23. September 2018

And the oscar goes to…

Bagel

Bagel

Könnte ich einen Oscar in der Kategorie ‚Herzhafte Snacks für alle Gelegenheiten‘ vergeben, mein Mann in Gold ginge an den Bagel. Mal süß mit Zimtrosinen, mal deftig mit Salami, Käse Tomate, Gurke und Salat. Einfach lecker! Eine Offenbarung ist auch mein selbstkreierter Edel-Bagel: Außen zart gebräunt und knusprig, verbirgt sich in seinem Inneren ein köstlicher Mix aus gebeiztem Lachs, frischem Rucola, einer pikanten Honig-Senfsauce, mildem Frischkäse, gehackten Kräutern und kleinen Zwiebelstückchen.

Meine erste Bekanntschaft mit dem Bagel

Ich erinnere mich noch genau an das Amerikanische Restaurant, in dem ich meinen ersten Lachsbagel gegessen habe. Damals, als Student während eines Praktikums in Oregon. Seitdem kann ich auf die knusprigen Kringel aus Hefeteig nicht mehr verzichten. Oft probiere ich in meiner Küche neue herzhafte Bagel-Kreationen aus, mit denen ich dann später Freunde und Partygäste überrasche. Leider werden Bagels noch immer der amerikanischen Snack-und Fastfood-Kultur zugerechnet. Zu Unrecht! In Wirklichkeit sind sie Lichtjahre entfernt von fetttriefenden Burgern, Pizzen, Pommes oder anderen Errungenschaften der amerikanischen Junk-Food-Generation. Doch halt: Wer behauptet eigentlich, dass die handtellergroßen Gebäckringe mit dem charakteristischen Loch in der Mitte eine Erfindung der amerikanischen Fastfood-Protagonisten sind?

Friedensstifter Bagel – oder wie der Bagel einen Feldherrn erfreute

Tatsächlich kommt der Bagel aus Mitteleuropa und ist ein traditionell jüdisches Gebäck. Darauf deutet schon sein Name hin: So leitet sich das Wort Bagel vom jiddischen Begriff ‚‘Bejgel‘ ab und steht für gebogenes Stück oder Steigbügel. Der Legende nach schenkte ein in Wien lebender jüdischer Bäckermeister dem damaligen polnischen Feldherrn Jan Sobiesky frischgebackene Bagels. Mit dieser Geste bedankte sich der Bäcker bei Sobiesky für die Befreiung Polens von der türkischen Besatzung im Jahr 1683. Der polnische Feldherr und Pferdeliebhaber Sobiesky freute sich anscheinend sehr über die wie Steigbügel oder Hufeisen geformten Teigkringel, im Wiener Dialekt als ‚Biagl‘ bezeichnet. Über ihn gelangten die Bagel nach Polen und gehörten bald zum beliebtesten Gebäck osteuropäischer Juden. Jüdische Aussiedler machten die Bagels später in den heutigen USA und in Kanada bekannt. Seit etwa zwanzig Jahren sind die Hefeteigringe auch in Deutschland erhältlich.

Alles begann am Schabbat

Erstaunlicherweise hängt die zeitaufwändige Herstellung der Bagels direkt mit dem jüdischen Schabbat zusammen. Da an diesem religiösen Ruhetag auch Tätigkeiten wie Kochen und Backen verboten sind, bereiten jüdische Hausfrauen den Bagelteig traditionsgemäß am Vortag des Schabbats zu. Anschließend ruht der Hefeteig mehr als 24 Stunden an einem kühlen Ort. Nach der Gärung wird der Teig in Honig gekocht, zu den bekannten Teigkringeln geformt und schließlich gebacken. Das Loch in der Mitte erleichtert den Transport der Heferinge. Ihre knusprige und zugleich weiche und saftige Konsistenz verdanken die Bagels in erster Linie dem Honigbad. Außerdem wird bei der Zubereitung des speziellen Hefeteiges kein Fett verwendet.

And the Winner is..

Bagel natur

Bagel natur

Auch EDNA hat Bagels in ihrem umfangreichen Sortiment. Besonders beliebt sind die Natur-Bagels und die Sesam-Bagels. Ausgesprochen lecker ist auch der Vitalkorn-Bagel. Bagel-Liebhaber, die wie ich den würzig mediterranen Geschmack schätzen, sei die Bagel-Variante Everything mit Mohn, kleinen Zwiebelstückchen und einem Hauch Knoblauch empfohlen, der in einer Mischkiste mit vorgeschnittenen Bagels in drei verschiedenen Sorten erhältlich ist. Übrigens: Alle, die den unnachahmlichen Geschmack der Hefeteigkringel noch entdecken möchten, sollten das Rezept des Monats Februar ausprobieren. Stark Oscar-verdächtig! Wer ist noch der Meinung?

