur Großfamilie der Rosengewächse. Die Erntezeit beider Früchte beginnt im Juli und kann sortenabhängig bis in den Oktober hineinreichen. Ein weiteres charakteristisches Merkmal von Zwetschgen und Pflaumen ist ihr Stein, der im Inneren der Früchte vom weichen, saftigen Fruchtfleisch umschlossen wird. Er gibt den Zwetschgen und Pflaumen ihren zweiten Familiennamen „Steinfrucht“. Wer jetzt an Kirschen, Mangos, Mirabellen, Pfirsiche oder Oliven denkt, liegt richtig. Auch sie gehören in diese Familie und gelten als weitläufige Cousinen und Cousins der Zwetschgen und Pflaumen.

Pflaumen

Pflaumen

Die ursprüngliche Heimat der Pflaume ist Vorderasien, hier wuchsen vor mehr als 2.000 Jahren die ersten Urpflaumen. In Kultur genommen wurde die Pflaume erstmals in Syrien, Zentrum des damaligen Pflaumenhandels war die Stadt Damaskus. Dort entdeckten römische Feldherren und Kriegstruppen das köstliche Obst und nahmen die Pflaumenbäume mit in ihre römische Heimat. Bald darauf hatte die Pflaume den gesamten Mittelmeerraum erobert. Auf welchen Wegen die Pflaume nach Mittel-und Westeuropa kam, ist nicht genau geklärt. Viele Historiker gehen jedoch davon aus, dass der systematische Anbau von Pflaumenbäumen in dieser Region auf eine Initiative von Karl dem Großen zurückgeht.

Die Pflaume selbst ist im Gegensatz zur Zwetschge eher rundlich und oft etwas kleiner. Die seitlichen Enden der Pflaume sind weich und abgerundet, außerdem werden die beiden Fruchthälften durch eine deutliche Kerbe, die sogenannte Bauchnaht geteilt. Bei der Zwetschge ist diese Naht nicht zu erkennen. Da Pflaumen schon sehr lange kultiviert werden, gibt es weltweit viele unterschiedliche Sorten mit unterschiedlichen Formen und Farben. So sind auch gelbe und rötliche Pflaumen keine Seltenheit. Zwetschgen dagegen sind immer blau-violett gefärbt.

Während ich abwechselnd in das Fruchtfleisch einer Zwetschge und einer Pflaume beiße, fällt mir ein weiterer Unterschied auf: Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist fester, weniger saftig und lässt sich leichter vom Stein lösen als das der Pflaumen. „Richtig“ bestätigt die Obsthändlerin, „Zwetschgen behalten sogar bei hohen Koch- und Backtemperaturen ihre Form. „Daher werden sie auch bevorzugt für den berühmten Zwetschgendatschi verwendet während sich aus Pflaumen tolle Fruchtkuchen mit Streuselbelag, Marmeladen und leckere Fruchtmuse herstellen lassen“.

Plaumenschnitte

Plaumenschnitte

Mit zwei Tüten voll Pflaumen und Zwetschgen verlasse ich kurz darauf den Marktstand. Bleibt die Frage, worauf ich jetzt mehr Lust habe: Einen leckeren Pflaumenstreuselkuchen oder die berühmten Pflaumenschnitten mit Butterstreuseln?

Die vielen Gesichter der Nachhaltigkeit

Bio-Gastrobrot

Bio-Gastrobrot

„Handeln Sie nachhaltig!“ scheint das große Plakat allen Autofahrern zuzurufen, die wie ich vor der Ampel stehen und auf das Signal zur Weiterfahrt warten. Nachhaltig handeln? Was heißt das eigentlich?

Nachhaltig denken, nachhaltig entscheiden, nachhaltig wirtschaften. Inzwischen gibt es keinen Lebensbereich mehr, in dem wir nicht zum nachhaltigen Handeln aufgerufen werden. Nachhaltigkeit leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Zukunft, daran besteht kein Zweifel. Doch wie sieht ein nachhaltiger Lebensstil aus? Bedeutet Nachhaltigkeit gleichzeitig Verzicht? Und wie nachhaltig ist meine Entscheidung den neuen, PS-starken Sportwagen zu kaufen, auf den ich schon so lange spare?

Über diese und ähnliche Fragen haben vermutlich auch die Mitglieder der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung diskutiert, bevor sie im Jahr 1987 ihren Abschlussbericht veröffentlichten. Dieser Brundtland-Bericht gilt als erstes, international anerkanntes Konzept für eine nachhaltige Entwicklung der Welt und hat die Umwelt- und Wirtschaftspolitik vieler Staaten positiv beeinflusst. Seinen Namen erhielt der Bericht übrigens von der damaligen Vorsitzenden der Weltkommission Gro Harlem Brundtland. Sie war die erste Regierungschefin Norwegens und gehörte zu den Initiatoren des ersten UN-Umweltgipfels. Aus dem Brundtland-Bericht stammt die wohl treffendste Definition des Begriffes Nachhaltigkeit: „Nachhaltig handeln heißt, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft zu erfüllen ohne dabei die Entwicklungsmöglichkeiten, Rechte und Ansprüche nachfolgender Generationen einzuschränken oder zu gefährden“.

Bio-Logo

Bio-Logo

Nachhaltig zu handeln bedeutet also nicht, Weltmeister im Verzichten zu werden. Vielmehr kommt es auf einen bewussten Konsum und ebenso bewusste Entscheidungen an. Doch wer überlegt und gezielt handeln will, sollte Firmen, Produkte und Dienstleistungen richtig einschätzen können. Viele Unternehmen setzen sich für eine nachhaltige Wirtschaftsweise ein und geben offen darüber Auskunft. Zu ihnen gehört auch EDNA. Fragen wir also direkt nach: In welchen Bereichen handelt EDNA besonders nachhaltig?

