18. November 2017

Juno, Valentin und die Liebeslotterie

„Wolli, kannst Du mir sagen warum wir am 14. Februar Valentinstag feiern?“ fragt mein Freund Anton und blickt frohlockend in unsere sonntägliche Skatrunde. „Nein“, gebe ich ratlos zu. „Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Weißt du da mehr?“

„Allerdings“, grinst Anton und legt einen Karo-Buben in die Tischmitte. Böse Zungen behaupten, der Valentinstag sei eine findige Idee der Süßwarenindustrie und der Floristen. Doch weit gefehlt! Schon die alten Römer sollen am 14. Februar Blumen an ihre Mitmenschen verschenkt haben. Dabei gedachten sie der römischen Göttin Juno. Sie wird bis heute als Beschützerin der Ehe und der Familie verehrt. Am gleichen Tag feierten die Römer das traditionelle Lupercalia-Fest. Hierbei zogen junge, ledige Männer Lose, auf denen die Namen unverheirateter Mädchen notiert waren. „Mit Hilfe dieser Liebeslotterie sollen viele Paare zueinander gefunden haben“, erzählt Anton.

Schokoherzen

Schokoherzen

„Du hast uns gerade vom Lupercalia-Fest berichtet“, werfe ich ein. „Mir ist noch nicht klar, wie daraus der Valentinstag entstanden ist.“ „Unser Valentinstag geht auf den Bischof Valentin von Terni zurück, der im dritten Jahrhundert nach Christus lebte und an einem 14. Februar hingerichtet wurde“, antwortet Anton. Valentin von Terni wurde zu Lebzeiten sehr verehrt und war weithin bekannt. Er soll heimlich Liebespaare getraut haben, denen der damalige römische Kaiser per Gesetz verboten hatte zu heiraten. Nach der Trauung schenkte der Bischof den Jungvermählten dann selbstgepflückte Blumen aus seinem Garten.

„Unser heutiger Valentinstag geht also auf die Verehrung der Göttin Juno, das römische Lupercalia-Fest und die Geschichte von Bischof Valentin von Terni zurück?“ will ich wissen. „Ja, genau“ bestätigt Anton. „Aha, deshalb verschenken wir am Valentinstag bevorzugt Blumen und feiern ihn als Tag der Liebenden“, erwidere ich.
„Da ihr jetzt so gut über den Valentinstag Bescheid wisst, könnt ihr euch doch für dieses Jahr eine besonders schöne Überraschung ausdenken“, neckt uns Gaby, während sie mehrere Gläser mit frischgezapftem Bier auf den Tisch stellt. „Und wie soll diese Überraschung deiner Meinung nach aussehen?“, will einer meiner Skatfreunde von der Kellnerin wissen. „Nachdenken, nicht fragen“, gibt Gaby schlagfertig zurück, lächelt auffordernd in die Skatrunde und verlässt den Tisch.

Spät am Abend, die Dorfwirtschaft ist längst geschlossen, kehre ich noch einmal in mein Büro zurück. Nur mühsam kann ich mich dazu motivieren, die Buchführungsunterlagen für diesen Monat zu sortieren. Außerdem muss ich dringend EDNA-Knusperbrötchen und eine Mischkiste mit Bio-Brötchen und Bio-Baguettes im EDNA-Online-Shop bestellen. Auf der EDNA-Webseite fällt mir der Hinweis ‚Kleine Überraschungen zum Valentinstag‘ auf. Neugierig folge ich dem Link. Vielleicht finde ich ja hier eine schöne und zugleich ausgefallene Überraschung für den Valentinstag. Sofort richtet sich mein Blick auf die unterschiedlichen Herzbrötchen, die EDNA im oberen Bereich der Seite abgebildet hat. Super, das ist es! Aus diesen herzförmigen Brötchen werde ich am Valentinstag ein „herzliches Valentins-Frühstück“ zusammenstellen.

Kirschkuss-Herzplunder

Kirschkuss-Herzplunder

Die hellen Herzbrötchen und die FF-Butterherzbrötchen schmecken mit süßen Aufstrichen wie Honig, Marmelade oder Nuss-Nougatcreme bestimmt sehr lecker. Dagegen lassen sich die FF-Körner-Herzbrötchen mit deftigem Käse, herzhafter Wurst, Eiern, Tomaten und knackigem Salat belegen. Vielversprechend klingt auch das Rezept des Monats Februar: Speziell am Valentinstag könnte ich den Bagel gegen ein FF-Körner-Herzbrötchen austauschen. Außerdem entscheide ich mich für die neuen Kirschkuss-Herzplunder. Als Valentinsprodukte für die Verkaufstheke wähle ich rote Pralinenherzen und einen Karton mit großen Schoko-Herzen. Zusätzlich stelle ich noch Marzipan-Rosen mit Briefchen und Porzellan-Herzchen auf die Theke, so dass meine Kunden für Ihre Lieben kleine Überraschungen kaufen können. Und für Gaby, die kecke Kellnerin aus dem Landcafé, werde ich mir eine ganz besondere Valentins-Überraschung überlegen: Vielleicht einen kleinen grünen Kaktus?

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