19. August 2018

Fettgebäck – nicht nur zu Karneval ein Genuss

Die elfte Jahreszeit rückt langsam aber sicher näher und damit auch die Zeit des Siede– bzw. Fettgebäcks. Früher wurde zum Ausbacken von Berlinern & Co. Schmalz verwendet, weswegen die Bezeichnung Schmalzgebäck in manchen Regionen Deutschlands noch häufig genutzt wird. Mittlerweile werden dazu geschmackneutrale Pflanzenöle wie zum Beispiel Kokosfett oder Erdnussfett eingesetzt. Die meisten Fettgebäcke werden aus Hefeteig hergestellt.
Doch wem haben wir eigentlich das Fettgebäck zu verdanken?

Berliner

Berliner

Der wohl bekannteste Vertreter ist der Berliner. Von wem er genau erfunden wurde, lässt sich nicht belegen. Allerdings geht man davon aus, dass er von den alten Römern erfunden wurde. Diese kannten ein Fettgebäck namens „Globuli“, was so viel wie Kügelchen bedeutet. Nach den Rezepten der Römer sollte man sie, nachdem die Globuli aus dem Fett genommen wurden, mit Honig bestreichen. Somit sind die Römer quasi die Erfinder des glasierten Berliners.
Den Namen haben die Berliner einem Zuckerbäcker aus Berlin zu verdanken. Dieser wollte 1756 unter Friedrich dem Großen als Kanonier dienen. Er erwies sich jedoch als Wehruntauglich, durfte aber als Feldbäcker dem Regiment dienen. Zum Dank backte er Teigkugeln in heißem Fett aus, deren Form an die einer Kanonenkugel erinnern sollte.

Das die Berliner gerade während der Karnevalszeit so beliebt sind, hat einen religiösen Hintergrund. Die Bewohner der Klöster verzehrten die Berliner vor allem vor der Fastenzeit. Mit dem Fettgebäck wappneten sie sich vor der strengen Fastenzeit, die viele Entbehrungen mit sich brachte. Heute sind sie aber nicht nur zu Karneval heiß begehrt. Berliner werden in den unterschiedlichsten Füllungen angeboten, somit sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Eine besondere Form des Berliners ist der Kameruner. Der ungefüllte Berliner hat die Form eines ovalen Rings und ist vor allem in Norddeutschland bekannt und beliebt.

Auch der Spritzkuchen ist ein beliebtes Fettgebäck. Dieser wurde bereits 1713 in einem von Alexius Sincerus verfassten Buch erwähnt. Dieser stammte aus Nürnberg, somit darf der Spritzkuchen als deutsche Erfindung bezeichnet werden. Seit 1842 ist er als Werbeträger der Stadt Eberswalde bekannt. Dies ist dem Berliner Konditor Gustav Zietemann zu verdanken. Er belieferte den Eberswalder Bahnhof mit seinen Spritzkuchen und versüßte so den Reisenden die Wartezeit.

Donut

Donut

 

Der Donut zählt ebenfalls zu den Fettgebäcken und ist ein gern gesehener Gast in den Theken der Konditoren. Der Geschichte des Donuts sind wir schon einmal auf den Grund gegangen. Auch hier ließ sich nicht zweifelsfrei sagen, von wem er erfunden wurde.

Was sich allerdings mit Sicherheit sagen lässt – das Fettgebäck ist eines der wandelbarsten Gebäckstücke und schmeckt zu jeder Saison unwiderstehlich lecker! Alles zum Thema Siedegebäck finden Sie in unserem Online-Shop.

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