Pluspunkte verdient EDNA für die große, 64 Artikel umfassende Auswahl an Bio-Produkten. Alle EDNA Bio-Produkte tragen das europäische Bio-Gütesiegel und werden nach streng kontrollierten, ökologischen Richtlinien hergestellt. So ist es Bio-Landwirten verboten, beim Anbau von Bio-Getreide chemische Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger oder synthetische Wachstumsförderer einzusetzen. Bei der anschließenden Verarbeitung der wertvollen Bio-Rohstoffe dürfen keine Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verwendet werden, auch synthetisch hergestellte Farb- und Konservierungsstoffe sind tabu.

Mehl

Mehl

Kurze Transportwege gewährleisten nicht nur die Frische der Produkte, sie wirken sich auch günstig auf die Energie- und CO2 Bilanz eines Unternehmens aus. Aus diesem Grund arbeitet EDNA mit regionalen Mühlen zusammen, die sich in Nähe der drei Produktionsstandorte befinden. Außerdem achtet EDNA auf kurze Lieferwege zum Kunden. Um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, hat EDNA in energieoptimierte Anlagen investiert und alle Gebäude des Unternehmens wärmegedämmt. Zum Teil geht Abwärme dabei nicht verloren sondern wird zur Warmwasseraufbereitung wiederverwendet. Positiv auf den Kraftstoffverbrauch wirken sich die modernen Eco-Systeme aus, mit denen die Firmenwagen ausgestattet sind. Sensibilität beweist EDNA auch bei den Produktverpackungen. Sie bestehen aus leicht wiederverwertbaren Materialien und wurden in Größe und Form optimal angepasst.

Und noch etwas wird mir klar, bevor die Ampel auf Grün schaltet: Nachhaltigkeit ist langfristig und lebt davon, dass wir unser Handeln immer wieder kritisch überprüfen. Nur dann werden wir auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam, die uns helfen, eigene Wünsche zu verwirklichen – ohne dabei auf Kosten nachfolgender Generationen zu leben.

Wollis Sommermärchen

Fußball-WM

Fußball-WM

„Jetzt nur nicht stolpern“, mahne ich mich und trage stolz den zehn Kilogramm schweren Karton zum Auto. Noch ahne ich nicht, welche Folgen der soeben erworbene Beamer haben wird…
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, sagt der Volksmund und tatsächlich wirken Bilder oft stärker auf den Betrachter als das geschriebene oder gesprochene Wort. Bilder vereinfachen Inhalte, geben Orientierung und sorgen dafür, dass wir uns Zusammenhänge leichter merken können. Vielleicht ist unser Wunsch nach Bildern deshalb so groß.

Bilder, die im Großformat an die Wand geworfen werden, scheinen auch für Veranstaltungen immer wichtiger zu werden. Erst in der vergangenen Woche hat sich ein Unternehmen aus der Nachbarstadt entschlossen, ihr firmeninternes Seminar nicht im Saal des Landcafés zu veranstalten. Grund für die Absage war, dass meine Mutter und ich keinen Beamer für die Veranstaltung bereitstellen konnten. Ähnlich enttäuscht haben die Eltern eines Brautpaares reagiert, die am Hochzeitsfest mit einer Bildershow an die Kinderzeit der Frischvermählten erinnern wollten. „Wolli, es hilft nichts, wir brauchen einen Beamer“, erklärt meine Mutter und schaut mich auffordernd an. Widerwillig stimme ich zu und mache mich auf die Suche nach einem geeigneten digitalen Projektor. „Hoffentlich habe ich mit diesem Gerät keine Fehlentscheidung getroffen“, grübele ich während ich den Kleintransporter durch den dichten Stadtverkehr zurück zum Landcafé manövriere.

Das war wohl nichts!

„Schalten Sie alle angeschlossenen Geräte ein, der Projektor sucht selbstständig nach Eingangssignalen“, lese ich in der Bedienungsanleitung. Sofort starte ich das Notebook und verfolge gespannt die Reaktion des Projektors. Gleich wird er sein erstes Bild auf die Wandoberfläche werfen! Doch meine Vorfreude wird herb enttäuscht: „Kein Eingangssignal gefunden“, projiziert der Beamer stattdessen an die weiße Zimmerwand. Ratlos blättere ich im Handbuch. Wie ist das möglich? Ich habe doch alle Anweisungen genau befolgt! Nach fünf weiteren Fehlversuchen gebe ich frustriert auf. So ein Mist! Die Freude an dem neuen Gerät ist mir gründlich vergangen.

HDMI – nun ist die Verwirrung komplett

Frauen-Fußball-WM

Frauen-Fußball-WM

„Wow, mit diesem Beamer hast du eine gute Wahl getroffen“, lobt mein Freund Anton und pfeift anerkennend durch die Zähne als er am frühen Sonntagabend den neuen Projektor auf meinem Schreibtisch sieht. „Ach tatsächlich?“, fauche ich zurück. „Vielleicht wirft die „gute Wahl“ endlich einmal Bilder statt Fehlermeldungen an die Wand!“ „Nun bleib mal locker“, grinst Anton während er das Eingangssignal an dem Projektor korrigiert. Und tatsächlich: Wenige Sekunden später bildet der Beamer ein gestochen scharfes Testbild auf der weißen Wandoberfläche ab. Na also, warum nicht gleich so?

