20. Mai 2012

Ab heute nur noch online!

Haben Sie schon einmal in einem Online-Portal eingekauft?
Für mich ist es heute das erste Mal. Ja, Sie haben richtig gelesen: Ich habe noch nie Bücher oder CDs im Internet gekauft, nützliche Alltagsgegenstände oder Sammlerstücke zu Schnäppchenpreisen ersteigert oder online Waren für meine Dorfbäckerei und das Landcafé bestellt.

In der Mittagspause auf Entdeckertour gehen

Ein Grund dafür ist sicherlich meine Schwäche für schöne, übersichtlich gestaltete Kataloge. So ziehe ich mich während der Mittagspause gerne mit einem EDNA-Katalog in mein Büro zurück, stärke mich mit einem kleinen Imbiss, stelle meine Bestellliste zusammen und versende sie per Fax. Während ich die Artikelnummern aus dem Katalog heraussuche, gehe ich im EDNA Journal auf Entdeckertour: Gibt es neue Kreationen? Mit welchen Produkten kann ich mein Produktsortiment bereichern und weiter ausbauen?

Künftig nur noch online

Etwas Wehmut schwingt schon mit, als ich den PC starte und die Verbindung zum Internet aktiviere. Und dennoch, mein Entschluss steht fest. Ab sofort werde ich die Waren für meine Dorfbäckerei und das Landcafé nicht mehr per Katalog und Faxgerät, sondern nur noch im EDNA Online-Shop ordern. Hier ist das gesamte Sortiment abrufbar, dazu zählen immerhin rund 1000 Backwaren und etwa 4.500 Service-Artikel. Nicht zu vernachlässigen ist der Rabatt von 2,5 Prozent, den EDNA bei Online-Bestellungen ab einem Warenwert von 75,00 Euro gewährt. Zusätzlich gibt es einen Preisnachlass bei einer Kaufsumme von 150,00 Euro von 5 Prozent und bei einem Warenkorb von 200 Euro von 10 Prozent. Da der Online-Shop jeden Tag rund um die Uhr erreichbar ist, kann ich meine Waren künftig auch abends von meiner Privatwohnung aus bestellen und bin nicht mehr auf das Faxgerät und den Katalog im Büro angewiesen.

Benutzername und Kennwort unbekannt? Das Kundenservicecenter hilft

Auf der Startseite der EDNA International GmbH entdecke ich einen Button, der mich direkt zur Startseite des Online-Shops führt. Sofort fällt mein Blick auf den Anmeldebereich, der am rechten Rand der Seite angeordnet ist. Dort soll ich nun meinen Benutzernamen und mein persönliches Kennwort in die entsprechenden Felder eintragen. Welchen Benutzernamen und welches Kennwort? Darf ich das frei wählen? Nach kurzem Zögern beschließe ich, die kostenlose Telefonhotline des Service-Centers anzurufen. „EDNA International GmbH, was kann ich für Sie tun?“ meldet sich eine freundliche Stimme am anderen Ende der Telefonleitung. Ich schildere mein Problem, nenne der Mitarbeiterin meine EDNA-Kundennummer und erhalte wenige Minuten später per Mail meine persönlichen Zugangsdaten für den Online-Shop. Rasch setze ich meinen Namen und das persönliches Kennwort in die entsprechenden Felder ein und – geschafft! Ich bin im EDNA-Shop.

Der Warenkorb füllt sich

Das Layout der Startseite des Online-Shops erinnert mich sofort an den vertrauten EDNA-Katalog. In der horizontal angeordneten Menüleiste rufe ich den Produktbereich Backwaren auf. Einen weiteren Klick später erreiche ich die EDNA Knusperwelt. Unter dem Menüpunkt Brötchen entdecke ich einen Link zum Sortiment Kaiserbrötchen, hier werde ich vermutlich die Knusperkaiserbrötchen finden. Und tatsächlich, meine Intuition hat mich nicht getäuscht. Ich gehe zurück zum Link Spezialbrötchen, auf dieser Seite möchte ich weitere Artikel einkaufen. Nacheinander lege ich vier Kartons Kornspitz, drei Kartons Ciabatta-Brötchen und drei Kartons Müslibrötchen in den Warenkorb. Automatisch ermittelt der Shop die jeweils aktuelle Summe meines Warenkorbes und zeigt mir den Gesamtbetrag und die Artikelanzahl am rechten Rand der Seite an. Ich bin überrascht. Das klappt ja super!