Juno, Valentin und die Liebeslotterie

„Wolli, kannst Du mir sagen warum wir am 14. Februar Valentinstag feiern?“ fragt mein Freund Anton und blickt frohlockend in unsere sonntägliche Skatrunde. „Nein“, gebe ich ratlos zu. „Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Weißt du da mehr?“

„Allerdings“, grinst Anton und legt einen Karo-Buben in die Tischmitte. Böse Zungen behaupten, der Valentinstag sei eine findige Idee der Süßwarenindustrie und der Floristen. Doch weit gefehlt! Schon die alten Römer sollen am 14. Februar Blumen an ihre Mitmenschen verschenkt haben. Dabei gedachten sie der römischen Göttin Juno. Sie wird bis heute als Beschützerin der Ehe und der Familie verehrt. Am gleichen Tag feierten die Römer das traditionelle Lupercalia-Fest. Hierbei zogen junge, ledige Männer Lose, auf denen die Namen unverheirateter Mädchen notiert waren. „Mit Hilfe dieser Liebeslotterie sollen viele Paare zueinander gefunden haben“, erzählt Anton.

Schokoherzen

Schokoherzen

„Du hast uns gerade vom Lupercalia-Fest berichtet“, werfe ich ein. „Mir ist noch nicht klar, wie daraus der Valentinstag entstanden ist.“ „Unser Valentinstag geht auf den Bischof Valentin von Terni zurück, der im dritten Jahrhundert nach Christus lebte und an einem 14. Februar hingerichtet wurde“, antwortet Anton. Valentin von Terni wurde zu Lebzeiten sehr verehrt und war weithin bekannt. Er soll heimlich Liebespaare getraut haben, denen der damalige römische Kaiser per Gesetz verboten hatte zu heiraten. Nach der Trauung schenkte der Bischof den Jungvermählten dann selbstgepflückte Blumen aus seinem Garten.

„Unser heutiger Valentinstag geht also auf die Verehrung der Göttin Juno, das römische Lupercalia-Fest und die Geschichte von Bischof Valentin von Terni zurück?“ will ich wissen. „Ja, genau“ bestätigt Anton. „Aha, deshalb verschenken wir am Valentinstag bevorzugt Blumen und feiern ihn als Tag der Liebenden“, erwidere ich.
„Da ihr jetzt so gut über den Valentinstag Bescheid wisst, könnt ihr euch doch für dieses Jahr eine besonders schöne Überraschung ausdenken“, neckt uns Gaby, während sie mehrere Gläser mit frischgezapftem Bier auf den Tisch stellt. „Und wie soll diese Überraschung deiner Meinung nach aussehen?“, will einer meiner Skatfreunde von der Kellnerin wissen. „Nachdenken, nicht fragen“, gibt Gaby schlagfertig zurück, lächelt auffordernd in die Skatrunde und verlässt den Tisch.

Spät am Abend, die Dorfwirtschaft ist längst geschlossen, kehre ich noch einmal in mein Büro zurück. Nur mühsam kann ich mich dazu motivieren, die Buchführungsunterlagen für diesen Monat zu sortieren. Außerdem muss ich dringend EDNA-Knusperbrötchen und eine Mischkiste mit Bio-Brötchen und Bio-Baguettes im EDNA-Online-Shop bestellen. Auf der EDNA-Webseite fällt mir der Hinweis ‚Kleine Überraschungen zum Valentinstag‘ auf. Neugierig folge ich dem Link. Vielleicht finde ich ja hier eine schöne und zugleich ausgefallene Überraschung für den Valentinstag. Sofort richtet sich mein Blick auf die unterschiedlichen Herzbrötchen, die EDNA im oberen Bereich der Seite abgebildet hat. Super, das ist es! Aus diesen herzförmigen Brötchen werde ich am Valentinstag ein „herzliches Valentins-Frühstück“ zusammenstellen.

Kirschkuss-Herzplunder

Kirschkuss-Herzplunder

Die hellen Herzbrötchen und die FF-Butterherzbrötchen schmecken mit süßen Aufstrichen wie Honig, Marmelade oder Nuss-Nougatcreme bestimmt sehr lecker. Dagegen lassen sich die FF-Körner-Herzbrötchen mit deftigem Käse, herzhafter Wurst, Eiern, Tomaten und knackigem Salat belegen. Vielversprechend klingt auch das Rezept des Monats Februar: Speziell am Valentinstag könnte ich den Bagel gegen ein FF-Körner-Herzbrötchen austauschen. Außerdem entscheide ich mich für die neuen Kirschkuss-Herzplunder. Als Valentinsprodukte für die Verkaufstheke wähle ich rote Pralinenherzen und einen Karton mit großen Schoko-Herzen. Zusätzlich stelle ich noch Marzipan-Rosen mit Briefchen und Porzellan-Herzchen auf die Theke, so dass meine Kunden für Ihre Lieben kleine Überraschungen kaufen können. Und für Gaby, die kecke Kellnerin aus dem Landcafé, werde ich mir eine ganz besondere Valentins-Überraschung überlegen: Vielleicht einen kleinen grünen Kaktus?