„Wolli, dein neuer Beamer besitzt sogar einen HDMI-Ausgang“, ruft Anton begeistert und legt die Bedienungsanleitung zurück auf den Schreibtisch. „Einen was?“, frage ich verwirrt. „HDMI steht für High Definition Multimedia Interface und ist eine Schnittstelle, die hochauflösende Bilder in HD-Qualität überträgt“, erklärt Anton. „Hol mal deinen Receiver aus dem Wohnzimmer, dann zeige ich dir wie eine HDMI-Schnittstelle arbeitet“. Wortlos gehe ich zum Phonoschrank, löse die Kabelverbindung zwischen Fernseher und Receiver und kehre mit dem Empfangsgerät, dem Receiver-Kabel und der Fernbedienung in mein Büro zurück. „Gleich wirst du staunen“, verspricht Anton während er die beiden Geräte miteinander verbindet und anschließend den Verstärker meiner Stereoanlage an den Beamer anschließt.

Fußball-WM der Frauen und wir sind live dabei!

fit-for-fun

Naturkrüstchen fit-for-fun

Die fröhliche, ausgelassene Stimmung der über 73.000 Fans in den Zuschauerrängen des Berliner Olympiastadions nimmt uns sofort gefangen. Aufmunternde Sprechchöre, unzählige schwarz-rot-goldgestreifte Flaggen, rhythmische Paukenschläge, es ist, als ständen wir direkt in diesem tobenden Kessel. „Hey Wolli, wir sehen das WM-Auftaktspiel der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft gegen Kanada“, ruft Anton aufgeregt. „Unglaublich“, antworte ich tonlos und lasse mich auf meinem Bürostuhl fallen.
„Tolle Flanke von Melanie Behringer auf Kerstin Garefrekes“, kommentiert der Reporter, „die Mittelstürmerin nimmt den Ball sicher an und schießt“. „TOOOR!“, brüllen Anton und ich wie aus einem Munde und springen ruckartig von unseren Stühlen auf. „Wir sollten die Dorfwirtschaft zur Public Viewing Area erklären“, schreie ich gegen den lautstarken Jubel der Fußballfans an. „Super Idee, das machen wir!“, ruft Anton zurück. „Und wer bringt das deiner Mutter bei?“

Public Viewing im Landcafé – eine runde Sache

Kickerbrötchen

Kickerbrötchen

„Public Viewing bei uns im Landcafé, warum sollte ich etwas dagegen haben?“, fragt meine Mutter erstaunt als ich ihr am späten Abend von unseren Plänen berichte. „Schau, dieses Infoblatt kam vor einigen Tagen mit der Post, dort findest du bestimmt tolle Tipps für das Public Viewing“, fügt meine Mutter hinzu und legt mir den EDNA-Flyer mit Highlights zur Fußball-WM auf den Küchentisch. „Der kommt wie gerufen“, denke ich und lese mir aufmerksam das Rezept für die EDNA-Kickerbrötchen durch. Lecker sieht auch das Rezept „Natur-Krüstchen „fit for fun“ für das Natur-Krüstchen aus. Kurzentschlossen logge ich mich in den EDNA Online-Shop ein und bestelle einen Karton mit Kickerbrötchen und einen Karton mit Naturkrüstchen. Für das passende Ambiente sorgen kühles Bier, leckere Snacktaschen und herzhafte Sandwich-Ecken. Die gute Stimmung zaubern ganz sicher die deutschen Fußball-Frauen in den Saal. Dann wird das Sommermärchen im Landcafé im wahrsten Sinne eine runde Sache.

Drunch – eine Idee wird Trend

„Einladung zum Drunch“, lese ich auf der liebevoll gestalteten Karte einer Freundin. Ein Rechtschreibfehler? Nein, keineswegs. Ein Drunch verbindet Lunch und Dinner und steht für eine gesellige, legere und kreative Esskultur. Eine Idee, die immer mehr Anhänger findet.

Es ist kurz nach 17.00 Uhr als ich die Altbauwohnung der Gastgeberin betrete. Aus der Küche duftet es herrlich und im Esszimmer ist der Tisch festlich gedeckt. Trotzdem erwartet mich heute kein feierliches Drei-Gänge-Menü. Stattdessen werde ich zum ersten Mal „drunchen“, und diese Kombination von Lunch und Dinner hat eigene, unkonventionelle Eigenschaften. Soviel haben mir die anderen Gäste schon mal verraten.

herzhafte Tartelettes

herzhafte Tartelettes

Im Gegensatz zum weithin bekannten Brunch, einer Kombination aus Frühstück (Breakfast) und Mittagessen (Lunch) beginnt ein Drunch immer erst zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr. Das hat ihm den etwas saloppen Beinamen ‚Brunch für Langschläfer‘ eingebracht. Dabei gehören nicht nur schlafbedürftige Partygänger und sofaverliebte Faulenzer zur wachsenden Drunch-Community. Vor allem Eltern und Kinder wissen die neue Esskultur zu schätzen. Familienausflüge und gesellige Stunden im Freundeskreis lassen sich so leicht miteinander verbinden. Hoch im Kurs steht das Event auch bei allen, die den Lifestyle lieben und beruflich Vollgas geben: Da jede Drunch-Party spätestens um 21.00 Uhr endet, muss kein Mitglied der Tafelrunde am nächsten Morgen mit Katerstimmung zum Arbeitsplatz taumeln. Vermutlich finden deshalb die meisten Lunch-Dinner an Sonntagen statt.

Die neue Esskultur kam, wen wundert’s, aus den USA nach Deutschland. Besonders populär ist das Drunchen in Frankreich. Die Franzosen gelten sogar als Vorreiter der europäischen Drunchkultur. Doch warum ist diese eher lässige Form des Speisens in Frankreich so beliebt? Einem Land, das immerhin als Wiege der Haute Cuisine gilt?

