18. November 2017

Narrensturm im Landcafé

Kinderfasching im Landcafé! Ausgelassen tobt eine Horde niedlicher Prinzessinnen, guter Feen, tapferer Ritter, wilder Cowboys und lustiger Clowns durch den Saal. Im Nu erobern sie den Tisch mit den Krapfen oder Fastnachtsküchle, den meine Mutter und ich im Saal aufgestellt haben.

Sie heißen Krapfen, Kreppel und Berliner, in anderen Regionen Deutschlands werden sie als Mutzen, Fastnachtsküchle oder Pfannkuchen verehrt. Die runden, in Fett gebackenen und lecker gefüllten Hefeteigkuchen dürfen auf keiner närrischen Feier fehlen. Und schon gar nicht auf der ersten Kinderfaschingsparty im Landcafé!

Fasching

Fasching

Entstanden ist die Idee während der letzten Sitzung des Kindergarten-Fördervereins, der sich einmal im Monat in der Dorfwirtschaft des Landcafés trifft. Gut gelaunt schlug der Vater eines vierjährigen Buben vor, in diesem Jahr einen Faschingsumzug für die Kleinen zu organisieren und anschließend alle Kindergarten- und Vorschulkinder der Gemeinde zu einem gemeinsamen Faschingsball einzuladen. Obwohl einige Faschingsmuffel protestierten, nahm die Mehrheit der Eltern den Vorschlag begeistert an. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Räume des Kindergartens für die Ausrichtung eines Faschingsballs nicht ausreichen. „Dann feiern wir die Kinder-Faschingsparty eben im Saal des Landcafés“, mischte sich meine Mutter in die Diskussion ein. „Schließlich gibt es den Festsaal nicht nur für die Erwachsenen!“

„Ich hoffe Du hast Dir Deine Zusage, eine Kinder-Faschingsparty im Landcafé auszurichten, gut überlegt“, gebe ich später zu bedenken. „Da kommt eine Menge Arbeit auf uns zu“. „Mach Dir keine Sorgen und überlass die Organisation der Kinder-Faschingsparty ruhig mir“, antwortet meine Mutter und lächelt mir verschwörerisch zu. „Ich habe da schon einige tolle Ideen!“
Wenn meine Mutter etwas in die Hand nimmt, dann tut sie es mit Akribi und Leidenschaft. Beruhigt verlasse ich die Küche.

Bereits am nächsten Morgen telefoniert sie mit den verantwortlichen Erzieherinnen im Kindergarten, nimmt Kontakt mit zwei bekannten Clowns auf und klärt mit ihnen Art und Dauer ihres Auftritts ab. Unterstützt von meinem Vater organisiert sie eine Kinderhüpfburg und verpflichtet ein Kasperletheater. Nach einigem Hin und Her erklärt sich das Orchester der Jugendmusikschule bereit, den Faschingsumzug der Kinder durch unser Dorf musikalisch zu begleiten. Für die Faschingsmusik im Saal sorgt der Vater des vierjährigen Buben. Er stellt seine Musikanlage und zahlreiche CDs mit Kinderfaschingsliedern zur Verfügung.
„Nachdem jetzt alle organisatorischen Dinge für den Faschingsumzug und den anschließenden Kinder-Faschingsball erledigt sind, sollten wir uns um das Kuchenbuffet und die Getränke kümmern, Wolli“, erinnert mich meine Mutter und reicht mir das Ende der Karnevals-Girlande. Gemeinsam gelingt es uns die kunterbunte Girlande aus Seidenpapier unterhalb der Saaldecke zu befestigen. „Was schlägst Du vor?“, frage ich zurück. „Für Samstag meldet der Wetterdienst sonnig-warmes Winterwetter. Da bietet es sich doch an, die Tische und Stühle aus dem Winterquartier zu holen und auf die Terrasse im alten Obstgarten zu stellen“, antwortet meine Mutter. „Das ist eine gute Idee“, stimme ich ihr zu. „Von dort haben die Gäste einen prima Blick auf den Faschingsumzug während sie Kaffee trinken und Kuchen essen“. „Später können sich dann die Eltern der Kinder zu Kaffee und Kuchen verabreden und ihren Kindern beim Spielen und Toben zuschauen“, ergänzt mein Vater.

Siedegebäck

Siedegebäck

„Schau Wolli, die Mini-Berliner mit Vierfruchtmischung, die Mini-Sahnewindbeutel und die Quarkbällchen von EDNA sind ideal für den Faschings-Kuchentisch der Kinder“, ruft meine Mutter erfreut, während wir im EDNA Online-Shop nach leckeren Kuchen für das Buffet suchen. „Von den Berlinern mit Himbeer-Johannisfüllung, den Krapfen mit Kakaocremefüllung und den ungezuckerten Fastnachtsküchle mit Marillenfüllung sollten wir auch reichlich bestellen“, fügt sie hinzu. Doch welche Kuchen und Torten bieten wir den Gästen an? Nach einer längeren Diskussion entscheiden wir uns für die 5-fach sortierte Kuchenbox von EDNA. Sie enthält zwei Käseapfelkuchen, zwei Käsekuchen, zwei Pflaumen-Streuselkuchen, zwei Quark-Joghurt-Mandelkuchen und zwei Zupfkuchen. „Bei diesem Kuchenangebot ist für jeden etwas dabei“, stellt meine Mutter zufrieden fest.

Dann endlich ist der große Tag da! Singend, tanzend und jubelnd stürmen über 300 kostümierte Kinder durch die Straßen unseres Dorfes. Sie werden vom Narrenzug der Erwachsenen begleitet, dem sie, das sei an dieser Stelle gesagt, im wahrsten Sinne die Show stehlen. Dicht drängen sich die zahlreichen Besucher an den Hauswänden, verfolgen das Spektakel und lassen sich von der ausgelassenen Stimmung der närrischen Schar anstecken. Später im Landcafé setzt sich die fröhliche Partylaune fort: Angeleitet von Mitgliedern der Jugendgarde tanzen Erwachsene und Kinder im Saal, toben auf der Hüpfburg, fordern sich gegenseitig im Seilziehen und im Hindernis-laufen heraus oder verfolgen gespannt die akrobatischen Künste der Clowns. Inmitten des Getümmels feiert meine Mutter: Sie trägt ihr eigenwilliges Hexenkostüm, das mir seit jener Nacht vor Halloween bestens in Erinnerung geblieben ist, teilt Kuchen aus, sorgt unermüdlich für Kakaonachschub und ist beim Tanz der Hexen ganz vorne mit dabei.

„Diesen Faschingsball feiern wir im nächsten Jahr noch einmal“, kündigt eine sichtlich erschöpfte und zerzauste Hexe am Abend an. „Das war ein toller Tag!“

Über Wolli

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