Rabatt-O-Meter zeigt erreichte Rabattstufe an

Alle Artikel sind -wie im Katalog- mit aussagekräftigen Bildern dargestellt. Über den Link “mehr Details” öffne ich eine Seite, auf der ich das Produktdatenblatt für den entsprechenden Artikel abrufen kann. Hier sind auch die Nährwerttabelle, die Zutatenliste und die Backanleitung hinterlegt. Außerdem bietet EDNA für viele Produkte Rezeptvorschläge an. Kurzentschlossen rufe ich die Produktschilder für meine bestellten Artikel auf, drucke sie auf meinem Farbdrucker aus und lege sie für die spätere Preisauszeichnung im Geschäft bereit. Einmalig ist das Rabatt-O-Meter. Es berechnet, welche Rabattstufe ich erreicht habe und zeigt mir auf einer farbigen Skala die Differenz bis zur nächsten Stufe an.

EDNA Shop

EDNA Shop

Online einkaufen ist viel leichter als erwartet

Mit dem Link “Warenkorb anzeigen” erhalte ich eine Übersicht aller Artikel, die sich in meinem Warenkorb befinden. Sorgfältig kontrolliere ich die Liste und bestätige ihre Richtigkeit mit dem dunkelblau gefärbten Button weiter. Anschließend kontrolliere ich die Lieferanschrift, bestätige noch einmal die Rechnungs- und Lieferadresse und schließe den Bestellvorgang ab. Unmittelbar danach erhalte ich eine E-Mail, die mir mitteilt, dass mein Auftrag im Shopsystem eingegangen ist und bearbeitet wird. Wenig später trifft auch die offizielle Auftragsbestätigung inkl. Liefertermin per Mail ein. Ich bin zufrieden. Einkaufen im EDNA-Shop ist viel leichter und schneller als ich erwartet habe. Und es macht Spaß. Ab heute bestelle ich die Waren für meine Dorfbäckerei nur noch online, das ist sicher.

Warum steigt der Weizenpreis in Deutschland? Wolli fragt nach

Der gestiegene Weizenpreis und seine Folgen

Gestern bekam ich einen Brief von EDNA. Darin teilte mir das Unternehmen mit, dass sie zum 15. September 2010 die Preise erhöhen werden. Damit reagiert EDNA auf den inzwischen um 80 Prozent gestiegenen Rohstoffpreis für Weizenmehl. Künftig kosten tiefgekühlte Brötchenrohlinge je nach Gewicht zwischen 0,5 und 1,2 Cent mehr. Die Einkaufspreise für Brote und Baguettes steigen um 4 und 8 Cent pro Stück und für Croissants mit Butteranteil muss ich zwischen einem und vier Cent mehr zahlen.

„Eigentlich fällt die Preissteigerung moderat aus“, dachte ich. Da EDNA jedoch mein größter Lieferant für Brötchen, Brote, Baguettes und Sandwich-Zutaten ist, werde ich jetzt überprüfen müssen, ob ich die Verkaufspreise in meinem Landcafé und der angrenzenden Dorfbäckerei aufrecht erhalten kann oder ob ich eine Angleichung vornehmen muss.

Seit ich vor sechs Wochen in der umgebauten Maschinenhalle auf dem ehemaligen Bauernhof meiner Eltern ein behagliches Landcafé mit einer integrierten Dorfbäckerei und einer kleinen Dorfwirtschaft eröffnet habe, brauche ich mir über einen mangelnden Kundenzuspruch und schleppende Umsatzzahlen glücklicherweise keine Sorgen zu machen. Doch wie wird mein noch junger Kundenstamm auf eine mögliche Preiserhöhung reagieren?

Eine weitere Frage verunsicherte mich: Was muss passieren, damit der Preis für Weizenmehl innerhalb weniger Wochen um 80 Prozent steigt? Ich beschloss, am Abend meinen Freund Johannes auf das Thema anzusprechen. Johannes ist Landwirt und bewirtschaftet einen 550 Hektar großen Ackerbaubetrieb in unserem Dorf. Gewiss wird er auch heute Abend am wöchentlichen Stammtisch der Ortsbauern in der Dorfwirtschaft teilnehmen.