Petits Fours

Petits Fours

Die Antwort auf meine Frage liegt sprichwörtlich auf dem Silbertablett. Staunend betrachte ich die kunstvoll arrangierten Canapés, belegt mit Räucherlachs, Chorizo oder Ziegenkäse. Außerdem stellt unsere Gastgeberin kunterbunt gemischte Schälchen mit Salat, Rosmarinkartoffeln, kleinen Frikadellen, gegrillten Maiskolben, Pflaumen im Speckmantel und unterschiedlichen Dips auf den Tisch. Zum Verlieben lecker sind auch die Involtini mit Auberginen und Parmaschinken, die herzhaften Tartelettes und die Mini-Quiches. Zum Abschluss gibt es typisch amerikanische Mini-Cupcakes frischen Obstsalat, Käse und kleine Petits Fours.

Bei einem Drunch werden alle Gerichte als kleine Portionen serviert und auf Tablettes, Servierplatten oder in kleinen Schalen angerichtet. Damit erinnern die Speisen stark an spanische Tapas oder italienische Antipasti. Auf die Farben und Formen des verwendeten Tafelgeschirrs kommt es nicht an, der lebhafte Stilmix gibt dem Drunch seine legere, unkomplizierte Note. Viel Fingerspitzengefühl und Kreativität sind dagegen beim Arrangieren und Dekorieren der Speisen gefragt. Mehr denn je gilt: Das Auge isst mit. Zur Kreation des Abends wählen wir die Servierlöffel, auf denen unsere Gastgeberin die Pflaumen im Speckmantel angerichtet hat. Die kunstvoll geschwungene Form der Löffel erinnert an die Rialtobrücke in Venedig. Eine weitere Augenweide sind die farbigen, mit süßen Cremes und Obststückchen gefüllten Miniwaffeln.

Löffel Rialto

Löffel Rialto

Ein Drunch ist, abgesehen vom festen Start- und Finish, frei von Regeln und Einschränkungen. Es gibt keinen Dresscode und alle Traditionen, die sonst bei der Planung und Gestaltung eines modernen oder klassischen Menüs Beachtung finden, sind außer Kraft gesetzt. Auf die Drunch-Tafel kommt, was der Kühlschrank bietet. Hier reicht das Repertoire von schnell zubereiteten Snacks bis hin zu deftigem Fingerfood und feinen, anspruchsvollen Gerichten à la Haute Cuisine. Im Vordergrund steht die Geselligkeit, daher dürfen Gäste gerne ihr persönliches Lieblingsgericht zur Drunch-Party beisteuern. Es ist wahrlich keine Überraschung, dass die Franzosen diese schöne und zugleich zwanglose Art des Speisens so lieben!

Weckgläschen

Weckgläschen

Ortswechsel. In einem spanischen Szene-Restaurant haben sich vier befreundete Paare zum gemeinsamen Sonntagsdinner versammelt. Gespeist wird nicht à la carte, stattdessen stehen bunte Schälchen, ausgefallene Gläschen und Platten mit kunstvoll verzierten spanischen Spezialitäten auf dem Tisch. Ja, die Drunch-Gemeinschaft wächst und beschränkt sich längst nicht mehr auf Privathaushalte. Immer mehr Bar- und Restaurantbesitzer entdecken die neue Esskultur und nehmen sie in ihr Angebot auf. Vielleicht treffen wir uns ja demnächst an einem solchen Ort, in diesem Sinne: Happy Drunch!

 

Frühstücksfreuden

all Day long

all Day long

„Wolli, was bedeutet eigentlich allDaylong?“, erkundigt sich meine Mutter während sie gedankenversunken die Milch in ihren heißen Kaffee einrührt. „Einen ganzen Tag lang“, übersetze ich und schenke mir ebenfalls eine Tasse Kaffee ein. „Aha“, erwidert meine Mutter, „aber was hat das mit EDNA zu tun?“

„So heißt ein neues Produktsortiment von EDNA“ antworte ich auf ihre Frage und versuche mich an Informationen im EDNA aktuell zu erinnern, die ich vor kurzem per Post erhalten habe. „Unter dem Namen allDaylong bietet EDNA viele Brötchen, Brote und Baguettes an, deren Zutaten fast ausschließlich aus kontrolliert ökologischer Erzeugung stammen“, erkläre ich. „Damit tragen alle diese Backwaren das europäische Biosiegel“, wirft meine Mutter ein. „Richtig“, bestätige ich.

Landwirte, die ihr Getreide nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus erzeugen, müssen auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln wie Insektizide, Fungizide und Herbizide verzichten. Streng verboten sind auch chemische Wachstumsförderer, schnell lösliche Mineraldünger und gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut. Mit dieser Ausrichtung gilt der ökologische Landbau als besonders naturnah und nachhaltig. Doch nicht nur die Produktion, auch die Verarbeitung der Bio-Rohstoffe zu Bio-Lebensmitteln ist streng geregelt. So dürfen die Hersteller von Bio-Nahrungsmitteln keine Substanzen verwenden, die das Lebensmittelgesetz als Geschmacksverstärker und synthetische Konservierungsstoffe klassifiziert. Ebenso tabu sind künstliche Farb- und Aromastoffe.

„Mit fällt auf, dass immer mehr Menschen auf eine vitamin- und nährstoffreiche, vielseitige und natürliche Ernährung achten“, berichtet meine Mutter und schaut auf die neue EDNA aktuell Ausgabe, die ich inzwischen gefunden und aufgeschlagen habe. Hier stellt EDNA auf einer Doppelseite das Backwarensortiment der neuen Produktlinie allDaylong vor.

