18. November 2017

Wolli on Tour

Bauernbrot

Art. 665 Bauernbrot

Raus aus dem Alltag, hinein ins Vergnügen! Eine Woche lang folgen wir dem Lech, einem der letzten ungezähmten Wildflüsse Europas von seiner Quelle im österreichischen Vorarlberg bis zum tosenden, zwölf Meter tiefen Lechfall in Füssen.

Die Busfahrkarte liegt griffbereit auf der Kommode, der Rucksack wartet gepackt an der Zimmertür. Zufrieden mache ich es mir auf der Couch meines Hotelzimmers gemütlich und lese noch einmal die Wegbeschreibung für die erste der insgesamt acht Etappen des Lechweges. Der 125 Kilometer lange, seit 2012 erschlossene Fernwanderweg, führt zweifellos durch eine grandiose Natur- und Flusslandschaft. Wer einmal an dem berühmten, auffällig smaragdgrün gefärbten Lech entlang gelaufen ist, vergisst diese Eindrücke vermutlich nie. Daneben erinnert der Lechweg an die historischen Alpenüberquerungen der Römer, ruft die Geschichte der Schwabenkinder in Erinnerung und gewährt Einblicke in den Lebensraum der größten Steinbock-Kolonie Europas. Die Reiseberichte und Bilder vom Lechweg haben auch meine Freunde begeistert. So entstand die Idee eines gemeinsamen Wanderurlaubs.

Unser Lechweg-Abenteuer beginnt am nächsten Morgen an der Bushaltestelle vor dem Postamt. Mit dem Wanderbus fahren wir bis zur Endhaltestelle Formarinsee. Hier entscheiden wir uns einstimmig gegen die Empfehlung des Wanderführers, folgen stattdessen einer gut befestigten Versorgungsstraße und werden bald mit einem tollen Blick auf den tiefblau glitzernden Formarinsee belohnt. Dieser See speist den gleichnamigen Formarinbach.

Nach diesem Abstecher kehren wir auf den im Wanderführer angegebenen Weg zurück und erreichen die Alpe Formarin. Nach einer kurzen Rast im hohen Gras entdecken wir den beschriebenen Wiesenweg, der uns direkt zum Steinbock-Denkmal führt. Das Mahnmal erinnert an die erfolgreiche Wiederansiedlung der bis heute stark gefährdeten Alpen-Steinböcke im Jahr 1958. Im Zuger Tal konnte sich der Tierbestand erholen, hier lebt inzwischen eine der größten Steinbock-Kolonien Europas.
Unser Weg durchquert zahlreiche Almwiesen, führt vorbei an vielen, vom rauen Bergklima gezeichneten Kalksteinfindlingen und erreicht schließlich das Ufer des Formarinbaches. Wir folgen dem Gewässer, überwinden dabei zahlreiche kleine Holzbrücken und lassen das Zuger Tal immer weiter hinter uns. Die Vormittagssonne zeigt sich auf diesem Abschnitt von ihrer besten Seite und bringt uns arg ins Schwitzen. Besorgt spüre ich, wie meine Kräfte immer mehr schwinden. Oh, jetzt wäre eine Pause gut!

Art. 947 XXL-Kornspitz

Art. 947 XXL-Kornspitz

Einen Augenblick später entdecken wir einen Hinweis auf die Zuger Alpe. Sehnsüchtig folgen wir dem Schild und kehren in einer typischen Vorarlberger Jausenhütte ein. Der Begriff Jause leitet sich vom slowenischen Wort Juzina ab und bedeutet übersetzt Zwischenmahlzeit oder kleines Mittagsessen. Ein Vorarlberger Jausenbrot ist daher gut mit einer bayerischen Brotzeit, einer süddeutschen Vesper, einem rheinhessischen Imbs oder einer herzhaften Winzerplatte vergleichbar. Der wichtigste Bestandteil jeder Jause ist das Jausenbrot. Hier kommen üblicherweise aus Natursauerteig gebackene Landbrote und Roggenmischbrote auf den Tisch. Auf Wunsch bieten viele Hüttenwirte auch Dinkel-Vollkornbrote oder Saatenbrote an. Unverzichtbar für eine Jause sind auch deftige, regionale Wurstspezialitäten und herzhafte Käsesorten wie Limburger, Handkäs, Romadur, Emmentaler oder Bergkäse. Dazu gibt es Butter, saure Gurken, leicht gesalzene Rettichscheiben, Tomaten oder Radieschen. In vielen Hütten wird die Jause auf einem rustikalen Holzbrett serviert. Gegen den Durst gibt es ein kühles Bier, einen Schoppen Wein, Fruchtsäfte und Schorlen oder ein Glas frische Buttermilch.

Art. 1210 FF-Bio-Vitalsandwich

Art. 1210 FF-Bio-Vitalsandwich

Obwohl die Jausenplatte verlockend aussieht, fällt unsere Wahl auf den Schweizer Wurstsalat. Dazu essen wir die lecker belegten Vitalsandwiches, XXL- Kornspitz und Vinschgauer, die unsere Hotelwirtin heute früh frisch aufgebacken und liebevoll zubereitet hat. Dank dieser kohlenhydrat,- eiweiß,- und mineralstoffreichen Zwischenmahlzeit fühlen wir uns rasch wieder fit für den letzten Teil der heutigen Wanderetappe. Sie wird uns nach etwa drei Stunden Fußmarsch in den bekannten Wintersportort Lech am Arlberg führen.

Über Wolli

Schreiben Sie einen Beitrag

*