18. November 2017

Wolli und die Königin der Beeren

Genug geschlafen! Voller Tatendrang springe ich um fünf Uhr morgens aus dem Bett. Ein kurzes Duschbad, ein rasches Frühstück- und dann nichts wie weg! Hinein in den ersten freien Tag seit Wochen.

Endlich mal frei haben. Einen Tag Abstand vom Arbeitsalltag gewinnen, ausgiebig relaxen und ohne schlechtes Gewissen etwas Schönes unternehmen. Viele Wochen habe ich darauf verzichten müssen. Heute gönne ich mir diese Auszeit und mache das, worauf ich Lust habe. Ganz oben auf meiner Wunschliste steht ein Besuch des Bauernmarktes, der einmal in der Woche in der nahegelegenen Kreisstadt stattfindet. Viel zu selten habe ich Gelegenheit, ohne Zeitdruck über den Marktplatz zu schlendern, die üppig gefüllten Verkaufsstände zu betrachten oder einzelne Marktbesucher beim Feilschen zu beobachten.

Erdbeertag am Obsthof

Gourmet-Strawberry-Cake

Gourmet-Strawberry-Cake

Beinahe magisch zieht es mich zu einem Verkaufsstand in der Mitte des Marktplatzes. Er gehört Jakob, dem Inhaber des größten und bekanntesten Obst- und Gemüsebaubetriebes in unserer Region. „Hallo Wolli“, begrüßt mich Jakob fröhlich, „Du hast aber früh Feierabend!“ „Oh nein, ich habe mir heute freigenommen und überlasse das Backen ausnahmsweise einmal anderen“, erwidere ich gut gelaunt und deute auf die sattroten und lecker duftenden Erdbeeren, die vor mir auf dem Verkaufstisch liegen. „Wiegst Du mir bitte zwei Kilo Erdbeeren ab?“ „Gerne“, antwortet Jakob. „Was willst Du an Deinem freien Tag denn unternehmen?“, erkundigt er sich, während er die Früchte in die kegelförmige Papiertüte füllt. „Mal sehen“, entgegne ich, „so genau habe ich mich noch nicht entschieden“. „Am Obsthof veranstalten wir heute einen großen Erdbeertag“, erzählt Jakob. „Da kannst Du viel über den Anbau von Erdbeeren erfahren, selber auf dem Feld pflücken und zusammen mit Spitzenköchen neue Erdbeerrezepte ausprobieren. Vielleicht hast Du ja Lust teilzunehmen?“ „Das klingt toll“, erwidere ich, „vielen Dank für den Tipp!“ Als ich eine Stunde später zum Parkplatz zurückkehre, ist meine Entscheidung gefallen. Gespannt steuere ich den Kleintransporter in Richtung Obsthof.

Die Königin der Beeren ist in Wahrheit eine Nuss

„Für viele ist die Erdbeere die Königin der Beerenfrüchte“, erzählt Jakobs Sohn, während er die zwanzig Zuhörer über die Erdbeerfelder des Obsthofes führt. „Doch haben Sie gewusst, dass die Erdbeere im botanischen Sinne gar keine Beere ist?“ Nein, das ist mir neu. Aufmerksam lausche ich den Ausführungen von Jakobs Sohn. Botanisch korrekt ist die Erdbeere eine Sammelfrucht, da sie sich aus vielen kleinen Samen zusammensetzt. Die eigentlichen Samen der Erdbeere sind nämlich die kleinen, bräunlich-gelben Kerne, die wir auf ihrer Oberfläche sehen. Jeder dieser zahlreichen Kerne besitzt eine harte äußere Schale, die einen weichen, empfindlichen Samen im Inneren schützt.

Harte Schale weicher Kern

Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung

Die Beschreibung ‚harte Schale und weicher Kern‘ passt also nicht nur auf einige unserer Mitmenschen, sie ist auch charakteristisch für Nüsse. Beerenfrüchte dagegen besitzen eine fleischige, saftige und weiche Schale. Typische Beeren sind daher Kirschen, Pflaumen, Auberginen und Gurken. Erstaunlich ist auch, dass Erdbeeren zu den ältesten Nahrungsmitteln der Menschen gehören. So fanden Archäologen heraus, dass schon unsere Vorfahren in der Steinzeit Erdbeeren verzehrten. Diese Steinzeitfrüchte waren zwar sehr klein, schmeckten aber trotzdem aromatisch süß. Sie müssen optisch und geschmacklich der weitverbreiteten Walderdbeere sehr ähnlich gewesen sein. Unsere heutige Gartenerdbeere entstand vor mehr als 200 Jahren aus der kleinen, aromareichen Scharlacherdbeere aus Amerika und der großfruchtigen, weniger geschmacksintensiven Chilierdbeere.

Erdbeercreme mit Basilikum und Chili- das schmeichelt dem Gaumen

„Erdbeeren sind äußerst druckempfindlich und verderben sehr schnell“, erklärt Jakobs Sohn und ermahnt uns, beim Pflücken äußerst behutsam vorzugehen. Eine Stunde später ist mein Weidenkörbchen randvoll mit Erdbeeren gefüllt, Gott sei Dank, denn eine Wonne für meinen Rücken war die gebückte Pflückhaltung nicht. Erwartungsvoll eile ich in die große Hofküche, die Jakob vor einigen Monaten an das Hauptgebäude angebaut hat. Hier werde ich schon vom Küchenteam des Obsthofes erwartet. Während wir unsere frisch gepflückten Erdbeeren waschen, zerkleinern und würzen, berichten uns die Experten wie vielseitig Erdbeeren verwendet werden können und wie gesund sie sind. Insgesamt vier Hauptgerichte, mehrere Salatvariationen, unterschiedliche Kuchen und köstliche Desserts bereiten wir aus den gesammelten Erdbeeren zu. Am besten schmeckt mir eine Erdbeercreme aus Joghurt mit Amaretti, frischen Basilikumblättern, Mandelplättchen und einer kleinen roten Chilischote. Noch auf der Heimfahrt liegt mir diese grandiose süß-scharfe Geschmackskombination auf der Zunge.

Viele Zutaten für die anspruchsvolle Küche

Chipotle-Marinade

Chipotle-Marinade

Inspiriert vom Erdbeertag auf dem Obsthof habe ich eine Idee: Warum organisieren wir nicht eine Erdbeerwoche im Landcafé? Kaum im Landcafé angekommen ziehe ich mich sofort in mein Büro zurück und beginne, die Speisekarte für eine Erdbeerwoche im Landcafé zu entwerfen. Eine gute Hilfe ist mir dabei der Flyer Fruchtige Erdbeerzeit von EDNA. Besonders die Pfannkuchen mit Erdbeerfüllung und die Erdbeer-Sahnerolle haben es mir angetan. Außerdem finde ich im EDNA Online-Shop viele Zutaten, die ich für die Zubereitung der Gerichte benötige. Für die richtige Schärfe sorgt die Chipotle-Marinade, eine Sauce mit geräuchertem Chili und Sambal Oelek. Eine schöne Idee für Desserts sind die vielseitigen Schoko-Cups, hier entscheide ich mich für den Cup Fleur Chocolat Sophie. Ideal zum Verfeinern sind die Gewürzzucker-Mühle und die hauchzarten Chilifäden.

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