Vollkornbrötchen

Vollkornbrötchen

„Dinkelvollkornbreze, Dinkelquarkbrot, FF-Sprossenbrezel. Das klingt wirklich lecker“, meint meine Mutter und betrachtet nachdenklich die beiden Prospektseiten. „Stimmt“, pflichte ich ihr bei. „Außerdem ist die Auswahl an Vollkornbrötchen, Vollkornbroten und Vollkornbaguettes innerhalb der neuen Produktlinie allDaylong richtig groß“. „Vergiss die glutenfreien Brötchen und Brote nicht“, ergänzt meine Mutter und zeigt auf die zwei Mischkisten mit Brötchen und Vollkornbroten, die im unteren Bereich der Prospektseite abgebildet sind. „Wie kommt das Konzept von allDaylong wohl bei meinen Pensionsgästen an?“ will sie wissen und schaut mich erwartungsvoll an. „Ich bin sicher, dass deine Gäste die Produkte sehr gut annehmen“, antworte ich. „Sie werden schnell erkennen, dass diese Backwaren gut schmecken und ihnen einen zusätzlichen Mehrwert bieten. So weiß inzwischen jeder, dass Vollkornprodukte die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern. Besonders positiv auf das Angebot werden Personen reagieren, die unter einer Klebereiweiß-Unverträglichkeit leiden. Sie können die glutenfreien Backwaren aus der all Daylong-Produktlinie ohne gesundheitliches Risiko genießen“.

Gourmet Frühstücksmix

Gourmet Frühstücksmix

Viel Zeit und Energie sparen die Brötchen der neuen Produktlinie. Dank ihres hohen Convenience-Grades sind die Brötchen der Bio Gourmet Mini-Mix Mischkiste, des Bio Gourmet Frühstücksmixes und des Bio Gourmet Jourgebäcks bereits nach drei bis fünf Minuten Backzeit knusprig frisch servierfertig. Im Gegensatz zu vielen anderen Backwaren bewahren diese Bio Gourmet Brötchen auch ohne den Einsatz einer Wärmelampe über den ganzen Tag hinweg ihr frisches, appetitliches Aussehen und ihren unverwechselbar knusprigen Geschmack. So, als hätten sie den Ofen gerade verlassen. „Ach deshalb heißt die Produktlinie allDaylong“, ruft meine Mutter. „Jetzt ist es mir klar! Da sich die Bio-Gourmet Brötchen über mehr als 12 Stunden frisch halten, reicht es bestimmt aus, wenn ich alle Brötchen, die ich für das Frühstücksbuffet benötige, am frühen Morgen aufbacke. Wenn dann gegen Mittag der letzte Gast das Speisezimmer verlässt, sind die Bio Gourmet-Brötchen immer noch knusprig“.

Schnell trifft meine Mutter eine Entscheidung: „Lass uns bitte eine Kiste
Bio Gourmet-Jourgebäck 6-fach sortiert und eine Kiste Bio Gourmet-Frühstücksmix mit sechs unterschiedlichen Brötchensorten bestellen“. „Gut“, antworte ich und hole mein iPhone aus der Hosentasche. Rasch starte ich die kostenlose EDNA App, die ich erst vor wenigen Tagen über die EDNA-Webseite auf meinem Smartphone installiert habe und lasse mir die beiden Mischkisten nacheinander in der Detailansicht anzeigen. Über den orangefarbenden Button ‚Merken‘ am rechten Rand der Ansicht füge ich beide Artikel in eine Merkliste. Diese Liste übertrage ich anschließend an den EDNA Online-Shop. Dabei lege ich im Shop einen Warenkorb an, auf den ich abends über meinen Bürocomputer erneut zugreifen und abschicken kann. „Ich muss heute Abend ohnehin noch Waren für die Dorfbäckerei bei EDNA bestellen“, erkläre ich meiner Mutter, kurz bevor ich die Küche verlasse, „dann bestelle ich die beiden Bio Gourmet-Mischkisten gleich mit“.

Angekommen

Dichte Staubwolken vernebeln den Parkplatz. Endlich hat der letzte Handwerker die Baustelle im Bauernhaus meiner Eltern verlassen. Unsere Spannung steigt. Heute treffen die ersten Pensionsgäste ein.

Noch ist der Geruch nach frischer Farbe, Reinigungsmitteln und neuen Möbeln allgegenwärtig. Doch schon in wenigen Stunden werden zum ersten Mal die Stimmen von Übernachtungsgästen durch das frisch renovierte Erdgeschoss im alten Bauernhaus meiner Eltern schallen. Nach über zwei Monaten Bauzeit kehren wir zur Normalität zurück, dann endlich gehören Staub, Lärm und Bauschutt der Vergangenheit an.
Es war ein langer Weg bis zur Fertigstellung der Frühstückspension. Mühsam kämpften Schlagbohrer gegen den Widerstand der massiven, zweihundert Jahre alten Wände, dagegen ergaben sich die blassblauen Bad- und Küchenfliesen schnell der brachialen Maschinengewalt. Alte Fenster wichen, neue, weiße Zimmerwände entstanden. Und unter der altersgrauen, verkratzten Oberfläche des Parketts schimmerte nach dem Abschleifen ein makelloser, honigfarbender Eichenboden hervor. Schritt für Schritt erhielt das 160 Quadratmeter große Erdgeschoss ein völlig neues Gesicht.

„Beeil Dich, in drei Stunden treffen die ersten Gäste ein!“

Cremeweiß, zartgelb oder hellapricot? Lange diskutierten meine Eltern über den Farbton der Wände in den neuen Gästezimmern. Schließlich entschied sich meine Mutter für mintgrün, außerdem erhielten die zehn Räume sattgrüne Vorhänge und passendfarbige Tagesdecken.
„Wolli, ist die Lieferung von EDNA schon da?“, ruft meine Mutter während sie die frisch gestärkte Tischwäsche im Frühstücksraum ausbreitet. „In drei Stunden treffen die Gäste ein!“ Tatsächlich ist es meiner Mutter bereits am Eröffnungstag gelungen, alle zehn Gästezimmer ihrer Pension zu vermieten. Geholfen hat ihr dabei eine Tourismusagentur aus unserer nahegelegenen Kreisstadt. „Ja“, antworte ich und versuche das Getöse des Staubsaugers zu übertönen. „Die Kartons sind vor wenigen Minuten eingetroffen. Soll ich sie auspacken und Dir alles in der Küche bereitlegen?“ „Ja bitte!“ schreit die frischgebackene Pensionsinhaberin aus dem Frühstücksraum und zerrt ungeduldig am Staubsaugerkabel. „Und beeil Dich!“