Preisschwankungen sind nicht ungewöhnlich

„Weißt Du Wolli, große Preisschwankungen für Getreide sind grundsätzlich nichts ungewöhnliches“, erklärt mir Johannes und nimmt einen tiefen Zug aus seinem Bierglas. Im August 2006, als ich den landwirtschaftlichen Betrieb von meinem Vater übernommen habe, lag der Weizenpreis bei rund 130,00 Euro pro Tonne. Innerhalb von zwölf Monaten schnellte er dann auf über 280,00 Euro pro Tonne hoch. Ursache für den drastischen Preisanstieg war damals die deutlich geringere Weizenernte in der EU“, erzählt Johannes. Er berichtet, dass die EU-Landwirte im Herbst 2006 auf weniger Flächen Weizen gesät haben. Sehr negativ haben sich dann die Wetterkapriolen zwischen September 2006 und Juni 2007 ausgewirkt. „Schon der Januar 2007 ist ungewöhnlich warm und sonnig gewesen. Viele Pflanzen haben vorzeitig ihre Winterruhe beendet und sind dann vom Frost im Folgemonat Februar geschädigt worden“, erinnert sich Johannes.

Das trockene Frühjahr hatte Folgen

Im Frühjahr beginnen Getreidepflanzen mit der Bestockung. Das ist eine sehr wichtige Wachstumsphase für die Pflanze und für den Landwirt“, berichtet Johannes. „In dieser Zeit entscheidet sich, wie viele Ähren eine Weizenpflanze später haben wird“. In den Ähren befinden sich die Weizenkörner, die später zu Mehl verarbeitet werden. Da das Frühjahr ungewöhnlich warm und viel zu trocken war, gerieten die Weizenpflanzen unter Trockenstress und haben weniger Ähren und weniger Körner ausgebildet. In den vergleichsweise kühlen, verregneten Sommermonate 2007 konnten die Weizenpflanzen deutlich weniger Stärke produzieren und in den Weizenkörnern einlagern. „Das hat sich zusätzlich negativ auf die Mehlmenge und Mehlqualität ausgewirkt. Gutes Mehl war im Jahr 2007 knapp und damit entsprechend teuer“, beendet Johannes seine Ausführungen.

In Deutschland werden dieses Jahr rund 4 Millionen Tonnen Weizen weniger geerntet

„Und dieses Jahr“, frage ich, „welche Gründe sind für den um 80 Prozent gestiegenen Weizenpreis in diesem Jahr verantwortlich?

„Experten schätzen, dass in diesem Jahr in Deutschland etwa 4 Millionen Tonnen weniger Weizen geerntet werden als im Jahr 2009. Diese Ernteverluste sind sicherlich eine Folge der Wetterverhältnisse während der vergangenen Monate. Sie haben aber nicht allein zu dem aktuell hohen Weizenpreis geführt“, antwortet Johannes. In Russland sorgen die Dürre und die verheerenden Brände voraussichtlich für dramatische Ernteausfälle. Obwohl noch gar nicht feststeht, wie hoch die Verluste tatsächlich sind, treibt allein die Aussicht auf Ernteverluste den Weizenpreis in die Höhe. Hinzu kommt, dass der steigende Wohlstand in Schwellenländer wie China und Indien zu einem höheren Fleischkonsum führt. Dadurch wird weltweit immer mehr Getreide für die Ernährung von Schlachttieren aufgewendet und steht nicht mehr als Brotgetreide zur Verfügung.

Ähren

Ähren

Gefahr durch Spekulanten

„Die größte Sorge bereiten mir allerdings die zunehmenden Spekulationen auf landwirtschaftliche Rohstoffe wie Weizen, Kakao, Kaffee und Zucker. Immer mehr Hedge-Fonds und Fondsbetreiber entdecken landwirtschaftliche Rohstoffe als vielversprechende Anlageobjekte und fördern damit den Preisanstieg dieser Nahrungsmittel. „Droht in Deutschland jetzt etwa eine Hungersnot?“, will ich von Johannes wissen. „Nein“, beruhigt er mich. „Es existieren noch sehr große Lagerbestände aus den Rekordernten der Jahre 2008 und 2009. Von diesen Reserven werden wir bis zur nächsten Ernte profitieren“.

An diesem Abend schloss ich sehr nachdenklich die Eingangstür der Dorfwirtschaft. Ich beschloss, das Angebot von EDNA anzunehmen, künftig verstärkt auf Mengenrabatte zu achten und mir in meinem Preissystem 15 Prozent Zusatzrabatt ab einem Auftragswert bei Backwaren von 250 € zu sichern. Auch mit Online-Bestellungen und der Umstellung auf SuperMIX-Artikel kann ich einen Teil der Mehrkosten kompensieren. Vielleicht brauche ich dann die Verkaufspreise für Brötchen, Baguettes und Sandwiches gar nicht anzuheben.