Pünktliche EDNA-Lieferung für das Frühstücksbuffet

Gourmet Frühstücksmix

Gourmet Frühstücksmix

Rasch hole ich ein scharfes Messer aus der Backstube, trage die Kartons in die neue Küche und beginne mit dem Auspacken. Zunächst befreie ich die in 12 Kammern unterteilte Teebox aus dem Karton. Anschließend folgen eine Müslileiter, drei Cerealienspender und ein Mischkarton mit EDNA-Marmeladen und Konfitüren. Im zweiten Karton sind ein Brötchenspender und mehrere 6 Liter-Saftdispenser sicher verpackt. Tabletts und mehrere Platten runden die Ausstattung ab. Die tiefgekühlten Knusperbrötchen, Mehrkornkrüstchen und sechsfach sortierte Bio-Gourmet-Frühstücks-Mix der EDNA Lieferung gelangen auf dem kürzesten Wege in die Tiefkühltruhe. Nicht fehlen darf natürlich auch das süße FF-Frühstücksbrötchen, das im Landcafé ebenfalls sehr gerne gekauft wird.

Nun heißt es warten…

Drei Stunden später, um kurz vor 18.00 Uhr, ist alles fertig. Sichtlich ermattet greift meine Mutter nach einem Glas Mineralwasser und lässt sich auf einen der Stühle im neuen Frühstücksraum fallen. „Jetzt werden die Gäste gleich an der Haustür läuten“, meint sie und schaut prüfend auf ihre Armbanduhr. Die Minuten verstreichen, unsere Spannung steigt. „Wie viele Gäste haben sich eigentlich angesagt? will mein Vater wissen. „Eine Gruppe mit 18 Personen“, antwortet meine Mutter. Die Minuten verstreichen. Es wird zwanzig nach sechs, dann halb sieben, schließlich schlägt die Turmuhr der nahegelegenen Kirche sieben Mal. Es hat stark zu regnen begonnen, gleichzeitig peitscht heftiger Wind gegen Mutters sorgfältig geputzte Fensterscheiben.
Was ist, wenn sie sich für eine andere Unterkunft entschieden haben und alle Mühe für umsonst war? Nein, daran mag im Augenblick keiner denken. „Da sind sie!“ruft meine Mutter als plötzlich im Hof das Licht aufleuchtet. Abrupt springt sie von ihrem Stuhl auf und rennt zur Haustür. Draußen im Hof bleibt weiter alles still, nur das Prasseln der Regentropfen ist zu hören. „Die Katze ist in die Reichweite des Bewegungsmelders gelaufen“, murmelt meine Mutter enttäuscht als in den Frühstücksraum zurückkehrt.
Wir beschließen nicht länger zu warten. Während sich meine Eltern in ihr Wohnzimmer zurückziehen, bereite ich Salat, Gurken, Eier und Tomaten für den morgigen Sandwichverkauf vor. In diesem Augenblick nehme ich Stimmen aus dem Obstgarten wahr. Treffen da etwa die Pensionsgäste ein? Eilig öffne ich die Tür, die von der Backstube in den Garten führt und laufe hinaus. Ein vom Regen durchnässter Mann in langer, schwarzer Radlerhose, kurzärmeligen T-Shirt und mit einem weißen Fahrradhelm auf dem Kopf kommt mir entgegen. „Hallo sind Sie Wolli?“, ruft er mir zu während er sich vor Kälte schüttelt. „Entschuldigen Sie bitte unsere Verspätung, wir haben Zimmer in Ihrer Pension gebucht“.

Mutters heiße Suppe bringt die Lebensgeister zurück

Brottöpferl

Brottöpferl

Wenige Minuten später lerne ich auch die anderen 17 durchnässten Radler der Gruppe kennen. Gemeinsam waren sie vor zwei Tagen zu einer mehrtägigen Radtour aufgebrochen Während mein Vater ihnen hilft die regennassen Räder im Schuppen unterzustellen, kocht meine Mutter eine bereits vorbereitete deftige Bohnensuppe im Brottöpferl für ihre ersten, sichtlich wärmebedürftigen Pensionsgäste. Dazu gibt es eine große Käse- und Wurstplatte, knusprige Steinofenbaguettes, Brot aus dem Bio-Brot-Sortiment von EDNA, verschiedene Salatvariationen und frisches Obst. Gegen 21.00 Uhr versammeln sich die Radler frisch geduscht im Frühstücksraum. Hier hat inzwischen der Kamin für behagliche Wärme gesorgt. Während die Radler hungrig über Mutters Bohnensuppe herfallen, berichten sie uns von ihren Abenteuern und Anekdoten, die sie auf den gemeinsamen Radreisen erlebt haben. Die letzte große Tour führte sie im vergangenen Herbst auf dem europäischen Fernradweg von München nach Prag.
Na, wie findest Du Deine ersten Pensionsgäste? frage ich meine Mutter als wir später die Küche aufräumen. „Toll“ schwärmt sie und strahlt mich an. „Sie sind genauso, wie ich mir meine Gäste gewünscht habe“.

Vorhang auf: Die neue EDNA App geht live!

EDNA App

EDNA App

Gute Nachrichten aus Wollbach: Ab Freitag, den 18. März 2011 zeigt EDNA zum ersten Mal die neue EDNA App im Einsatz. Start ist um 10.00 Uhr auf der Fachmesse INTERNORGA, am Stand 416 in Halle A1.

Zu jeder Tageszeit und an jedem Ort im ‚EDNA aktuell‘ blättern, während der Mittagspause einen Blick auf die neu gelisteten Produkte im EDNA Online-Shop werfen, stets den Überblick über aktuelle Produktangebote behalten oder in der warmen Nachmittagssonne einen Kommentar zum aktuellen EDNA Blogbeitrag schreiben: Klingt gut? Es wird noch besser.

Über die EDNA App auf alle 7.000 Produkte und Serviceartikel des Sortiments zugreifen

Da das Programm mit der Produktdatenbank des EDNA Online-Shops kommuniziert, können EDNA-Kunden, die ein Apple iPhone oder ein iPad besitzen, auf alle 7.000 Produkte der EDNA Backwaren und Service-Welt zugreifen. Das gilt auch für die Produktinformationen wie Backanleitungen, Nährwerttabellen, Zutatenlisten und Zubereitungstipps, die EDNA zu den einzelnen Artikeln bereitstellt. Bisher habe ich diese Produktinformationen ausgedruckt, in einen Ordner abgeheftet und griffbereit im Regal meiner Backstube aufbewahrt. Diesen Mehraufwand kann ich mir in Zukunft sparen. Ab Freitag lade ich mir die benötigten Informationen bequem auf mein Phone statt umständlich im Ordner zu blättern.

Bedarfsrechner

Bedarfsrechner

Bedarfsrechner unterstützt bei der Planung von Frühstücksbuffets

Eine tolle Hilfe ist der praktische Bedarfsrechner der EDNA App: Er unterstützt bei der Planung von Frühstücksbuffets, Stehempfängen und Kaffeepausen. Hierfür wählt der User per Fingertipp die entsprechende Veranstaltung aus und gibt die zu erwartende Teilnehmerzahl an. Binnen weniger Sekunden liefert die App eine Vielzahl von Produktvorschlägen, verbunden mit detaillierten Mengenangaben und einer präzisen Einkaufsliste. Dieses Serviceangebot wird EDNA in den kommenden Wochen ausbauen und dabei den Bedarfsrechner mit weiteren Funktionen und Vorschlägen ausstatten.

EDNA App bietet praktische Produktsuche

Schnell und praktisch ist auch die Funktion ‚Produktsuche‘ der neuen EDNA App. Sie erfolgt wie im Online-Shop über den Produktnamen oder die Bestellnummer eines Artikels.

QR-Code-Suche

QR-Code-Suche

Neu ist dagegen die Produktsuche über den Barcode oder den QR-Code. Damit das Programm die verschlüsselten Informationen auslesen kann, verfügt die EDNA App über einen integrierten Barcode- und einen QR-Code-Reader. Wie zeitsparend und leicht verständlich die Produktsuche über den QR-Code-Reader ist, durfte ich im Vorfeld ausprobieren:
Zunächst habe ich das QR-Code-Suchprogramm in der Menü-Übersicht per Fingertipp aktiviert und anschließend das verschlüsselte Zeichen abfotografiert. Sofort hat der integrierte Reader den QR-Code ausgelesen und eine Anfrage an die EDNA-Produktdatenbank gestartet. Kurz darauf erschien der gewünschte Artikel als Detailansicht im Display meines iPhones.

Künftig über die EDNA App bestellen

Über den orangefarbenden Button ‚Merken’ am rechten Rand der Detailansicht habe ich den Artikel in eine Merkliste übertragen. Mit dieser Liste konnte ich anschließend eine Bestellung bei EDNA in Auftrag geben. Dafür muss ich die Bestellliste entweder direkt per E-Mail an das EDNA Service-Center übermitteln oder zunächst an den EDNA Online-Shop übertragen. Bei dieser Übertragung lege ich im Online-Shop einen Warenkorb an, den ich später vom PC aus aufrufe, auf Wunsch mit weiteren Produkten fülle und dann wie gewohnt an EDNA sende. Da ich meine Bestellung über den EDNA Online-Shop in Auftrag gebe, erhalte ich den gewohnten Online-Rabatt von 2,5 Prozent. Prima ist auch, dass ich in Zukunft keine Notizzettel für meine abendliche Bestellung im Online-Shop mehr anlegen muss.

EDNA App Startseite

EDNA App Startseite

Die neue EDNA App ist eine kostenlose Service-Leistung, auf die alle EDNA-Kunden zu jeder Tageszeit und an jedem Ort zugreifen können. Einzige Voraussetzung ist, dass sie ein Apple iPhone oder ein iPad verwenden. Erhältlich ist die EDNA App im iTunes-Store und ist mit dem iPhone, iPod touch und dem iPad kompatibel.
App-Interessierte, die ein Smartphone eines anderen Herstellers besitzen, brauchen aber nicht enttäuscht zu sein: EDNA plant bereits, die App an die Plattformen anderer Smartphone-Hersteller anzupassen.

Narrensturm im Landcafé

Kinderfasching im Landcafé! Ausgelassen tobt eine Horde niedlicher Prinzessinnen, guter Feen, tapferer Ritter, wilder Cowboys und lustiger Clowns durch den Saal. Im Nu erobern sie den Tisch mit den Krapfen oder Fastnachtsküchle, den meine Mutter und ich im Saal aufgestellt haben.

Sie heißen Krapfen, Kreppel und Berliner, in anderen Regionen Deutschlands werden sie als Mutzen, Fastnachtsküchle oder Pfannkuchen verehrt. Die runden, in Fett gebackenen und lecker gefüllten Hefeteigkuchen dürfen auf keiner närrischen Feier fehlen. Und schon gar nicht auf der ersten Kinderfaschingsparty im Landcafé!

Fasching

Fasching

Entstanden ist die Idee während der letzten Sitzung des Kindergarten-Fördervereins, der sich einmal im Monat in der Dorfwirtschaft des Landcafés trifft. Gut gelaunt schlug der Vater eines vierjährigen Buben vor, in diesem Jahr einen Faschingsumzug für die Kleinen zu organisieren und anschließend alle Kindergarten- und Vorschulkinder der Gemeinde zu einem gemeinsamen Faschingsball einzuladen. Obwohl einige Faschingsmuffel protestierten, nahm die Mehrheit der Eltern den Vorschlag begeistert an. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Räume des Kindergartens für die Ausrichtung eines Faschingsballs nicht ausreichen. „Dann feiern wir die Kinder-Faschingsparty eben im Saal des Landcafés“, mischte sich meine Mutter in die Diskussion ein. „Schließlich gibt es den Festsaal nicht nur für die Erwachsenen!“

„Ich hoffe Du hast Dir Deine Zusage, eine Kinder-Faschingsparty im Landcafé auszurichten, gut überlegt“, gebe ich später zu bedenken. „Da kommt eine Menge Arbeit auf uns zu“. „Mach Dir keine Sorgen und überlass die Organisation der Kinder-Faschingsparty ruhig mir“, antwortet meine Mutter und lächelt mir verschwörerisch zu. „Ich habe da schon einige tolle Ideen!“
Wenn meine Mutter etwas in die Hand nimmt, dann tut sie es mit Akribi und Leidenschaft. Beruhigt verlasse ich die Küche.

Bereits am nächsten Morgen telefoniert sie mit den verantwortlichen Erzieherinnen im Kindergarten, nimmt Kontakt mit zwei bekannten Clowns auf und klärt mit ihnen Art und Dauer ihres Auftritts ab. Unterstützt von meinem Vater organisiert sie eine Kinderhüpfburg und verpflichtet ein Kasperletheater. Nach einigem Hin und Her erklärt sich das Orchester der Jugendmusikschule bereit, den Faschingsumzug der Kinder durch unser Dorf musikalisch zu begleiten. Für die Faschingsmusik im Saal sorgt der Vater des vierjährigen Buben. Er stellt seine Musikanlage und zahlreiche CDs mit Kinderfaschingsliedern zur Verfügung.
„Nachdem jetzt alle organisatorischen Dinge für den Faschingsumzug und den anschließenden Kinder-Faschingsball erledigt sind, sollten wir uns um das Kuchenbuffet und die Getränke kümmern, Wolli“, erinnert mich meine Mutter und reicht mir das Ende der Karnevals-Girlande. Gemeinsam gelingt es uns die kunterbunte Girlande aus Seidenpapier unterhalb der Saaldecke zu befestigen. „Was schlägst Du vor?“, frage ich zurück. „Für Samstag meldet der Wetterdienst sonnig-warmes Winterwetter. Da bietet es sich doch an, die Tische und Stühle aus dem Winterquartier zu holen und auf die Terrasse im alten Obstgarten zu stellen“, antwortet meine Mutter. „Das ist eine gute Idee“, stimme ich ihr zu. „Von dort haben die Gäste einen prima Blick auf den Faschingsumzug während sie Kaffee trinken und Kuchen essen“. „Später können sich dann die Eltern der Kinder zu Kaffee und Kuchen verabreden und ihren Kindern beim Spielen und Toben zuschauen“, ergänzt mein Vater.

Siedegebäck

Siedegebäck

„Schau Wolli, die Mini-Berliner mit Vierfruchtmischung, die Mini-Sahnewindbeutel und die Quarkbällchen von EDNA sind ideal für den Faschings-Kuchentisch der Kinder“, ruft meine Mutter erfreut, während wir im EDNA Online-Shop nach leckeren Kuchen für das Buffet suchen. „Von den Berlinern mit Himbeer-Johannisfüllung, den Krapfen mit Kakaocremefüllung und den ungezuckerten Fastnachtsküchle mit Marillenfüllung sollten wir auch reichlich bestellen“, fügt sie hinzu. Doch welche Kuchen und Torten bieten wir den Gästen an? Nach einer längeren Diskussion entscheiden wir uns für die 5-fach sortierte Kuchenbox von EDNA. Sie enthält zwei Käseapfelkuchen, zwei Käsekuchen, zwei Pflaumen-Streuselkuchen, zwei Quark-Joghurt-Mandelkuchen und zwei Zupfkuchen. „Bei diesem Kuchenangebot ist für jeden etwas dabei“, stellt meine Mutter zufrieden fest.

Dann endlich ist der große Tag da! Singend, tanzend und jubelnd stürmen über 300 kostümierte Kinder durch die Straßen unseres Dorfes. Sie werden vom Narrenzug der Erwachsenen begleitet, dem sie, das sei an dieser Stelle gesagt, im wahrsten Sinne die Show stehlen. Dicht drängen sich die zahlreichen Besucher an den Hauswänden, verfolgen das Spektakel und lassen sich von der ausgelassenen Stimmung der närrischen Schar anstecken. Später im Landcafé setzt sich die fröhliche Partylaune fort: Angeleitet von Mitgliedern der Jugendgarde tanzen Erwachsene und Kinder im Saal, toben auf der Hüpfburg, fordern sich gegenseitig im Seilziehen und im Hindernis-laufen heraus oder verfolgen gespannt die akrobatischen Künste der Clowns. Inmitten des Getümmels feiert meine Mutter: Sie trägt ihr eigenwilliges Hexenkostüm, das mir seit jener Nacht vor Halloween bestens in Erinnerung geblieben ist, teilt Kuchen aus, sorgt unermüdlich für Kakaonachschub und ist beim Tanz der Hexen ganz vorne mit dabei.

„Diesen Faschingsball feiern wir im nächsten Jahr noch einmal“, kündigt eine sichtlich erschöpfte und zerzauste Hexe am Abend an. „Das war ein toller Tag!“